Die Schritte hin zum Wohlfühlflur

18.06.2014 |  Von  |  Entrée
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Die Schritte hin zum Wohlfühlflur
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In anderen, vermeintlich eher primitiven Kulturen wird auf die Gestaltung des Eingangsbereiches einer Wohnung grosser Wert gelegt. Das hat aber jetzt nicht nur mit Aberglaube zu tun. Der Mensch weiss instinktiv, dass der erste Eindruck, den man selber macht oder von etwas bekommt, sehr wichtig ist. Und das ist nicht nur bei einem Rendezvous oder bei einem Bewerbungsgespräch so – auch der erste Blick beim Betreten einer Wohnung lässt zurückschliessen auf die Menschen, die dort leben.

Wie sieht es denn mit dem Flur in unseren Breiten aus? Oft wird diesem Vorraum auf dem Weg zum Herz einer Wohnung oder eines Hauses nur sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Rumplig sieht es da manchmal aus. Alte und eigentlich schon längst ausrangierte Kleinmöbel und Accessoires werden für den Flur noch für tauglich befunden und fristen dort ein tristes Dasein. Ist es bei Ihnen zu Hause auch so? Dann lesen Sie weiter und denken darüber noch einmal nach.



Zugegeben, der Flur macht es uns oft nicht leicht: Meist ist es ein kleiner und eher quadratischer Raum. Oder er ist langgestreckt und verwinkelt. Es gibt darin oft keine Fenster. Und fast von jeder Wand führen Türen weiter in die Wohnung hinein. Was also tun? Zur Restlichtverstärkung sind zwei Massnahmen eigentlich Pflicht: Der Anstrich sollte mit hellem und eventuell glänzendem Weiss erfolgen. Und: Diverse Spiegel verteilen das Licht und suggerieren Weite.

Ein eminent wichtiges Thema in einem Flur ist natürlich auch die Ordnung. Sollte der Flur Platz genug dafür bieten, so ist ein grosser, heller Einbauschrank mit Schiebetüren, der sich am besten massgeschneidert über eine komplette Wand erstreckt, sehr hilfreich. Statt eine offene und meist völlig überfrachtete Garderobe zu belasten, können dann Kleidungsstücke wie Jacken und Mäntel, aber auch Taschen, Schirme, Mützen und Hüte hinter einer beruhigenden Oberfläche verschwinden. Damit im Idealfall auch die Schuhe einen verborgenen Aufbewahrungsort finden können, sollte es in einem solchen Schrank extra Schuber für die Schuhe geben – wegen der vermeintlichen Ausdünstungen, die nicht in den ganzen Schrank ziehen sollten, versteht sich.

Wenn wir schon in den tiefen Regionen des Flurs angelangt sind, schauen wir uns die Möglichkeiten zur Gestaltung des Bodens an: Es eignen sich hierfür in einem Flur immer verlegte Fliesen. Zum einen ist der in einem Eingangsbereich zu erwartende Schmutz so ganz leicht und schnell durch Fegen oder Wischen zu beseitigen. Zum anderen sorgen dann Fliesen in einem hellen Farbton für mehr Licht. Bei der Auswahl der Fliesen ist zu beachten, diese eher gross zu wählen, da das den Raum in seiner Wirkung beruhigt und grösser erscheinen lässt.

Die grossen Dinge haben wir ja schon im Wandschrank untergebracht. Aber im Flur sammeln sich auch gerne kleine Dinge an wie etwa Schlüssel, Telefon, Handys, Post oder kleine Taschen. (Bild: Photographee.eu / Shutterstock.com)

Die grossen Dinge haben wir ja schon im Wandschrank untergebracht. Aber im Flur sammeln sich auch gerne kleine Dinge an wie etwa Schlüssel, Telefon, Handys, Post oder kleine Taschen. (Bild: Photographee.eu / Shutterstock.com)




Die grossen Dinge haben wir ja schon im Wandschrank untergebracht. Aber im Flur sammeln sich auch gerne kleine Dinge an wie etwa Schlüssel, Telefon, Handys, Post oder kleine Taschen. Hier bietet sich ein Sideboard mit geringer Tiefe an. In mehreren Schubladen lassen sich kleine Dinge schnell und auch griffbereit verstauen. Aber das Sideboard gibt auch die Möglichkeit zur Ablage, für ein Telefon oder für Dekoration: Vasen oder kleine Objekte sorgen dann dafür, dass das Auge einen schönen Ruhepunkt finden kann.



Wo wir jetzt noch einmal bei der Dekoration sind, hier zwei weitere Tipps: Wenn der Flur insgesamt hell und einfarbig gehalten ist, so dürfen auch einige wenige Farbkontraste das Ganze ein bisschen auflockern. Hierfür bietet sich ein Bild oder ein Kalender an. Bei jungen Leuten sind auch sogenannte Wandtattoos sehr gefragt. Deren grosser Vorteil ist, dass sie leicht aufzubringen und auch ebenso leicht wieder zu entfernen sind, sollte man einmal das Motiv wechseln wollen.

Den zweiten gezielten Akzent kann man mit der Beleuchtung setzen. Da die hellen Flächen durch Reflexion ausreichend für Lichtverteilung im Flur sorgen, darf zumindest eine Lichtquelle aus zwei oder drei Spotstrahlern bestehen. Hier kann dann entweder ein Bild oder Objekt perfekt durch Licht in Szene gesetzt werden. Es kann aber auch schon ein guter optischer Effekt sein, eine Raumecke hell auszuleuchten.

Was aber tun, wenn der Flur zu winzig für die Lösung „grosse Schrankwand“ ist? Dann muss man so platzsparend wie möglich Orte für Jacken, Taschen, Mützen oder Hüte schaffen. Da eine Kleiderstange zu viel Platz wegnehmen würde, egal wie sie ausgerichtet ist, bleibt nur die Möglichkeit, mit bunten und originellen Wandhaken Platz zu schaffen. Es bietet sich an, diese versetzt über die grösste freie Wand anzubringen. Kleine Regale sorgen für weitere Ordnung. Unter das tiefste Brett eines Regals lässt sich dann mit Ösenschrauben auch Platz für Schlüssel und andere aufhängbare Kleinteile schaffen.



 

Oberstes Bild: © Vadym Andrushchenko – Shutterstock.com


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