Hochwertige Ledermöbel richtig pflegen und Flecken behandeln

18.03.2014 |  Von  |  Accessoires, Allgemein, Bar, Büro, Wohnzimmer
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Hochwertige Ledermöbel richtig pflegen und Flecken behandeln
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Angefangen beim antiken Ohrensessel, über die klassische Couch bis hin zum Designer-Avantgarde-Stil: Leder ist und bleibt einer der beliebtesten Stoffe in der Möbelindustrie. Die natürliche Erhabenheit, die helles und dunkles Leder gleichermassen ausstrahlt, bleibt bisher unerreicht.

Eine massive Ledercouch oder ein bequemer Sessel sind daher echte Highlights im Raum, die auch entsprechend viel Aufmerksamkeit bei ihrer Pflege bekommen sollten, damit das Leder dauerhaft schön erstrahlt und Risse vermieden werden.



Pflege, die sich schnell bezahlt macht

Leder ist nicht nur einer der schönsten Stoffe, sondern auch eine der pflegeintensivsten Oberflächen – zumindest wenn sich das Möbelstück nicht schnell abnutzen soll. Da Ledermöbel nahezu immer auch als Sitzflächen dienen, unterstehen sie einer höheren Belastung, als beispielsweise ein Regal aus Massivholz. Mit den richtigen Pflegetipps werden Wert und Ästhetik der Möbelstücke dauerhaft erhalten – auch wenn sie täglich als Sitzgelegenheit dienen!

Im Herbst beginnt die Pflege-Blütezeit für Ledermöbel. Besonders wenn sie im Sommer häufig von der Sonne angestrahlt werden und der Raum sich schnell aufhitzt, muss das Leder wieder mit „Feuchtigkeit“ versorgt werden. Glattleder ist hierfür besonders empfänglich, weil es noch schneller austrocknet und in Folge dessen auch schneller Risse und Druckstellen bekommt. Ein Balsam beziehungsweise eine Leder-Pflegemilch sollte deshalb im Herbst nicht ausgelassen werden. Indem das Möbelstück damit umfassend eingerieben wird, bekommt es wieder Feuchtigkeit und Elastizität; zugleich erstrahlt die Farbe schon nach der ersten Behandlung wieder sichtbar kräftiger.

Noch vor der Pflege sollte das Leder mit destilliertem Wasser und einer Neutralseife abgerieben werden. Fühlt es sich sehr staubig an (oder ist der Staub sogar klar erkennbar), sollte das Material sorgfältig und behutsam abgesaugt werden. Zur anschliessenden Reinigung kann ein einfaches sauberes Tuch genutzt werden. Wichtig ist jedoch, dass die aufgetragene Seife im Anschluss wieder vollständig vom Leder entfernt wird. Anderenfalls können unschöne Ränder auftreten, die sich später nur schwer wieder entfernen lassen. Zugleich sollten Ledermöbel am gesamten Tag der Pflege nicht genutzt werden. Anderenfalls dehnen sie sich künstlich aus, was dann spürbare Makel an der Oberfläche hinterlassen kann.



Wenn es zu spät ist: Flecken richtig behandeln

Manchmal lässt es sich einfach nicht verhindern. Verschüttete Getränke, Fettflecken oder im schlimmsten Fall sogar klebende Substanzen (zum Beispiel Kaugummi) hinterlassen unschöne Spuren auf dem edlen Leder. Ruiniert ist es damit aber keinesfalls, denn auch hartnäckige Flecken können mit den richtigen Tipps oftmals rückstandslos entfernt werden. Immer gilt die Faustregel: Ist ein Malheur passiert, sollte umgehend reagiert werden. Mit einem leicht angefeuchteten Tuch können die Stellen schnell behandelt werden. Auch hier sollte unbedingt destilliertes Wasser benutzt werden, um keine Kalkspuren auf dem Leder hervorzurufen. Als Prävention gegen Flüssigkeiten eignet sich Lederfett. Mit dem kann die Ledergarnitur einfach aller paar Wochen/Monate (je nach Nutzungsintensität) behandelt werden. Es bildet sich dann eine unsichtbare Schutzschicht auf dem Leder, an der viele Flüssigkeiten abprallen, die damit gar nicht erst ins Leder einziehen können – zumindest nicht, wenn sie sofort wieder abgewaschen werden.



Etwas schwieriger gestaltet sich die Reinigung, wenn es sich um Fettflecken handelt. Diese können durch Saucen oder Kosmetika entstehen und lassen sich nur schwer entfernen, da auf scharfe Reinigungsmittel bei Leder allgemein lieber verzichtet werden sollte. Verschiedene fettlösende Lederpflegeprodukte können Abhilfe bieten, sollten aber zuerst an einer geschützten Stelle getestet werden.

Sind die Fettflecken noch frisch, sollten sie sofort gebunden werden. Hierfür eignet sich Pulver – Hausfrauen schwören auf den Einsatz von Kartoffelmehl. Wenn das aufgetragene Pulver das Fett an sich bindet, kann es später einfach wieder vom Leder abgekehrt werden. Auf diese Weise können kleine Flecken komplett verhindert werden. Grössere Flecken werden so zumindest stark gemindert und lassen sich später einfacher wieder entfernen.

Auch bei luxuriösen und hochwertigen Ledermöbeln, wie beispielsweise einem Avantgarde Sessel, sind Flecken durch Unachtsamkeit nicht auszuschliessen. Besonders in Haushalten mit Kindern, können sich schnell ein Kaugummi oder andere klebende Essensreste auf das Material verirren. Hier sollte zur Reinigung Eis benutzt werden. Selbstverständlich kein leckeres Eis, sondern in Form eines einfachen Kühlakkus.



Der Akku kann in eine Plastikfolie oder in ein dünnes Tuch eingewickelt und im Anschluss auf den Kaugummi (oder die anderen Substanzen) gelegt werden. Durch die Folie beziehungsweise das Tuch haftet das Eis nicht am Leder, hinterlässt also keine Flecken. Durch die ausgestrahlte Kälte werden die klebenden Substanzen gehärtet und können später einfach vom Leder abgekratzt werden. Hier sollte mit grösster Vorsicht vorgegangen werden, damit beim Kratzen nicht das Leder selber eingerissen oder beschädigt wird.

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Bei „blutenden“ Jeans, also färbendem Denim, kann ein Radiergummi weiterhelfen. (Bild: picsfive / Fotolia.com)

Bei „blutenden“ Jeans, also färbendem Denim, kann ein Radiergummi weiterhelfen. Dieser kann leichte Verfärbungen entfernen, wenn er vorsichtig an der Stelle gerubbelt wird. Allgemein sollte aber schon bei der Wahl der Jeans darauf geachtet werden, diese gar nicht erst mit dem Leder in Kontakt kommen zu lassen. Denn starke Verfärbungen können nur in den seltensten Fällen wirklich restlos entfernt werden, auch typische Hausmittelchen versagen hier schnell. Jeans, die zu Verfärbungen neigen, sollten mit edlen Ledermöbeln also erst nach mehrmaligem Waschen in Berührung kommen. Dann bleiben auch Ledercouch und -sessel dauerhaft in exzellentem Zustand.



 

Oberstes Bild: © Sophie James – Fotolia.com


1 Kommentar


  1. Natürlich gibt es auch Ledermöbel, die weniger empfindlich gegenüber anderen Einflüssen sind, sogenannte Vintage Ledermöbel, zu finden auch hier http://www.ledermoebel-vintage.de

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