Welche pflegeleichten Pflanzen für den eigenen Garten?
Ein eigener Garten ist ein wahrer Luxus. Wer ihn aber nicht von Anfang an geschickt bepflanzt, hat irgendwann sehr viel Arbeit damit.
Um einen stets gepflegten Garten mit blühenden Blumen zu haben, muss man geplant vorgehen.
Pflanztipps für einen pflegeleichten, aber schönen Garten
Von Anfang an pflegeleichte Pflanzen zu wählen ist ideal, das sie trotz geringem Aufwand schön aussehen. Hier sind einige Beispiele für pflegeleichte Pflanzen, die gut in verschiedenen Gartenumgebungen gedeihen. Heutzutage sollte man auch sehr darauf achten, dass die Pflanzen bienen- und schmetterlingsfreundlich gewählt sind.
Brennnessel beispielsweise sollte man nicht komplett entfernen, da die Raupen der Schmetterlinge gerne Brennnessel fressen.
Schöne blühende Stauden
Stauden sind unkomplizierter als kleine Beetpflanzen, sie wachsen ca. 1 m hoch und werden dicht, bilden viele Blüten und sind widerstandsfähiger als viele kleine Blumen. Vor allem breiten sie sich aus und werden von Jahr zu Jahr dichter und kräftiger. Eine schöne Staude kann einen festen Stammplatz im Garten bekommen und Freude für Jahrzehnte schenken.
- Lavendel (Lavandula): Verträgt Trockenheit gut, benötigt wenig Wasser, duftet herrlich und zieht Bienen an.
- Storchschnabel (Geranium): Robust, blüht lange und ist widerstandsfähig gegen Schädlinge.
- Fetthenne (Sedum): Anspruchslos, trockenheitsresistent und zieht Schmetterlinge an.
- Taglilie (Hemerocallis): Pflegeleicht und blüht zuverlässig jedes Jahr.
- Purpursonnenhut (Echinacea): Robust, zieht Bestäuber an und hat eine lange Blütezeit.
Üppige, nicht zu kräftige Sträucher
Sträucher muss man mit Bedacht wählen, vor allem nicht mehrere Sorten nebeneinander, die zu dicht gepflanzt sind. Sie wirken am besten einzeln neben anderen Sorten von Pflanzen.
- Spierstrauch (Spiraea): Blüht üppig, schnittverträglich und anpassungsfähig.
- Jasmin: Blüht üppig und duftet, braucht aber regelmässig Schnitte.
- Schmetterlingsstrauch (Buddleja): Zieht wirklich Schmetterlinge an, pflegeleicht und trockenheitsresistent.
- Berberitze (Berberis): Robust, immergrün und bietet Vögeln Schutz und Nahrung.
Bodendecker mit interessanten Blättern
Bodendecker haben den Vorteil, dass sie Unkraut verhindern.
- Efeu (Hedera helix): Immergrün, wächst schnell und ist sehr anpassungsfähig.
- Waldsteinie (Waldsteinia): Anspruchslos, bildet dichte Teppiche und ist immergrün.
- Gundermann (Glechoma hederacea): Schnell wachsend, anspruchslos und kann gut als Bodendecker verwendet werden.
Einjährige Pflanzen für Abwechslung
Neben den mehrjährigen Pflanzen kann man jedes Jahr auch auf einjährige Pflanzen setzen, da sie den Garten immer wieder anders aussehen lassen. Um Geld zu sparen, einfach die Samen der Blüten aufheben und wieder neu züchten.
- Ringelblume (Calendula): Einfach zu ziehen, blüht lange und ist nützlich für die Gesundheit des Bodens.
- Kapuzinerkresse (Tropaeolum): Schnell wachsend, zieht Schädlinge von anderen Pflanzen ab und ist essbar.
- Sonnenblume (Helianthus annuus): Einfach zu pflanzen, wächst schnell und sieht beeindruckend aus.
Interessante Ziergräser
Ziergräser bringen exotisches Flair in den Garten und erinnern ans Meer und Seen, sodass man zuhause immer Urlaubsfeeling hat.
- Chinaschilf (Miscanthus): Robust, pflegeleicht und sorgt für Struktur im Garten.
- Blauschwingel (Festuca glauca): Anspruchslos, immergrün und dekorativ.
- Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides): Pflegeleicht, attraktiv und bewegt sich schön im Wind.
Kräuter für die Küche
Auch wer keine Zeit oder Platz für einen Gemüsegarten hat, sollte eine kleine Ecke für Kräuter bereithalten. Sie sind absolut gesund, bereichern die Küche und werten auch optisch den Garten enorm auf.
- Rosmarin (Rosmarinus officinalis): Immergrün, duftet herrlich und benötigt wenig Wasser.
- Thymian (Thymus vulgaris): Anspruchslos, duftend und zieht Bienen an.
- Salbei (Salvia officinalis): Pflegeleicht, duftend und vielseitig verwendbar.
Welche Pflanzen werden von Schnecken gemieden?
Der grösste Feind der Gärtnerfreuden sind die Schnecken, die gnadenlos das zarte Grün, Salate und Blumen wegfressen. Da man ihnen kaum beikommt, kann man auch von vornherein Pflanzen aussuchen, die Schnecken einfach nicht mögen.
Schnecken können in Gärten ein erhebliches Problem darstellen, da sie viele Pflanzen fressen und Schäden verursachen können. Es gibt jedoch zahlreiche Pflanzen, die Schnecken meiden. Hier sind einige Pflanzen, die in der Regel von Schnecken verschont bleiben:
Stauden, die Schnecken nicht mögen
- Lavendel (Lavandula): Schnecken meiden den starken Duft und die rauen Blätter.
- Storchschnabel (Geranium): Die robusten Blätter und der bittere Geschmack schrecken Schnecken ab.
- Frauenmantel (Alchemilla): Schnecken finden die Blätter unattraktiv.
- Sonnenhut (Rudbeckia): Die rauen und haarigen Blätter sind für Schnecken unangenehm.
- Bergenie (Bergenia): Die dicken, ledrigen Blätter werden von Schnecken gemieden.
Sträucher, Gehölze, Bodendecker und Ziergräser
Schnecken mögen am liebsten zartes Grün, Blumen, Erdbeeren, Salate. Daher ärgert man sie mit kräftigen Sträuchern, Bodendeckern und Ziergräsern. Auch der starke Geruch von Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Salbei ist Schnecken unangenehm. Lavendel mögen sie zum Glück auch nicht.
Einjährige Blumen, die Schnecken nicht mögen
Wider Erwarten stürzen sich Schnecken nicht auf jede Art von Blumen, sondern verschonen Kapuzinerkresse, Ringelbume oder Sonnenblume. Natürlich sind Sie auch mit dem Klassiker Rosen gut beraten.
Welche Pflanzen für einen gepflegten Vorgarten?
Ein pflegeleichter Vorgarten, der zu jeder Jahreszeit attraktiv aussieht, kann mit einer durchdachten Auswahl an Pflanzen gestaltet werden. Hier sind einige Tipps für Pflanzen, die für Farbe und Interesse in jeder Jahreszeit sorgen:
Im Frühling:
- Frühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum): Blüht im zeitigen Frühjahr und hat attraktive, marmorierte Blätter.
- Krokusse (Crocus): Eine der ersten Blüten des Jahres, die bunte Farbtupfer liefern.
- Bergenie (Bergenia): Frühblüher mit grossen, immergrünen Blättern, die sich im Winter rötlich färben.
- Stiefmütterchen: Der Klassiker ist unempfindlich, verbreitet sich und bietet intensive Farben.
Im Sommer
- Lavendel (Lavandula): Blüht im Sommer, duftet herrlich und zieht Bienen an.
- Rosen (Rosa): Verschiedene Sorten blühen den ganzen Sommer über und sind pflegeleicht, wenn sie einmal etabliert sind.
- Sommerflieder (Buddleja): Blüht den ganzen Sommer und zieht Schmetterlinge an.
- Rhododendron: Blüht üppig im Mai und einige Sorten im Oktober noch einmal.
- Hortensie: Eine tolle Staude mit grossen, farbintensiven Blüten.
Im Herbst
- Herbstanemone (Anemone hupehensis): Blüht bis in den Herbst hinein und bringt leuchtende Farben in den Garten.
- Japanischer Ahorn (Acer palmatum): Hat im Herbst eine spektakuläre Laubfärbung und tolle Blattformen.
- Purpursonnenhut (Echinacea): Blüht bis spät in den Herbst und zieht Bestäuber an.
- Herbstastern (Aster dumosus): Blüht intensiv in hellem Lila.
Im Winter
- Winterheide (Erica carnea): Blüht im Winter und ist immergrün.
- Ilex: In gelb-grün mit roten Beeren, kann für Dekorationen verwendet werden.
- Mahonie (Mahonia aquifolium): Immergrün mit gelben Blüten im Winter und attraktiven blauen Beeren.
Ganzjährig ein Hingucker
Ziergräser wie Chinaschilf und Lampenputzergras. Sie sind immergrün und wirken anmutig. Bodendecker wie Gundermann, Efeu und Storchschnabel sehen auch im Winter schön grün aus.
Pflegeleichte Gestaltungstipps
- Pflanzengruppierung:
- Pflanzen Sie Arten mit ähnlichen Bedürfnissen (Licht, Wasser, Boden) zusammen, um die Pflege zu vereinfachen.
- Mehrjährige Pflanzen:
- Verwenden Sie vorwiegend mehrjährige Pflanzen, um jedes Jahr neu pflanzen zu vermeiden.
- Struktur und Höhe:
- Nutzen Sie Pflanzen unterschiedlicher Höhe, um Struktur und Interesse im Garten zu schaffen.
- Höhere Pflanzen im Hintergrund und niedrigere im Vordergrund pflanzen.
- Immergrüne Pflanzen:
- Integrieren Sie immergrüne Pflanzen für ganzjährige Struktur und Farbe.
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