Eindruck machen – freundliche Wartebereiche in Büros, Praxen und Kanzleien

10.04.2014 |  Von  |  Allgemein
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Eindruck machen – freundliche Wartebereiche in Büros, Praxen und Kanzleien
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Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Die ersten Sekunden entscheiden darüber, ob Besucher einen neuen Ort als ansprechend oder abweisend, warm oder kalt empfinden. Wer ein Büro oder eine Praxis mit Publikumsverkehr betreibt, sollte daher grossen Wert auf die Gestaltung des Eingangs- und Wartebereiches legen und die Einrichtung mit Sorgfalt und Bedacht planen.

Wer gerne kommt, kommt gerne wieder



Nicht wenige Architekten, Anwälte oder Ärzte betreiben ihre Büros oder Praxen im eigenen Haus. Doch egal ob Ingenieur, Rechtsanwalt oder Internist: Jeder, der mit Kunden oder Patienten zu tun hat, benötigt einen Wartebereich. Neben der Empfangszone ist die Gestaltung dieses Areals von grosser Bedeutung, denn die Wartezeit stellt eine wichtige Phase im Umgang mit dem Kunden oder Patienten dar: Wartezeit macht die Abhängigkeit vom Dienstleister bewusst.

In entsprechenden Studien wurde nachgewiesen, dass es einen deutlichen Zusammenhang zwischen erlebter Wartezeit und empfundener Qualität der in Anspruch genommenen Leistung gibt. Daher ist eine kluge Gestaltung des Wartebereiches unabdingbar für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung: Wer gerne kommt, kommt gerne wieder.

Früher war es üblich, Wartebereiche in gesonderten Räumen einzurichten, sogenannten Wartezimmern. Heute bevorzugt man eine offene Gestaltung mit möglichst hellen, freundlichen Farben. So wird eine luftige Atmosphäre erzeugt.

Sehr wichtig ist aber vor allem die richtige Auswahl des Interieurs: Komfortable und funktionale Sitzmöbel haben dabei einen hohen Stellenwert. Oft kommen hierfür hochwertige Holz- oder Stahlrohrstühle mit Lederbezug als Sitzgelegenheiten für Besucher zum Einsatz, da sie in aller Regel den besten Eindruck erzeugen. Doch auch pflegeleichte Textilstoffe oder gute Kunststoffsitzflächen haben – zum Beispiel im Wartebereich einer Arztpraxis – nach wie vor ihre Bedeutung.



Als gelungene Kombination werden seit einiger Zeit aufwendig verarbeitete Designerstühle angeboten, die mit sehr hochwertigem Lederimitat bezogen sind. Dieses Bezugsmaterial steht sowohl optisch als auch in Haltbarkeit und Sitzkomfort echtem Leder in nichts nach. Derartige Lederimitate besitzen zudem eine geschlossene obere Schicht, die eine Reinigung des Sitzmöbels sehr einfach macht: Oft genügt hierzu ein feuchtes Tuch.

Wichtig ist neben dem optischen Erscheinungsbild eines Besucherstuhls und der einfachen Reinigung natürlich auch der Komfort. Mit gepolsterten Sitzflächen und ergonomisch geformten Rückenlehnen ist man auf der sicheren Seite und bietet den Besuchern ein gutes Sitzgefühl.

In sehr anspruchsvollen Kundenbereichen sorgen attraktiv bezogene Sessel oder gar Sofas für einen besonderen Eindruck. Und ganz wichtig: Immer eine ausreichende Anzahl Sitzmöglichkeiten schaffen! Hierbei ergibt sich der Bedarf in erster Linie aus der Art des Büros: In einer Anwaltskanzlei werden vier bis fünf Stühle oder Sessel genügen, wohingegen in einer Arztpraxis normalerweise deutlich mehr Plätze benötigt werden.

Die Wartezeit angenehm gestalten. (Bild: Robert Kneschke / Fotolia.com)

Die Wartezeit angenehm gestalten. (Bild: Robert Kneschke / Fotolia.com)

Die Wartezeit angenehm gestalten

Auch die Frage nach der Ablage von Kleidung und möglicherweise mitgebrachten Aktentaschen oder anderem Kleingepäck sollte bedacht werden. Hierfür eignen sich neben klassischen Garderobenständern edle Wandgarderoben oder sogar halboffene Garderobenschränke.

Ein Tipp: Die Anbringung eines Wandspiegels oder die Wahl eines Garderobenschrankes mit integriertem Spiegel wird von den Besuchern zumeist sehr geschätzt, denn dieses kleine Detail kann eine gute Hilfe sein, vor dem Gespräch noch einen letzten Blick auf das eigene Erscheinungsbild zu werfen und gegebenenfalls Frisur oder Make-up zu richten.



Grundsätzlich gilt: Auch Garderobenständer, Wand- oder Schrankgarderoben sollten nicht nur optisch zur Einrichtung passen, sondern ebenso funktional und zweckmässig sein. So sollte insbesondere bei Garderobenständern und Wandgarderoben unbedingt darauf geachtet werden, dass sich diese nicht zu nahe an einem Sitzplatz befinden, damit sich kein Besucher durch die Nutzung der Kleiderablage gestört fühlt.



Um den Wartenden einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen, kann auch über die Aufstellung eines Wasserspenders oder den Ausschank von Kaffee oder Tee nachgedacht werden. Um Becher oder Gläser abstellen zu können, sind in diesem Fall kleine Tische in Sitzplatznähe von Vorteil.

An den Wänden angebrachte Displays oder kleinere Regale sind eine gute Möglichkeit, Zeitungen, Zeitschriften oder Informationsmaterial auszulegen und dadurch nicht nur die Wartezeit sinnvoll zu gestalten, sondern im Idealfall auch Werbung für die eigene Firma zu platzieren.

Licht und Farben

Der Wohlfühlfaktor beim Warten ist nicht zu unterschätzen. Und der hängt nicht nur von der Bequemlichkeit beim Sitzen und der Ablage mitgebrachter Garderobe ab. Auch eine geschmackvolle Wandgestaltung, moderne Bodenbeläge und die passende Beleuchtung sind geeignet, den Aufenthalt im Wartebereich angenehmer zu gestalten.

Helle und freundliche Wandfarben vermitteln eine angenehme Atmosphäre und wirken beruhigend und entspannend. Ebenso verhält es sich mit Bodenbelägen: Unifarbene Auslegeware in warmen Farbtönen vermittelt Ruhe und schlichte Eleganz. Wilde Muster und bunte Farben sollte man in Wartebereichen besser vermeiden.

Passend zu den Sitzmöbeln und sonstigen Einrichtungsgegenständen wirkt eine stilvolle Stehlampe im Designer-Look nicht nur als Hingucker, sondern sorgt auch für gemütliche Beleuchtung. Zusätzlich erzeugen Decken- und Wandspots gute Lichteffekte.

Bei aller Funktionalität im Wartebereich sollte die Ausgestaltung mit einigen Accessoires nicht in Vergessenheit geraten: Ob Wandbild, Trockenblumenstrauss oder Grünpflanzen – hier gilt es, ein wenig zu experimentieren und eine passende Dekoration zu kreieren, die das Gesamtambiente des Raumes unterstreicht. Vielleicht ist sogar Platz für ein Aquarium, das den wartenden Besuchern die Zeit bis zum Aufruf ein wenig interessanter macht?

Ein letzter Geheimtipp für die stilvolle Gestaltung behaglicher Wartebereiche ist die Installation eines Galeriesystems zum unkomplizierten Aufhängen und Auswechseln von Wandbildern. Hierdurch lässt sich von Zeit zu Zeit mit geringem Aufwand eine veränderte Atmosphäre schaffen – und wiederkehrende Besucher werden aufs Neue positiv überrascht. 



 

Oberstes Bild: © XtravaganT- Fotolia.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


1 Kommentar


  1. In einem angenehm eingerichteten Wartzimmer einer Arztpraxis lässt sich die Wartezeit besser ertragen. Dazu gehört natürlich auch eine gut Struktur der Prozesse, für die meist die Arztsekretärin verantwortlich ist. Häufig ist es auch so, dass die medizinische Praxisassistentin schon ein paar Test macht, damit die Abläufe flüssiger sind und die Wartezeiten nicht so lang.

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