Ein Leichtgewicht mit vielen Stärken: der Windsor-Stuhl

18.08.2014 |  Von  |  Allgemein
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Windsor-Stühle tragen ihren Namen aufgrund der englischen Stadt „Windsor“, die als Herkunftsort der prägnanten Stühle gilt. Im 18. Jahrhundert wurden Windsor-Stühle dort in feinster Handarbeitet gefertigt, um im Anschluss nach Amerika oder in andere Länder verschifft zu werden. Obwohl die Stühle als sehr traditionell gelten, oder gerade deshalb, erleben sie mittlerweile ein echtes Comeback.

Dünne Lehne und schmale Konstruktion

Der Windsor-Stuhl verdankt seine grosse Popularität vor allem Hollywood. Hier gilt der traditionelle Stuhl im Landhausstil als typisch amerikanisches Element, welches sich in Wohnzimmern und auf der Terrasse wiederfindet. Seine prägnanten Merkmale sind vor allem eine stabile Konstruktion, auch wenn das dafür verwendete Holz bewusst schmal und dünn geschnitten wurde. Die Rückenlehne setzt sich immer aus mehreren dieser Holzstäbe zusammen, die oftmals in einem identischen Abstand zueinander eingesetzt werden.

Die einfache Produktionsweise eines Windsor-Stuhls machte ihn im 18. und 19. Jahrhundert zum absoluten Dauerbrenner – auch deshalb gilt er als eines der ersten Massenprodukte überhaupt. Handwerker produzierten die einzelnen Bestandteile damals noch in Serie und klebten sie erst nachträglich zusammen. Dadurch liessen sich mit überschaubaren Mengen von Holz und einem relativ geringen Aufwand viele stabile Stühle herstellen, die zugleich noch sehr leicht zu transportieren waren.

Die Zeit verändert auch Traditionen

Über die Jahrzehnte und Jahrhunderte hat natürlich auch der klassische Windsor-Stuhl eine Evolution durchlaufen. Mittlerweile existieren die Stühle in vielen verschiedenen Farben, beispielsweise in Rot, Blau, Grün oder Gelb, welche für freundlich eingerichtete und offene Zimmer sorgen. Zugleich besitzen moderne Windsor-Stühle immer Armlehnen, die in unterschiedlicher Höhe montiert werden. Diese Erweiterung fand schon relativ früh in der Geschichte des Stuhls statt, da er vermehrt im Büro eingesetzt wurde und die Armlehnen zugleich als Schreibunterlage dienten, sofern kein Tisch in der Nähe war.

Nicht selten ist der Windsor-Stuhl auch als Schaukelstuhl konzipiert, wobei diese Modelle besonders bei Wohnzimmern im Kolonialstil oder auf amerikanischen Terrassen beliebt sind. Einige Stücke ohne Lehnen existieren ebenfalls, diese werden dann als Windsor Side Chair bezeichnet. Dank seiner minimalistischen Konzeption und der zugleich reichen Historie konnte der Windsor-Stuhl eine echte Renaissance erleben. Aufgrund aktueller Trends, bei Möbelstücken eher auf Minimalismus zu vertrauen, könnte sich der Retro-Stuhl durchaus noch lange einer riesigen Popularität erfreuen. Wer einen echten Windsor dann sein Eigen nennt, hat für viele Jahre einen echten Schatz im Wohnzimmer.

 

Oberstes Bild: © Olivier Le Queinec – Shutterstock.com


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