Vier wirksame Schlaf-Tipps aus der Natur zum Tag des Schlafs am 21. Juni

20.06.2018 |  Von  |  News, Schlafzimmer
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Vier wirksame Schlaf-Tipps aus der Natur zum Tag des Schlafs am 21. Juni
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Schlafmittel, Kaffee-Enthaltsamkeit und Verdunklungsvorhänge waren gestern — Kenner setzen heute beim Schlafen auf die entspannende Wirkung der Natur.

Experten der Alpendestination Garmisch-Partenkirchen verraten getreu ihrem Motto „Von Natur aus g’sund“ ihre besten Naturtipps für eine erholsame Nachtruhe, die sich ganz einfach umsetzen und in jedes Schlafzimmer holen lassen.

1. Bergkräuterheu-Kissen zum Schlafen, Baden oder als warmer Wickel

Wer seine Nachtruhe verbessern möchte, sollte beim nächsten Spaziergang die Augen offenhalten: „Besonders schlaffördernd wirken Kräuter wie Johanniskraut, Melisse, Lavendel oder Baldrian“, erklärt Kräuterpädagogin Ursula Höger aus Garmisch-Partenkirchen. „Ihre Wirkstoffe wirken ausgleichend und beruhigend und sorgen für natürlichen Stressabbau.“

Ursula Höger befüllt ihre eigenen Heukissen mit Werdenfelser Kräuterheu. Das Heu wird flächendeckend gemäht und verarbeitet und enthält unzählige gesunde, wirksame Bergkräuter wie Mädesüss, Beinwell, Johanniskraut und Laabkraut. „Die Stiele dürfen dabei nicht entfernt werden, denn darin sind viele Wirkstoffe erhalten“, sagt sie. Das Heu wird zerkleinert, die Kissen damit befüllt und anschliessend neben das Kopfkissen oder aufs Nachtkästchen gelegt. Die Summe der darin enthaltenen Wirkstoffe, vor allem die Cumarine, wirken entspannend und ausgleichend und fördern somit einen gesunden Schlaf.

Die Kräuter dürfen in 1.000 Metern Höhe, auf einer Almwiese im Werdenfelser Land oberhalb von Garmisch-Partenkirchen, miteinander wachsen und ihre Wirkstoffe entfalten. Der Duft und die Wirkstoffe der gesunden Alpenkräuter fördern nicht nur den Schlaf, sondern helfen auch bei Muskel- und Gelenkverspannungen, wirken sich positiv auf die Atemwege von Erwachsenen, Kindern und Haustieren aus und regen den Stoffwechsel an. Das Kissen kann auch als Badezusatz oder warmer Wickel verwendet werden.

2. Zirbenholz — Schlafförderung aus dem Wald

Schon unsere Vorfahren aus dem Alpenraum wussten um die schlaffördernde Wirkung aus dem Wald und verwendeten für Stube, Schlafzimmer und Kinderwiege am liebsten Zirbenholz. Denn die „Königin der Alpen“ enthält wertvolle ätherische Öle, die Herz und Kreislauf beruhigen und Ruhe und Entspannung spenden. So wird der Schlaf tiefer und der Körper erholt sich schneller.

Die Zirbe wächst im Hochgebirge, etwa in Tirol oder auf dem Schachen bei Garmisch-Partenkirchen. Wer ihre entspannende Wirkung erfahren möchte, muss sich dafür jedoch nicht komplett neu einrichten. „Es reicht, sich ein Kissen gefüllt mit Zirbenspänen neben das Kopfkissen zu legen“, erklärt Reinhold Schuhmann von den Garmisch-Partenkirchener „Seifensiedern“, die solche Kissen seit Jahren im Sortiment führen. „Wir bekommen immer wieder begeisterte Rückmeldungen von Kunden, die schon nach der ersten Nacht erholter aufwachen.“ Ausserdem beliebt: Die Bierseife der Seifensieder, die nicht nur Ettaler Hefeweissbier, sondern auch Zirbenduft beinhaltet und Hände, Haut und Haare pflegt.



3. Tiefschlaf durch frische Bergluft

Wer sich müde und ausgelaugt fühlt, kann durch einen Kurzurlaub in den Bergen neue Energie tanken. Nicht nur das Abschalten vom Alltag und die Bewegung an der frischen Luft wirken dabei entspannend, sondern auch die Bergluft selbst. „Unsere Luft ist schadstoff- und allergenarm, die Sonneneinstrahlung in den Bergen ist zudem höher. Das alles wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus und verbessert den Schlaf“, erklärt Silke Nahmendorf aus dem Gesundheits-Eck in Garmisch-Partenkirchen. „Dazu kommen die nächtlichen Bergwinde — eine Besonderheit unseres Heilklimas. Sie sorgen für angenehme Abkühlung, entlasten Herz und Kreislauf und fördern so ebenfalls den Schlaf.“

Garmisch-Partenkirchen zählt zu einem von Deutschlands 16 Heilklimatischen Kurorten der Premium-Class, im ortseigenen Gesundheits-Eck können sich Urlauber und Einheimische rund um die Gesundheit beraten lassen, Vorträge und Workshops besuchen und Wandertouren buchen.

4. Ätherische Öle — Entspannung in Reinform

Die ätherischen Öle aus Pflanzen wie Kräutern oder Zirbenholz können auch pur gekauft und angewendet werden. „Wichtig ist es darauf zu achten, dass es sich um natürliche ätherische Öle handelt, denn sie wirken über unseren Geruchssinn direkt auf das limbische System, unsere Gefühlswelt, ein“, erklärt Heilpraktikerin für Psychotherapie Svenja Deller aus Grainau bei Garmisch-Partenkirchen. Für einen erholsamen Schlaf empfiehlt sie neben dem Klassiker Lavendel auch Bergamotte.

„Diese Zitruspflanze wirkt ausgleichend und beruhigend“, so Deller weiter. Kindern hilft nach einem turbulenten Tag auch Mandarinenöl, um zur Ruhe zu kommen. Angewendet werden sollten ätherische Öle bei Kindern jedoch erst ab einem Alter von einem Jahr. Damit es seine Wirkung voll entfalten kann, wird das Öl ganz klassisch in eine Duftlampe gegeben oder auf ein Taschentuch getropft und anschliessend neben das Kopfkissen gelegt. Dabei gilt die Devise: Weniger ist mehr.

 

Quelle: Garmisch-Partenkirchen Tourismus / Wilde & Partner
Artikelbilder: © Markt Garmisch-Partenkirchen / Christian Stadler

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