Mehr Ordnung auf dem Schreibtisch

Schreibtische sind die Spiegel der Persönlichkeiten – behauptet mancher. Kreative Menschen brauchen Chaos, Strukturierte räumen alles weg. Doch Halt! Das stimmt natürlich nicht.

Die wenigsten von uns schaffen es, auf ihrem Schreibtisch stets Ordnung zu halten. Leergefegte Schreibtische haben meist Ärzte, sonstige Personen, die mehrere Schreibtische haben und eine Putzfrau, die auch aufräumen darf. Allgemein ist es einfach eine Frage des Platzes, ob der Schreibtisch stets aufgeräumt und leer ist, nicht immer eine Frage der Persönlichkeit.

Aber es ist schon etwas dran, oder? Manche Personen fühlen sich am Schreibtisch nur dann wohl, wenn er richtig voll ist, andere brauchen immer Platz. Wir sollten uns also nichts vorschreiben lassen. Ausser der Arbeitgeber hat klare Vorgaben.

Doch die meisten von uns sehnen sich schon nach einem schicken, aufgeräumten Schreibtisch, wo alles seinen Platz hat und nichts herumfliegt.

Meist weiss man einfach nicht wohin, mit all den Einzelteilen. Das Mäppchen ist überfüllt, der Schreibtisch-Organizer auch schon längst. Und irgendwann gibt man auf und lässt das Chaos wüten. Das muss aber nicht sein. Denn es gibt feine neue Ideen, das Schreibtischleben zu organisieren und der Unordnung Einhalt zu gebieten.

Um Struktur in das Ganze zu bringen, heisst es passende Dinge zu sortieren und zusammen aufzubewahren. Das hat man zwar alles irgendwann schon mal gemacht, aber es gibt mittlerweile neue, bessere Produkte, die helfen Ordnung zu halten und vor allem auch Schreibtische mit sehr viel Stauraum.


Seitliche Regale neben dem Schreibtisch sorgen für freie Arbeitsflächen. (Bild: Golden Dayz – shutterstock.com)

Alles wegwerfen und ausmisten? Muss nicht sein!

Der Hauptgrund, der uns davon abhält aufzuräumen ist der Gedanke, dass man viel wegwerfen muss, wenn man Platz schaffen will. Wer sich erst mal von diesem Zwang verabschiedet, wird sich wundern, wie viel Dinge auf kleinem Raum untergebracht werden können, ohne dass es nach Messie aussieht.

Wer von seiner Natur her einfach eher Sammler statt Minimalist ist, wird es niemals schaffen, seine Wohnung und seinen Schreibtisch fast leer zu bekommen und man würde sich so auch nicht mehr wohlfühlen. Also heisst es, mit der eigenen Natur arbeiten und nicht dagegen!

Es muss zuhause nicht aussehen wie im Möbelgeschäft! Das ist eine Erwartungshaltung, die in südlichen Ländern oder in den USA so gar nicht vorhanden ist. Schauen Sie sich gezielt amerikanische Filme und Serien an und Sie werden merken: Hier sind keineswegs überall leere Flächen! Im Gegenteil, vieles steht voll, aber es sieht nicht chaotisch und unordentlich aus.

Amis mögen es, wenn es in der Wohnung nach gelebtem Leben aussieht und so werden auch die Serien ausstaffiert. An dieser lässigen Einstellung können auch Deutsche und Schweizer sich eine Scheibe abschneiden. Denn es ist in der heutigen Zeit gar nicht so einfach, viele Flächen leer zu halten. Wir haben einfach recht viele Dinge und alles wegzuwerfen ist keine Lösung, da auch umweltschädlich!

Irgendwann hat sich nämlich die Wegwerfmentalität entwickelt, aus der sicheren Ruhe heraus, dass man alles neu kaufen kann. Heute wissen wir aber: Neu Kaufen heisst, neue Rohstoffe verbrauchen, der Umwelt schaden!

Daher sollten wir nicht bedenkenlos brauchbare, aufwendig produzierte Gegenstände wegwerfen, sondern entweder spenden und weggeben oder verkaufen – oder einfach besser zuhause verstauen.

Archivieren, stapeln und sortieren statt wegwerfen, das ist das Motto! Wer einfach stets viele Dinge ansammelt, kann diese auch gut sortiert aufheben und lagern. Es gibt für kleine  wie für grosse Gegenstände passende Ordnungssystem, Boxen, Regale, Fächer und Schränke. Wir denken meist nur nicht daran uns extra etwas zu kaufen, um mehr Stauraum zu haben.



In Ordnung investieren

Um das Eigenheim und speziell den eigenen Schreibtisch wieder vorzeigbar zu machen, muss man oft nur ein wenig Geld in neue Ordnungssysteme investieren. Alles schön sortiert, wirkt es im schlimmsten Fall bei Ihnen zuhause wie in einem gut gefüllten Laden, aber nicht wie im Messie-Haushalt.

Besonders alle Personen, die Hobbys haben mit unsäglich vielen Utensilien wissen: Ab einem gewissen Punkt kommt man nicht mehr darum herum, alles schön zu sortieren und zu verstauen, damit man auch alles wiederfindet! Das gilt für Hobby-NäherInnen, BastlerInnen, MalerInnen und auch für HeimwerkerInnen, die ihren Werkzeugraum sortiert halten müssen.

Oft zwingen wir uns selbst das Chaos mit bescheidenen Mitteln bezwingen zu wollen, aber das geht irgendwann nicht mehr, dann müssen einfach Helfer als Sortierhilfe her in Form von extra Boxen, Regalsystemen etc.

Man kann sehr viele Dinge auf kleinem Raum unterbringen, wenn man mit System arbeitet. Als Vorbild kann man sich, wie gesagt, immer einen Laden vorstellen, der perfekt sortiert ist und alles da hat, was man braucht.

Besondere Verzweiflung rufen natürlich Kinderschreibtische hervor, denn die Kleinen besitzen meist wahnsinnig viel Spielzeug, Mal-Utensilien, Knete, Bastel-Material und einfach tausend Dinge! Diese will man nicht lose herumfliegen lassen, aber auch nicht wie früher einfach in Tonnen werfen, sondern es muss strukturierter sein und dafür gibt es heute praktische Ordungshelfer.



Tipps für mehr Ordnung auf dem Schreibtisch

Thema Stifte: Manche kommen mit ein paar Stiften aus, hier reicht ein Mäppchen oder ein Glas zum Hineinstellen. Wer aber beim Arbeiten gerne mit Finelinern, Markern etc. arbeitet oder wer kreativ arbeitet und sich recht viele Stifte ansammelt, der braucht besondere Lösungen. Stellen Sie sich dann nicht einfach noch mehr Gefässe auf den Tisch, sondern suchen Sie gezielt nach Stiftehaltern.

Das sind kleine Regalsysteme, in die Sie die Stifte schräg einfüllen können, so können Sie viel mehr Stifte unterbringen, sie sind griffbereit und diese kleinen Fächer lassen sich gut an die Wand stellen.

Schreibtisch-Organizer: Sie sehen oft als Produktbild schick aus, wenn sie kaum befüllt sind und noch mit Dekogegenständen versehen. Die Realität sieht meist anders aus! Der Organizer quillt schnell über und ist unter Dokumenten und einzelnen Blättern sowie Krimskrams nicht mehr als solcher zu erkennen. Dann muss entweder ein grösserer her oder ein komplett anderes System.

Die Organizer müssen auch nicht filigran und transparent sein, es können kleine abgeschlossene Systeme mit kleinen Schubladen sein. Das Auge braucht nämlich um sich zu entspannen und konzentrieren abgeschlossene Flächen, statt Papierchaos und buntes Durcheinander. Man muss nicht immer alles im Blickfeld haben, was sich auf dem Schreibtisch befindet.

Seitliche Regale: Wer noch Platz hat, tut sich mit extra Regalen am Schreibtisch einen grossen Gefallen. So können viele Gegenstände auch in die Höhe wachsend untergebracht werden und müssen nicht auf dem Schreibtisch lagern. Oft ist das eine bessere Alternative als einen neuen Schreibtisch mit extra Schubladensystemen zu kaufen. Meist befüllt man diese Schubladen und schaut kaum mehr hinein, was sich darin befindet.

Nach Grösse und Farbe ordnen: Wer sich ein wenig mit Marie Kondo beschäftigt hat, weiss: Sortieren ist das Wichtigste. Sie sortiert alles nach Materialien. Holz zu Holz, Metall zu Metall etc. Das kann man machen, muss aber nicht. Will man alles schöner haben und geordneter kann man die Dinge auch nach Grösse, Farben und Formen ordnen. Etwa im Bücherregal. Man muss nicht nach Genre sortieren, sondern es macht enorm viel her, wenn man farblich sortiert oder die Bücher nach Grösse.

Letztendlich ist es für das Wohlbefinden im Raum wichtig, dass das Auge eine schöne Umgebung vorfindet und Ruhe. Farblich sortierte Gegenstände sind da eine gute Idee. Papiere und Unterlagen kann man gut nach Grösse ordnen. Nur, wenn sie bunt durcheinanderfliegen und lose abgelegt werden, wirkt alles zu voll. Bündig und Kante auf Kante gestapelt, kann man sehr viel unterbringen und aufheben, ohne dass es optisch stört.

Stapeln: Stapeln ist an sich nichts Schlechtes! Nur, wenn der Turm instabil wird und zu kippen droht, hat man es übertrieben und es sieht nicht mehr gut aus. Aber um freie Flächen auf dem Schreibtisch zu schaffen, können Sie durchaus einige Papiere und Unterlage ordentlich stapeln.

Das gilt auch für Bücher und Zeitschriften, die Sie immer mal wieder ansehen und noch nicht ins Regal stellen wollen. Denken Sie bei Ihrem individuellen Ordnungssystem immer an einen gut eingeräumten, optisch ansprechenden Laden mit vollen Regalen. Niemand stört sich hier an der Masse der Gegenstände, nur weil sie schön sortiert sind.


Extra Schubladensysteme für Schreibtische. (Bild: Kostikova Natalia – shutterstock.com)

Bevor Sie sich ans Aufräumen und Ausmisten machen: Schauen Sie sich unbedingt online um, was es alles für Schreibtisch-Ordnungssysteme gibt! Verpassen Sie zum Beispiel nicht die Möglichkeit unter dem Schreibtisch noch extra versteckte Schubladen anbringen zu können. Ebenso gibt es transparente kleine Schränkchen für Schreibtische und Kosmetik-Tische! Nutzen Sie alle Möglichkeiten, die der Handel aktuell bietet.

 

Titebild: Pressmaster – shutterstock.com

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Mehr zu J. Florence Pompe

J. Florence Pompe hat Germanistik und Pädagogik studiert und ist seit 2010 hauptberufliche Texterin. Spezialisiert auf die Arbeit mit Wordpress, führt sie mit Freude mehrere eigene Blogs oder betreut Kundenseiten.

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