Home-Cinema: Wenn das Wohnzimmer zum Kinosaal wird

04.06.2014 |  Von  |  Wohnzimmer

Geschätzte Lesezeit: 7 minutes

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Dank gesunkener Preise für moderne Home-Entertainment-Systeme und des zunehmend breiteren Angebots an geeigneten Wohnzimmermöbeln ist der Traum vom Kinoerlebnis in den eigenen vier Wänden auch für weniger Betuchte realisierbar geworden. Mit ein paar guten Ideen für eine passende Einrichtung und dem richtigen Dreh bei der Umsetzung kann der Kinogenuss daheim schon bald beginnen.

Nah am Flair eines echten Kinos



Ganz gleich ob Krimi, Romanze oder Monumentalfilm: Wer mit dem Gedanken spielt, in seinem Haus oder seiner Wohnung einen eigenen kleinen Kinosaal einzurichten, dem wird schnell klar, dass es mit dem Kauf eines grossen Flachbildfernsehers nebst DVD- oder Blue-Ray-Player allein nicht getan ist. So stellt sich zuvörderst die Frage nach einem geeigneten Raum: Sollen die Filme direkt im Wohnzimmer laufen oder steht vielleicht sogar ein eigenes, bislang ungenutztes Zimmer zur Verfügung? Mit der Entscheidung über den Ort des künftigen privaten Cinemas werden die Weichen gestellt für die weiteren Überlegungen hinsichtlich Raumgestaltung und Einrichtung.

Ist ein freies Zimmer vorhanden, bieten sich die meisten Möglichkeiten. Hier kann eine komplett neue Gestaltung ins Auge gefasst werden. Von einem passenden Anstrich der Wände in purpurrot oder königsblau bis hin zu einem eleganten Bodenbelag in Echtholz oder Parkettimitat aus Linoleum. Auch zu überlegen wäre die Verwendung geeigneter unifarbener Wandteppiche in gedeckten Tönen, wie man sie aus echten Lichtspieltheatern kennt. Mithilfe dieser zwar nicht ganz billigen, aber doch sehr edlen Gestaltungsvariante lässt sich eine hervorragende Akustik erzeugen. Dezente Deckenstrahler oder auch elegante Wandleuchten sorgen für das richtige Licht und können – mit einem elektrischen Dimmer gekoppelt – dem Flair eines Kinos verblüffend nahe kommen.

Auch wird gerade in einem etwas grösseren Extra-Zimmer, welches zu einem Kino umfunktioniert wird, die Möglichkeit der Verwendung einer echten Leinwand zu überlegen sein. Mit einem Beamer, angeschlossen an einen Computer oder DVD-Player, lassen sich so Bildgrössen erzielen, die mit einem normalen Fernsehgerät nicht mehr machbar sind. Der Clou: Vor der Leinwand wird ein eleganter Samtvorhang angebracht, der sich elektromotorisch aufziehen und schliessen lässt. So entsteht echtes Kino-Feeling!

Doch auch wenn das Erlebnis Heimkino keinen eigenen Raum im Hause hat und ins normale Wohnzimmer integriert werden soll, stehen viele Möglichkeiten für eine stilvolle Gestaltung offen. Mit farblich kontrastierenden Bodenteppichen kann im Zimmer ein optisch abgegrenzter Bereich geschaffen werden, der zu gemütlichen Filmstunden einlädt, ohne aufdringlich zu wirken. Übrigens muss auch hier nicht aufs Grossformat verzichtet werden: Mittlerweile gibt es im Handel auch motorbetriebene Leinwände, die sich bei Nichtbedarf einfahren oder versenken lassen. So kann eine deutlich grössere Projektionsfläche geschaffen werden, ohne dauerhaft störend zu wirken.





Neben der Raumgestaltung und der Frage nach der geeigneten technischen Ausstattung spielen die passenden Möbel eine ganz entscheidende Rolle. (Bild: Ventura / Shutterstock.com)

Neben der Raumgestaltung und der Frage nach der geeigneten technischen Ausstattung spielen die passenden Möbel eine ganz entscheidende Rolle. (Bild: Ventura / Shutterstock.com)

TV-Rack oder Sideboard?

Neben der Raumgestaltung und der Frage nach der geeigneten technischen Ausstattung spielen die passenden Möbel eine ganz entscheidende Rolle. Hierbei ist abgesehen von der Grösse des geplanten Heimkinos vor allem der Stil ausschlaggebend: Soll es modern und futuristisch sein oder wird eher eine nostalgische Einrichtung favorisiert? Dank des breiten Angebotes an entsprechenden Möbelstücken sind beide Varianten einfach umsetzbar.

Auch die Vielfalt an Formen und Farbvarianten ist bei Heimkino-Möbeln schier unerschöpflich. Wichtig hierbei: Wie sollen die notwendigen Geräte untergebracht werden? Sichtbar oder eher verborgen? Von der Beantwortung dieser Frage ist es abhängig, ob offene oder eher geschlossene Möbelsysteme in Betracht kommen. Auch sollte die Frage nach der Kabelführung bedacht werden, um unschöne Anblicke zu vermeiden, die das Gesamtbild eines Heimkinobereiches empfindlich stören können.



Soll ein Fernseher zum Einsatz kommen, gibt es ausser einer Wandmontage auch die Möglichkeit der Verwendung eines eleganten TV-Racks. Hierin lassen sich auch gleich alle peripheren Geräte wie DVD- oder Blue-Ray-Player, Fernbedienungen und Verstärker geschickt unterbringen. Und die Kabel verbinden alle Elemente unsichtbar hinter dem Rack.

Ebenfalls denkbar ist die Verwendung eines eleganten Sideboards. Mit ausreichend breiten Modellen bietet sich so zudem die Möglichkeit, gleich die Lautsprecherboxen neben dem Flachbildschirm aufzustellen.

Eine gelungene und optisch sehr interessante Variante zur Aufstellung von Fernseher und Zusatzgeräten ist beispielsweise das AKLAND Designer-TV-Lowboard. Trotz seiner Grösse wirkt es nicht aufdringlich oder störend. In hochglänzendem Weiss lackiert und mit einer integrierten LED-Lichtleiste versehen, kommt dieses Möbelstück sehr futuristisch daher und hat das Zeug zum echten Hingucker im Privatkino.

Bequemes Sitzen ist das A und O



Neben der Unterbringung der Geräte und möglichen Abstellflächen spielt die Frage nach geeigneten Sitzmöbeln wohl die grösste Rolle. Bevor es hier an einen Kauf geht, sollte klar sein, für wie viele Personen das Heimkino eingerichtet werden soll. Unter Berücksichtigung des zur Verfügung stehenden Platzes sollte dabei bedacht werden, dass die Aufstellung der ins Auge gefassten Sessel oder Sofas ausreichende Beinfreiheit und Platz für ein bequemes Zurücklehnen bieten sollte.

Sollen Sessel zum Einsatz kommen, sind Modelle mit Kopf- und Fussstützen ideal. Sofern es das zur Verfügung stehende Budget erlaubt, sind auch neckische Zusatzfunktionen wie Getränkehalter oder klappbare Tischchen auf der Rückseite der vorderen Sitze denkbar. Hinsichtlich des Bezugsstoffes sollten weiche und angenehme Materialien ausgewählt werden, die mit der Farbgebung der Wände und des Bodenbelages harmonieren.

Ist der Kinobereich so weit eingerichtet, geht es ans Dekorieren: Ein paar gemütliche Kissen aus demselben Bezugsstoff wie die Sitzmöbel, eine kleine Popcornmaschine auf einem Beistelltischchen oder zwei bis drei Filmplakate an den Wänden – Möglichkeiten für eine pfiffige Gestaltung gibt es reichlich. Und als Krönung lässt sich noch ein Gong installieren – elektrisch oder manuell. Wenn der ertönt, heisst es „Vorhang auf und Film ab“ im neuen Heimkino!



 

Oberstes Bild: © archideaphoto – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.



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