Umzug mit Möbeln - hilfreiche Tipps für einen stressfreieren Umzug
von J. Florence Pompe Umzugsplanung Umzugspraxis
Ein Umzug ist immer eine aufregende und stressige Zeit. Besonders wenn es darum geht, seine Möbel von einem Ort zum anderen zu transportieren.
Mit sorgfältiger Planung und einigen nützlichen Tipps können Sie jedoch sicherstellen, dass Ihr Umzug reibungslos verläuft.
1. Gute Planung ist das A und O
Bevor Sie mit dem Umzug beginnen, erstellen Sie einen detaillierten Plan. Überlegen Sie sich, welche Möbel Sie mitnehmen möchten und welche möglicherweise verkauft oder gespendet werden können. Messen Sie alle Möbelstücke genau ab. Dies hilft Ihnen, den Platz in Ihrem neuen Zuhause besser zu planen und den Transport effizient zu organisieren.
Wenn Sie in Ihrem neuen Zuhause Lagerplatz haben, etwa einen grossen Dachboden oder geräumigen Keller, können Sie durchaus mehr Möbel mitnehmen, als sie vorhaben zu nutzen. Besonders massive, gut gearbeitete Holzmöbel sind heute schwer zu finden und halten viel mehr aus als die meisten modernen Möbel aus Sperrholz.
Lassen Sie sich nicht von einer scheinbar altmodischen Erscheinung und dunkler Farbe abschrecken. Mit Kreidefarbe kann man heute alle Möbel einfach überstreichen. Sie dünstet keine Chemiekalien aus und man muss nicht abschleifen. Einen Versuch ist es oft wert, bevor man ein liebgewordenes Möbelstück entsorgt.
2. Die richtigen Materialien besorgen
Die beste Methode ist es sicherlich ein professionelles Umzugsunternehmen zu beauftragen. Denn dieses hat bereits alle Transportmaterialien in seinem Fundus und kann sie umweltschonend immer wieder nutzen. Natürlich kostet die Beauftragung eines solchen Unternehmens meist mehrere tausend Euro.
Wenn Sie noch jung und fit genug sind und vor allem genügend Helfer im Freundes- und Familienkreis haben, können Sie Ihren Umzug natürlich selber organisieren und erledigen.
Aber die meisten unterschätzen den Aufwand, das Chaos und vor allem die körperlichen Strapazen. Die wenigsten von uns sind im Alltag so körperlich aktiv und trainiert, dass sie problemlos dutzende Male schwere Kisten Treppen herauf- und heruntertragen können.
Und genau das ist die Arbeit, die bei einem Umzug viele Tage bis Wochen vorher erledigt werden muss.
Für einen sicheren Transport Ihrer Möbel benötigen Sie vor allem die richtigen Verpackungsmaterialien. Hier sind einige Dinge, die Sie besorgen sollten:
- Umzugsdecken und Polsterfolien: So schützen Sie Ihre Möbel vor Kratzern und Beschädigungen.
- Stretchfolie: Hält Schubladen und Türen geschlossen und bietet zusätzlichen Schutz.
- Verpackungsklebeband: Zum Sichern von Verpackungsmaterialien.
- Möbelroller und Gurte: Erleichtern das Bewegen schwerer Möbelstücke.
Professionelle Möbelpacker haben für Sofas vorgeformte Decken, die sie um die Sofas legen und festzurren können. Sie haben Tragetaschen aus schwerem Stoff für andere sperrige Dinge.
Mit Möbelrollern werden die Kisten auf ebener Erde voran gerollt. Es gibt aber noch viel mehr mechanische und elektrische Helfer, die die Profis nutzen. Sackkarren für Treppen etwa und elektrische Aufzüge um Möbel aus den Obergeschossen herauf- und herunter zu transportieren.
Mit solchen Hilfsgeräten hält sich auch die Verletzungsgefahr in Grenzen. Auch daran sollten Sie denken: Dass Sie und Ihre Helfer sich leicht verletzen können, bei dieser ungewohnten Arbeit und den schweren Gewichten der Treppen.
3. Möbel zerlegen, wenn möglich
Wenn möglich, zerlegen Sie grosse Möbelstücke, um den Transport zu erleichtern. Betten, Tische und Regale können oft in kleinere Teile zerlegt werden. Bewahren Sie Schrauben und andere Kleinteile in beschrifteten Beuteln auf und befestigen Sie diese zum Beispiel mit Malerkreppband am entsprechenden Möbelstück, um sie nicht zu verlieren.
Kisten richtig packen: Die meisten Leute packen die Umzugskisten viel zu voll und zu schwer. Denn die Angaben auf den Kisten etwa „45 kg“ sind irreführend.
Die Kisten werden dann viel zu schwer für die Umzugshelfer. Das behindert den Umzug. Etliche Umzugskartons halten auch nicht das, was sie versprechen. Sie sind viel zu dünn, lassen sich leicht eindrücken und vertragen es nicht gestapelt zu werden.
Das Wichtigste ist wirklich, dass sich die Umzugskartons gut im Transporter übereinander stapeln lassen! Das bedeutet, sie sollten alle bis oben hin gefüllt sein, aber nicht zu schwer werden! Sie müssen sie gemischt befüllen, also etwas Porzellan auf einer Schicht Textilien, darüber leichte Gegenstände und dann noch mal Textilien.
Sie merken beim Stapeln zuhause schnell selbst, wie die Kisten befüllt werden müssen, damit sie aufeinander gut stehen können. Bücher sind ein Thema für sich! Auch wenn man dazu neigt, die Kisten mit Büchern dicht an dicht zu befüllen, ist dies kontraproduktiv. Die Kisten werden viel zu schwer.
Auch hier ist es sinnvoll den Inhalt zu mischen. Übrigens ist das Problem bei den Umzugskisten heutzutage, dass sie nicht mehr die Qualität von früher haben.
Vor einigen Jahrzehnten waren Umzugskisten aus Pappe so fest wie Holzkisten. Die heutigen Kartons sind sehr dünn. Auch teure, professionelle Umzugskartons kommen nicht mehr an die Umzugskartons der 80er Jahre heran.
Es gibt aber auch eine Alternative: Einige Umzugsunternehmen bieten an, stabile Plastikkisten für den Umzug zu vermieten! Sie wollen diese aber meist innerhalb von 14 Tagen wieder zurückhaben.
4. Richtige Tragemethoden
Beim Tragen von Möbeln sollten Sie stets auf Ihre Gesundheit achten. Hier sind einige Tipps:
- Heben Sie mit den Beinen, nicht mit dem Rücken: Gehen Sie etwas in die Hocke und heben Sie das Möbelstück mit den Beinen, um Rückenverletzungen zu vermeiden.
- Verwenden Sie Möbelroller und andere Hilfsmittel: Diese erleichtern das Bewegen schwerer Möbelstücke erheblich.
- Tragegurte verwenden: Sie helfen dabei, das Gewicht gleichmässig zu verteilen und Ihre Hände frei zu haben.
Unterschätzen Sie nicht die Strapazen eines Umzugs! Wenn man einen ganzen Tag lang schwere Kisten und Möbel geschleppt hat, ist dies für die meisten Menschen von heute eine sehr ungewohnte Arbeit.
Kniegelenke und Rücken werden arg strapaziert. Besonders Personen, die bereits Beschwerden und Erkrankungen haben, können sich beim Umzug sehr schnell überlasten.
Leider ist der Umzug für alle Beteiligten so herausfordernd, dass man nicht so viel Rücksichtnahme erwarten kann, wie im Alltag. Alle Helfer gehen meist an ihre Grenzen und sind über jede Kiste, jedes kleine Stück froh, das jemand anders trägt.
Daher ist es auch für schwächere, alte Personen, Kranke oder Kinder nicht so leicht, dem Treiben zuzusehen. Sie haben schlechtes Gewissen und wollen mithelfen, überlasten sich dabei aber schnell oder können sich verletzen.
Umso wichtiger ist es, den Aufwand des Umzugs vorab richtig einzuschätzen.
5. Transport im Umzugswagen
Eine gute und stressfreie Methode, wenn man selbst umzieht, ist es sich Transporter oder LKWs zu mieten. Allerdings sollte man ein sicherer Fahrer sein, der solche Kraftwagen gut fahren kann.
Achten Sie dann aber darauf, die Ladung gut zu verstauen. Nicht nur, damit die Gegenstände nicht zu Schaden kommen, sondern auch, damit es keine Unwucht bei der Ladung gibt und nichts hin- und herrutschen kann.
Den Transporter bis oben zur Decke dicht an dicht zu befüllen ist tatsächlich die beste Methode. Auf Transportgurte sollte man aber nicht verzichten und diese unbedingt mitbuchen.
So verstauen Sie Ihr Hab und Gut sicher im Transporter oder LKW:
- Schwere Gegenstände zuerst: Platzieren Sie schwere Möbelstücke wie Sofas und Schränke zuerst im Wagen, um eine stabile Basis zu schaffen.
- Verwenden Sie Gurte: Sichern Sie Möbelstücke mit Gurten, um sie während der Fahrt zu fixieren und Verrutschen zu vermeiden.
- Lücken füllen: Verwenden Sie Decken, Kissen oder andere weiche Gegenstände, um Lücken zu füllen und Bewegungen während des Transports zu minimieren.
Extratipp
Vielerlei Gegenstände, die Sie vielleicht vor dem Umzug aussortieren wollen, können Sie für den Umzug noch gut gebrauchen. Etwa alte Bettlaken, alte Tischdecken und altmodische Kleidung. Sie werden froh sein, wenn Sie Textilien zum Polstern haben. Etwa für Ihr Porzellan oder als Lückenfüller zwischen sperrigen Gegenständen oder als Polsterung für Tische, Spiegel oder Bilder.
An den Tagen des Umzugs: Denken Sie bitte an Pausen und gutes Essen! Alle Helfer und Beteiligten wollen schnell fertig werden, aber Pausen sind absolut wichtig, nicht nur für die Gesundheit, sondern auch deshalb, weil man dadurch wieder zu Kräften kommt und effektiver arbeiten kann.
Das Essen sollte vollwertig, aber leicht sein. Süsses wie Kekse und Schokolade sind an diesen Tagen als Snacks durchaus ok. Bananen sind sättigend und geben Energie.
Für die Helfer kann man beispielsweise als Hauptmahlzeit Pizza und Pasta bestellen. Es muss aber bedacht werden, dass man meist nicht genügend Teller und Besteck dabei hat. Oft sind belegte Brötchen oder Würstchen einfacher zu servieren als etwa Suppen oder gekochte Mahlzeiten.
Fazit
Ein Umzug mit Möbeln erfordert Planung und Sorgfalt, aber mit den richtigen Vorbereitungen und Materialien kann er reibungslos und stressfrei verlaufen. Indem Sie Ihre Möbel gut verpacken, richtig tragen und sicher im Umzugswagen verstauen, stellen Sie sicher, dass sie unbeschadet in Ihrem neuen Zuhause ankommen. Sollten Sie sich überfordert fühlen, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Viel Erfolg bei Ihrem Umzug!
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