Raumwunder schaffen – mit intelligent platzierten Spiegeln

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Natürlich: Die Spiegel in unserer Wohnung erfüllen zunächst einen praktischen Zweck. Sie helfen uns beim Ankleiden und der Wahl des richtigen Outfit und geben uns eine letzte Versicherung, dass auch äusserlich alles stimmt, bevor wir unser Haus verlassen.

Darüber hinaus sind Spiegel aber einerseits auch ein wunderbares Gestaltungselement für unsere vier Räume, das beim richtigen Einsatz auf fast magische Art und Weise zur optischen Erweiterung kleiner Räume verhilft. Andererseits können sie grössere Wandflächen auflockern, ohne ihnen die Klarheit zu nehmen und sind abhängig von Form und Rahmung dekorative Accessoires.



Es hängt also von der erwünschten Wirkung ab, für welche Spiegelgrösse, Form und welchen Rahmenstil Sie sich entscheiden. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je schlichter und in der Farbwahl zurückgenommener ein Spiegelrahmen ist, desto eher fügt er sich in die Umgebung ein und kann seine Wirkung als Raumvergrösserer unauffällig entfalten. Je opulenter, farblich kontrastierender und im Design ausgefeilter ein Spiegel ist, desto eher wird er als eigenständiges Objekt wahrgenommen.

Hinsichtlich der Maximierung von Raumgrössen eignen sich grössere, rechteckige Spiegel oder ovale Spiegel mit schlichten, glatten Rahmen am besten, die hängen oder an strategisch günstigen Stellen aufgestellt werden können. Hierfür ist nicht immer ein Standspiegel mit Gestell nötig; auch an der Wand lehnende Spiegel können Wunder wirken. Besonders bei ausladenden Rahmungen mit vielen Ornamenten bricht so eine Anlehnung den musealen Akzent und lässt die Inszenierung mit einer spielerischen, improvisierten Geste leicht und zwanglos wirken.

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Die Grösse ist dabei entscheidend. (Bild: Photographee.eu / shutterstock.com)

Die Grösse ist dabei entscheidend: Der Ausschnitt sollte immer ein umfassenden Eindruck des gesamten Raumes wiedergeben, um einen psychologischen Effekt zu haben. Kleinere Spiegel, die nur Details reflektieren, werden eher als Bilder wahrgenommen. Gerade bei langen Raum-“Schläuchen” wie etwa Fluren kann ein hoher Spiegel mit edlem, aber reduziertem Holzrahmen für eine optische Verbreiterung sorgen. Am besten wird diese Wirkung durch eine Hängung an der Längsseite zwischen zwei Türen erzielt.



Soll mehr Helligkeit erreicht werden, sind alle Spiegel gut geeignet. Besonders effektiv können hier auch ganze Spiegelfronten aus verschieden grossen, gern auch stilistisch unterschiedlichen Einzelspiegeln in der sogenannten “Petersburger Hängung”, also dicht bei-, über- und untereinander, sein. Entscheidend ist dann nur, dass alle Spiegel das Licht der Lichtquelle, also des Fensters oder der zentralen Zimmerbeleuchtung, direkt reflektieren können. Hat ein Raum keine eigene Lichtquelle, wie dies oft bei Fluren der Fall ist, sollten die Spiegel gegenüber der Tür hängen, die hauptsächlich offen stehen kann.



Wenn Wände angestrichen oder tapeziert sind, ist eine sorgfältige Auswahl des Rahmens besonders wichtig, um einen harmonischen Gesamteindruck zu erzielen. Vor weissen oder hellen Wänden nehmen sich dunklere Holzrahmen oder goldene Einrahmungen edel aus. Silber und weiss passen zu fast allen gemusterten Tapeten und auf kräftigen Farben.

Wer sich für Feng Shui als innenarchitektonische Leitlinie oder einfach Inspiration für beruhigende, erdende Räume interessiert, kommt ebenfalls an der bewussten Gestaltung des Raumklimas mit Spiegeln nicht vorbei. Denn reflektierende Flächen – neben Spiegeln auch Gläser oder glänzende Oberflächen – spielen als Chi-Anregung eine grosse Rolle in dieser asiatischen Kunst der Umgebungsgestaltung. Spiegel können den Fluss der Lebensenergie in die richtigen Ecken und Bahnen lenken und einen Blick in den “Raum im Rücken” ermöglichen, was im Feng Shui Sicherheit und Geborgensein ermöglicht. Wichtig ist dabei, Spiegel zu wählen, deren Design ebenfalls eine ausgleichende Wirkung haben – ein zu auffallender, bunter Rahmen lenkt ab. Besonders harmonisch sind ovale Spiegel, da sie die unendliche Wiederkehr der Energie symbolisieren können.



Zuviel Harmonie muss auch nicht immer sein. Gerade Spiegel eignen sich ausgezeichnet, um homogene Wohnstile ironisch zu brechen und einen humorvollen Touch einzubringen. Besonders gut funktioniert dies in eher puristischen Einrichtungen, deren wohltuende Geradlinigkeit im Kontrast zu einem barock in silber oder gold gerahmten, mittig platzierten Spiegel nochmals extra betont wird. Allerdings funktioniert dies nur, wenn der Spiegel genug Raumfläche hat, um seine visuelle Wirkung zu entfalten.

Auch kleine, aussagekräftige Stillleben lassen sich mit Spiegeln wunderbar realisieren; etwa wenn sie auf Augenhöhe inmitten einer Galerie von Familienbildern platziert werden und so den Betrachter zum integralen Teil des Stammbaums werden lassen. Kerzen vor auf Kommoden oder Sideboards aufgestellten Spiegeln schenken ein besonders warmes Licht und wirken gerade in dunklen Monaten anheimelnd und gemütlich. Ähnliche Arrangements eignen sich ausserdem hervorragend, um auch die Rückseite von Skulpturen oder rundherum schön gestalteten Dekorationselementen zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Sorgen Sie dann allerdings dafür, dass der Gegenstand genug optischen Abstand zum Spiegel hat, um auch einen entsprechenden Einblick zu gewähren.

Übrigens: Gerade Unternehmer scheuen oft davor zurück, Spiegel in Firmenräumen aufzuhängen – schliesslich gibt es Entscheidenderes zu tun, als sich in das eigene Spiegelbild zu versenken. Tatsache ist aber, dass gerade Besucher wie Kunden oder Geschäftspartner einen Spiegel im Eingangsbereich als zusätzliche Serviceleistung wahrnehmen, um vor dem Termin oder Gespräch noch einen prüfenden Blick auf sich selbst werfen zu können. Dafür eignen sich natürlich schlichte Spiegel gut; aber auch ausgefallene Modelle können ein überzeugendes Design-Statement sein, das viel über die Stilsicherheit des Unternehmens aussagt. 



 

Oberstes Bild: © Photographee.eu – shutterstock.com



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