Dekorieren ja, aber bitte mit Köpfchen!

16.09.2014 |  Von  |  Accessoires
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Dekorieren ja, aber bitte mit Köpfchen!
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Deko und wohnliche Accessoires gehören in Wohnung und Haus einfach dazu, denn oftmals sind es genau diese Elemente, die überhaupt erst für einen persönlichen Charakter sorgen. Damit die praktischen und schick anzuschauenden Deko-Elemente aber tatsächlich funktionieren, müssen einige Design-Spielregeln eingehalten werden.

Farben, Materialien, Stile, Grössen und sogar die Position – bei Deko gibt es viele verschiedene Faktoren zu beachten, die massgeblich darüber entscheiden, ob die Deko stimmig und charmant oder deplatziert und unruhig wirkt. Bei zu wenig Deko wirken Räume schnell kahl und kalt, bei zu viel Deko kann ein „messihafter“ Eindruck entstehen. Ein Kompromiss ist die beste Lösung.



Drei Deko-Tipps: inszenieren, betonen und beleuchten

Dekoration soll nicht nur den Raum selber ausschmücken, sondern vor allem auch Möbelstücke betonen. Deshalb ist es ratsam, wenn ausgewählte Deko-Elemente auch mit ausgewählten Möbeln kombiniert werden. Der Klassiker schlechthin sind aufstellbare Bilderrahmen, die auf einem kleinen Schrank oder einer Kommode platziert werden. Da die Rahmen in ganz unterschiedlichen Stilen, Farben und Materialien käuflich zu erwerben sind, lassen sie sich wunderbar auf den Einrichtungsstil und das Möbelstück abstimmen. Traditionelle Einrichtungen arbeiten mit Holzrahmen, moderne Einrichtungen mit digitalen Bilderrahmen und bewusst kitschiger Shabby Chic kann auch mit knallbunten und stark gemusterten Rahmen harmonieren.

An diesem Beispiel zeigt sich schon wunderbar, wie wichtig es ist, die Einrichtung zu betonen, damit die Deko auch tatsächlich stimmig wirkt. Selbiges gilt natürlich auch beim Einsatz von Lampen, Vasen und anderen typischen Accessoires, die zur Verschönerung eines Raumes dienen sollen, durchaus aber auch das Gegenteil bewirken können, wenn sich Möbel und Deko nicht stilsicher ergänzen. Apropos Lampen: Leuchten haben den Vorteil, dass sie meist relativ kombinationsfreudig sind, weshalb eine Vielzahl von Lampen auch in ganz unterschiedlich gestaltete Zimmer passt.

So kann ein schicker Kronleuchter durchaus zum Kolonialstil passen, genauso aber auch in modern eingerichtete Zimmer, wenn der Tisch darunter eine Stilbrücke zwischen Beleuchtung und Einrichtung bildet. Hochwertige Design-Lampen haben zudem immer den Vorteil, dass sie nicht nur Licht spenden und damit einen praktischen Zweck erfüllen, sondern zugleich auch echte Hingucker darstellen. Avanciert eine schöne Stehlampe zum Eyecatcher im Raum, ohne aber zu prominent zu wirken, haben Sie alles richtig gemacht!



Bevor Sie sich weitere Deko-Elemente zulegen, sollten Sie ermitteln, welche Primärfarben im Raum vorherrschen. Meist sind das lediglich ein bis zwei Farben, die alle anderen überstrahlen und damit gewissermassen „den Ton angeben“. Genau auf diese prominenten Primärfarben müssen Deko-Elemente farblich abgestimmt werden. Die Art des Einrichtens bildet gewissermassen einen Kontrast zur Mode. Während bei einem Outfit auch ein kleiner Farbklecks ausreicht, zum Beispiel durch einen Gürtel oder einen Rock, ist das innerhalb einer stimmigen Einrichtung nicht mehr der Fall. Hier wird nicht mit kleinen Farbklecksen, sondern stets mit den prominenten Primärfarben kombiniert!



Das richtige Mass zwischen charmant und überfüllt



Genau dieses Mass gilt es zu finden. Zwischen einzelnen Arrangements, die im Übrigen idealerweise in ungerader Zahl aufgestellt werden, sollte immer ausreichend Platz sein. Auf diese Weise kann sich die Deko optisch entfalten, zugleich wirken Räume nicht übertrieben zugestellt. Idealerweise ist die Freifläche mindestens so gross wie die kleinste Fläche des jeweiligen Arrangements. Zu viel Platz schadet aber nur selten, zu wenig Freiraum kann den optischen Eindruck dagegen erheblich negativ beeinflussen.

Diese Faustregel gilt im Übrigen nicht für Deko im Büro. Wer seine Mitarbeiter nicht einfach in ein kahles, mitunter lieblos gestaltetes Büro setzen möchte, kann durchaus auf Deko-Elemente zurückgreifen – aber in spärlicher Zahl! Einerseits kann der Chef nie sicherstellen, dass die Deko wirklich jeden Geschmack trifft, andererseits ist der Arbeitsplatz eben immer noch ein Ort der Arbeit und Konzentration. Zu viel „Schnickschnack“ im Büro könnte sich negativ auf die Konzentration auswirken und damit die Effizienz beim Arbeiten verringern. Also lieber zu wenig, dafür aber charmant, als zu viel und störend.

Geheimtipp von Innenausstattern: mit der Grösse spielen

Mit Grössenverhältnissen spielen gilt in der Welt der Innenausstatter als echter Geheimtipp. Der direkte Kontrast zwischen Gross und Klein wirkt immer interessant, spannend und wie ein Magnet für forschende Blicke. Deshalb können Sie mit Grössenkontrasten einem Raum etwas mehr Leben verleihen und zugleich für Gäste ein überraschendes Element kreieren. In der Praxis lässt sich der Kontrast ganz einfach umsetzen, indem zum Beispiel einfach ein relativ grosses Objekt, vielleicht eine Vase, neben einem kleinen Deko-Element, beispielsweise einer Urlaubserinnerung, aufgestellt wird.

Möchten Sie die Harmonie nicht vernachlässigen, achten Sie explizit darauf, dass die beiden Deko-Elemente ungefähr die gleichen Farbnuancen nutzen. Auf diese Weise kreiert das Arrangement zwar über die Grösse einen direkten Kontrast, andererseits nutzt es mit den Farben aber auch eine Gemeinsamkeit. So ergibt sich ein perfektes Zusammenspiel zwischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden, welches kreativ, abenteuerlustig und mutig wirkt. Perfekt sind diese Art von Arrangements auch für das Kinder- und Jugendzimmer.




 

Oberstes Bild: © Joshua Rainey Photography – Shutterstock.com


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