Die Duschkabine: unser täglicher Jungbrunnen

10.11.2014 |  Von  |  Allgemein
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Die Duschkabine: unser täglicher Jungbrunnen
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Ein Leben ohne Dusche ist möglich, aber sinnlos. Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie morgens in der Früh mit steifen Knochen aus dem Bett schleichen? Die ersten kosmetischen Verrichtungen werden mit blinzelnden Augen und dumpfem Gemüt ausgeführt. Und dann: Wasser marsch! Das heisse Geriesel löst die Verspannungen und schmeichelt der Seele. Für ganz Mutige folgt im Anschluss ein Kneippscher Kaltguss: Der perfekte Start in den Tag.

Wenn Sie eine Umfrage durchführen würden zum Thema Badausstattung, bei der die Menschen sich zwischen Wanne und Dusche entscheiden müssten, würden die meisten der Duschkabine den Vorzug geben. Eine Duschkabine versorgt uns im Handumdrehen mit heissem und kaltem Wasser, verbraucht im Vergleich zum Vollbad nur ein Fünftel der kostbaren Ressource und gibt sich mit viel weniger Platz zufrieden. Verschaffen wir uns einen Überblick, was eine perfekte Duschkabine alles braucht.



Vorbereitungen

Eine Duschkabine gibt sich mit wenig Lebensraum zufrieden. Wenn es möglich ist, stellen Sie sie nicht in die dunkelste Ecke – oder sorgen Sie für eine angenehme Feuchtraumbeleuchtung mit LEDs. Das Mindest-Bodenmass einer Duschkabine, die noch als einigermassen bequem bezeichnet werden darf, beträgt 75 mal 75 Zentimeter. Versehen Sie die Wände im Duschbereich mit einem dauerelastischen Anstrich – je gründlicher Sie dabei vorgehen, desto weniger laufen Sie Gefahr, gegen schwarzen Schimmel in Dusche und Bad ankämpfen zu müssen.

Duschkabine ohne Bodenwanne

Duschkabinen können auf Bodenniveau errichtet werden. Das klingt für den Laien verlockend: Keine rutschige Wanne, in die gestiegen werden muss; Geldersparnis, weil eben diese Wanne wegfällt; und es sieht besser aus. Aber der Teufel sitzt im Detail, beziehungsweise an der Stelle, wo der Handwerker kommen muss. Sollten Sie nicht wenigstens fortgeschrittener Amateur des Maurer-Handwerks sein, müssen Sie den Fachmann kommen lassen – und es wird teuer. Der Boden braucht eine Wasser-Sperrschicht auf der Rohdecke. Über der Sperrschicht wird Estrich verlegt, dann gefliest. Und dann braucht es einen Bodenablauf, der weder zu steil noch zu flach ist: Präzisionsarbeit.



Duschwanne

Duschwannen werden heute vor allem aus Acryl gefertigt. Sie besitzen eine weiss glänzende Oberfläche, sind leicht zu reinigen und ausserdem robust und widerstandsfähig. Ein weiterer Vorteil (gegenüber dem früher geläufigen Stahlemaille): Sie können in alle möglichen Formen gepresst werden und passen sich somit in jedes Bad stilsicher ein. Von superflach bis extratief und von quadratisch bis sechseckig gibt es im Handel alles zu kaufen. Einziger Nachteil: Sollten sie noch eine Emaille-Badewanne besitzen, könnte die Farbabweichung die stimmungsvolle Einrichtung mit ausgewählten Möbeln und Accessoires stören.

Eine Duschkabine dient der Hygiene und dem Wellness.  (Bild: sima / Shutterstock.com)

Eine Duschkabine dient der Hygiene und dem Wellness. (Bild: sima / Shutterstock.com)




Die Kabine

Für die meisten Haushalte gilt: Das Geld liegt nicht in Stapeln herum. Vielleicht haben Sie sich einen teuren Familienurlaub gegönnt, vielleicht sind Sie neu in Ihren vier Wänden. Für Wohnungswechsler gilt: Mit hohen Umzugskosten müssen Sie rechnen – gespart wird an der Inneneinrichtung. Verzichten Sie, wenn es irgendwie geht, bei der Badplanung nicht auf eine feste Duschkabine. Der zehnmal günstigere Duschvorhang ist zwar schnell aufgehängt, aber ein stetes Ärgernis, denn er bietet keinen Komfort und neigt am Saum zur Schimmelbildung. Sie duschen, um sich wohl zu fühlen. Schaffen Sie die Voraussetzungen dafür.

Die Türen

Eine gute Duschkabine erkennen Sie an der Qualität der Türen. Drei Arten gibt es: zum Drücken, zum Ziehen und zum Schieben. Kaufen Sie nicht die Katze im Sack, sondern probieren Sie die Türen in Badausstellungen aus – sie müssen leichtgängig sein und exakt schliessen. Auf welche Art von Tür Ihre Auswahl fällt, hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Eine Schiebetür nimmt zum Beispiel keinen Platz weg. Wenn der Dusch-Innenraum gross ist, vor der Dusche aber wenig Platz, empfehlen sich Türen, die nach innen aufgehen. Eine nach aussen schwenkbare Tür sieht gut aus. Es ist aber zu bedenken, dass sie beim Aussteigen und beim Lüften der Duschkabine weit in den Raum hineinragt.

Profile und Scheibenmaterial



Grundsätzlich gilt: Je filigraner, schmaler und edler die Profile der Duschkabine aussehen, desto teurer sind sie. Besonders nobel wirken Duschkabinen, die ganz ohne sichtbare Profile gebaut worden sind. Wer sein Geld schon für andere Dinge ausgegeben hat oder sich mit Funktionsfähigkeit zufrieden gibt, wählt Profile in breit, stabil und preiswert. Ebenfalls sparen kann jeder, der sich beim Scheibenmaterial für Kunststoff entscheidet. Echtglas-Duschen besitzen immer Sicherheitsglas, das beim Zerbrechen keine spitzen Scherben bildet. Für die Glaskabinen gibt es wunschweise auch spezielle Beschichtungen, die das Wasser schneller ablaufen lassen und die Bildung von Schmutz-, Kalk- und Seifenresten verhindern.

Pflege und Gewinn

Eine dauerhaft feuchte Dusche ist ein Biotop für Schimmelpilze. Wenn im Badezimmer nicht ausreichend gelüftet wird oder hartnäckige Wasserpfützen nicht regelmässig nach dem Duschen aufgefeudelt werden, wird die beste Duschkabine von den ungesunden Pilzen befallen. Es gilt also: Nach dem Duschen Kabinentür offen lassen und das Fenster weit öffnen.

Duschen ist Wellness und Gesundheitskur zugleich. Bereits die östlichen Kulturen lehrten, dass über den Körper fliessendes Wasser unsere positive Energie verstärkt. Der bayerische Pfarrer Kneipp hat die Wasserkuren popularisiert. Fünf Minuten heiss und 30 Sekunden kalt duschen stärkt Kreislauf, Herz und Gemüt. Die Duschkabine ist zentraler Teil Ihres Home Spa: Wellness zu Hause, Hygienevorrichtung und Therapeutikum.




 

Oberstes Bild: © Glaze Image – Shutterstock.com


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