Patrick Blanc und seine grüne Architektur

25.01.2016 |  Von  |  Garten
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Patrick Blanc und seine grüne Architektur
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Patrick Blanc ist promovierter Botaniker. Weltruhm erlangte er mit seinen  „murs végétals“ auf Brücken, in Hotels, an Museumswänden und in Läden. Mit seinen vertikal positionierten Grünanlagen gelingt  es dem Franzosen, Architektur und Botanik zu vereinen.

Erstmals machte Blanc 1994 beim Festival des Jardins in Chaumont-sur-Loire auf sich aufmerksam. Vier Jahre später erlangte er dann internationalen Ruhm, als er die Aussenseite des Pariser Kunstmuseums Fondation Cartier begrünte.

Es folgten die Fassade des Musée du Quai Branly in Paris, den Innenhof des Hotels „Pershing Hall“, die Mur Végétal an der Fassade der Galeries Lafayette in Berlin oder die 600 Quadratmeter grosse Wand am Caixa-Forum in Madrid.

Vertikale Gärten

Während eines Thailandbesuchs entdeckte er als 19jähriger, dass Pflanzen ohne Erde auskommen können – sie benötigen nur Licht und Wasser und können daher an ungewöhnlichen Orten wie Mauern oder Decken wachsen. Er entwickelte eine Grundlage, um Pflanzen vertikal anzubauen: ein grobmaschiges Gitter über 3 mm dickem, offenporigem Acrylfilz, das an einer Wand mit integrierten Bewässerungsrohren befestigt wird. Je nach Jahreszeit werden die Wände ca. fünf Mal pro Tag jeweils drei Minuten von oben bewässert.

Da das Wasser in Bewegung ist, nehmen die Pflanzen nur so viel Wasser auf, wie sie benötigen. Bei der Auswahl der Pflanzen spielen viele Faktoren, wie zum Beispiel die Lage, das Klima, die Sonneneinstrahlung oder die Himmelsrichtung eine grosse Rolle.



Für unsere Breitengrade verwendet Patrick Blanc daher winterfesten Farn, Gräser oder Moos. Während sich in Mitteleuropa etwa 50 Pflanzenarten eignen, sind es in Thailand schon 5000.

Patrick Blancs Lieblingspflanze ist die Iris Japonica, da sie sehr spitz zulaufende Blätter besitzt. Sie ist in vielen seiner „lebenden Kunstwerke“, wie er die „murs végétals“ selbst bezeichnet, zu finden. Diese tragen nicht nur zur optischen Verschönerung, sondern auch zur Verbesserung der Luftverschmutzung in Innenstädten bei. Kohlenwasserstoff kann hier besser umgesetzt werden, weil die Mikroorganismen der Pflanzen direkt Sauerstoff erhalten.

 

Artikel von: livingpress.de / Text: murvegetalpatrickblanc.com
Artikelbild: © Pack-Shot – shutterstock.com

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