Teppich, Laminat & Co: Der richtige Bodenbelag für Wohnzimmer

15.08.2014 |  Von  |  Wohnzimmer

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Freundliche Wandfarben und stilvolle Möbel sind die wichtigsten Komponenten für ein gemütliches Wohnzimmer. Doch erst mit dem richtigen Bodenbelag kommt das Gesamtambiente des Raumes vollständig zur Geltung.

Laminat, das zu den Möbeln passt



Bei der Einrichtung von Eigenheim oder Wohnung denken viele zunächst an geeignete Wandfarben, Tapeten und vor allem die passenden Möbel. Bevor aber mit dem Einzug begonnen werden kann, muss der Boden hergerichtet werden, auf dem Sofa, Esstisch & Co. später stehen sollen. Daher wird schnell auch die Frage nach einem sinnvollen Bodenbelag im Raum stehen. Zählte früher Parkett zum Nonplusultra nobler Wohnräume, gehört heute vor allem Laminat zu den gefragtesten Varianten der Bodengestaltung.

Das umfangreiche Sortiment lässt hier so gut wie keine Wünsche offen und bietet neben Nachbildungen vieler einheimischer sowie exotischer Hölzer auch Oberflächen, die Fliesen oder Marmor nachempfunden sind. Bei der Auswahl sollten die zur Verfügung stehenden oder zum Einsatz kommenden Möbel im Hinterkopf behalten werden – hier muss alles harmonisch zueinander passen. Damit die Oberflächen nicht schnell mit Kratzern übersät sind, ist eine gute Qualität ausserordentlich wichtig. Daher gilt: Finger weg von billigem Laminat! Im Internet finden sich Testberichte unterschiedlicher Hersteller und Anbieter, die bei einer Kaufentscheidung eine gute Hilfe sein können.

Exzellente Optik und Langlebigkeit

Doch nicht in jedem Falle ist Laminat die beste Lösung. Wer grossen Wert auf Geräuschdämmung legt oder ein Freund von weichen Böden ist, wird eher zu textiler Auslegeware tendieren. Das Angebot in diesem Segment ist schier unerschöpflich, fast alle denkbaren Farbvarianten und Strukturen sind erhältlich. Wichtig sind bei der Kaufentscheidung vor allem zwei Dinge: Die Auslegeware muss in Farbe und Stil mit den jeweiligen Möbeln gut harmonieren und das verwendete Material sollte eine hohe Qualität aufweisen. So kann zugleich das beste optische Ergebnis erzielt und ferner eine Langlebigkeit gewährleistet werden.



Hinsichtlich der Verlegung kann auf Hilfe professioneller Fussbodenverleger zurückgegriffen oder die Sache selbst in Angriff genommen werden. Mit dem richtigen Teppichmesser, einer präzisen Ausmessung und geeignetem Klebematerial ist die Auslegung eines Wohnzimmers nicht sehr schwierig.





Klassische Teppiche. (Bild: srgktk / Shutterstock.com)

Klassische Teppiche. (Bild: srgktk / Shutterstock.com)




Klassische Teppiche und PVC-Beläge

Früher sehr gefragt und auch heute noch ein gute Möglichkeit, edle Wohnzimmer auszugestalten, ist ein echter Teppich. Ausgelegt auf Parkett oder Laminat passt er oft hervorragend zur klassischen Inneneinrichtung mit rustikalen Möbeln. Doch auch ein mit modernen Möbeln ausgestattetes Wohnzimmer kann durch Verwendung eines Teppichs mit frischem Design in knalligen Farben an Ausdruck gewinnen.

Ein nicht zu vernachlässigender Vorzug eines “echten” Teppichs ist seine verhältnismässig einfache Reinigung. Mit zumeist geringem Aufwand lässt er sich aus dem Haus bringen und im Freien – vielleicht sogar auf der guten alten Klopfstange – mittels eines Teppichklopfers vom Staub befreien. Alternativ können viele Teppiche auch in eine spezielle Reinigung gebracht werden und kommen sodann in strahlender Frische zurück zu ihren Besitzern.

Neben textiler Auslegeware und Teppichböden kommen – vor allem in Fluren, Küchen oder auch in Kinderzimmern – oft auch PVC-Bodenbeläge zum Einsatz. Ein grosser Vorteil ist hier die zumeist bessere Verträglichkeit bei allergiegeplagten Personen. PVC-Bodenbeläge können nass gewischt und müssen nicht gesaugt werden. Dadurch wird ein Aufwirbeln von Hausstaub vermieden, was bei Betroffenen vielfach zu Problemen führen würde.

Auf Schadstoffbelastungen achten

Textile Bodenbeläge, Teppiche oder PVC-Böden – auf jeden Fall sollte vor einem Kauf auf die Schadstoffspezifikation geachtet werden. Selbst Naturfasermaterialen wie Jute oder Sisal und sogar Schurwolle können schadstoffbelastet sein. Da beispielsweise Schurwolle extrem anfällig für Mottenbefall ist, wird sie während der Lagerung und des Transports oftmals mit entsprechenden chemischen Schutzmitteln imprägniert – und die sind mitunter hochgradig mit Schadstoffen angereichert.

Bei Jute, Sisal oder Kokosfaser kann eine Belastung möglicherweise während des Anbaus der jeweiligen Pflanzen auftreten und sich im verwendeten Rohstoff festsetzen. Aus diesem Grund ist die Prüfung der Schadstoffeinstufung dringend anzuraten. Informationen hierzu sind entweder auf dem Etikett im Möbelladen zu finden oder sollten sich bei einem Online-Kauf aus der Produktbeschreibung ersehen lassen. Im Zweifelsfall oder bei fehlenden Angaben ist es ratsam, den Verkäufer um detaillierte Informationen zu bitten. So lassen sich Ärger und Probleme im Vorfeld vermeiden.

Den Vermieter fragen

Neben der Schadstoffbelastung sollte auch die Eignung des anvisierten Bodenbelags für eine eventuell vorhandene Fussbodenheizung geprüft werden. Nicht jede Auslegeware und nicht jeder PVC-Belag kommt hierfür infrage. Es ist daher ratsam, auch diesen Punkt vor einem beabsichtigen Kauf genau zu prüfen und sich eingehend beraten zu lassen. Doch egal, welcher Bodenbelag letztlich zum Einsatz kommt – eine Sache sollte unbedingt beachtet werden: Bei Mietwohnungen darf Laminat nur mit Zustimmung des Vermieters verlegt werden und bei textilen Bodenbelägen ist in aller Regel lediglich eine Verklebung mit doppelseitigem Teppichklebeband zulässig.

Wer diese Hinweise berücksichtigt, auf eine stimmige Auswahl des Materials achtet und sich vor dem Kauf hinsichtlich der Schadstofffreiheit und gegebenenfalls einer Fussbodenheizungstauglichkeit eingehend informiert, wird viel Freude am neuen Bodenbelag haben.



 

Oberstes Bild: © zYarikz – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


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