Wie richte ich eine Bar ein? Hilfreiche Tipps für zukünftige Gastronomen

04.09.2014 |  Von  |  Bar
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Wie richte ich eine Bar ein? Hilfreiche Tipps für zukünftige Gastronomen
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Wer sich eine Bar einrichten möchte, steht zunächst vor der Frage, wie man diese ausstattet und welche Möglichkeiten der Raumgestaltung es gibt. Man unterscheidet bei der Auswahl der Möblierung natürlich zwischen einer Hausbar, die sich in einem Extra-Raum oder im Keller befindet, und einer gewerblichen Bar für selbstständige Gründer in der Gastronomie, da man hier natürlich mehr auf die Vorlieben der Gäste als auf die eigenen eingehen muss.

Wir beschränken uns hier auf die gewerbliche Bar, da man sich als Hobby-Gastwirt trotzdem von den „Grossen“ inspirieren lassen kann. Wichtig bei der Auswahl der Einrichtung ist, dass man sich auch immer ein Stück weit an die Kultur des Standortes anpasst. Mit diesem Artikel wollen wir Ihnen einige Tipps geben, wie Sie eine Bar sinnvoll und praktisch einrichten.



Welche Möbel brauche ich für eine Bar?

Theke/Bar:
Das Herzstück einer jeden Bar ist die Theke. Hier finden die Gäste Platz für Gespräche und bestellen die Getränke. Aus diesem Grunde sollte die Theke immer zentral bzw. gut erreichbar aufgestellt sein. Theken gibt es als fertiges Möbelstück zu kaufen. Die andere Alternative wäre, sie sich von einem Schreiner anfertigen zu lassen. Dies ist natürlich mit erheblichen Mehrkosten verbunden, sorgt aber für einen deutlichen Vorsprung an Individualität.
Theken sollten immer viel Stauraum bzw. Kühlfächer besitzen, die sich für den Gast verborgen unterhalb der Arbeitsfläche befinden. Vom Material her sind Ihren Wünschen nahezu keine Grenzen gesetzt, denn von Glas über Metall bis hin zu Holz in Klavierlackoptik ist alles verfügbar, was das Herz begehrt.

Regale/Thekenrückseite:
Um alle Getränke, die man beispielsweise zum Mixen von Cocktails benötigt, verstauen zu können, sollte sich im Hintergrund der Theke ein Regal oder eine spezielle Vorrichtung für die Flaschen befinden. Diese lässt sich sehr gut in das Design der Theke bzw. die Thematik der ganzen Bar integrieren. Die Rückwand des Regals kann man zum Beispiel mit Spiegeln versehen, was einen schönen Effekt mit sich bringt. Lichtspiele werden hiervon reflektiert und der Raum wirkt gleichzeitig grösser. Baut man zusätzlich LED-Stripes in die Regale ein, erzielt man weitere schöne Lichteffekte.

Tische/Stühle/Hocker:
Die Auswahl der Sitzmöglichkeiten für die Gäste ist sehr gross. Bei der Auswahl der Hocker und Stühle ist man einer nahezu ungreifbaren Vielfalt gegenübergestellt. Wichtig ist, dass man bei der Auswahl auf eine einheitliche Linie achtet und die Sitzmöblierung an den Stil der Bar anpasst. Das Gesamtbild, welches dem Besucher entgegentritt, wenn er zum ersten Mal in die Bar kommt, soll absolut stimmig sein und eine Atmosphäre besitzen, die einladend ist. Viele Bars haben Hocker an der Theke und im restlichen Bereich gemütliche Sitzecken, deren Stile von rustikal über modern verspielt bis hin zu einem edlen Lounge-Look reichen.





Die Dekoration ist bei vielen Bars der Knackpunkt. (Bild: Keith Tarrier / Shutterstock.com)

Die Dekoration ist bei vielen Bars der Knackpunkt. (Bild: Keith Tarrier / Shutterstock.com)

Dekoration:
Die Dekoration ist bei vielen Bars der Knackpunkt. Manchmal ist gut gemeint eben nicht gut gemacht. Stilvolle Akzente sollte man selbstverständlich setzen, doch man läuft schnell Gefahr, die Bar zu überfrachten. Sobald die Dekoration vom Gast als unaufgeräumt empfunden wird, sollte man sich überlegen, ob man nicht etwas am Konzept ändern möchte. Je nachdem, welche Thematik die Bar hat, kann man sich dementsprechend dezent an eine perfekte Dekoration herantasten. Die Faustregel ist: Nimmt die Dekoration mehr Platz ein als der Gast, hat man etwas falsch gemacht.



Hier finden Sie eine Übersicht über verschiedene Dekorationsstile und die dafür nötigen Accessoires:

– Fifties: Accessoires wie Kleider und Autos aus den 50ern, Blechschilder von Cola und Pepsi, Kellner mit Buddy-Holly-Frisuren und Hornbrillen, Kellnerinnen im Marilyn-Monroe-Look usw.



– Route 66: Accessoires aus der Welt der Autos und Motorräder, Amerika-Flaggen, Kakteen, Bilder von Wüste und Adlern, Kellner im „Born to be Wild“-Look usw.

  • Rock ’n‘ Roll: Gitarren an der Wand, Plattencover von Klassikern als dezente Dekoration, alte Werbeplakate für Whiskey, Tourneeplakate von Bands aus den 70ern und 80ern usw.
  • Miami: Palmen, Neonlicht, „Miami Vice“-Atmosphäre, Kellner mit weissen Hosen und Lederslippern, 80er-Jahre-Schulterpolster usw.
  • Lounge: gemütliche moderne Sessel und Rundecken, verspielte, aber indirekte Beleuchtung, Sitzplätze als Separee mit Intimsphäre usw.
  • Hawaii: Palmen, Sand, Bambusmatten, Kokosnüsse, Bananen usw. Jeder Gast bekommt eine Blumenkette um den Hals gelegt, es gibt Cocktails und Smoothies
  • New York: Piano in die Bar stellen, Bilder der Skyline Manhattans, Accesoires von Football-Teams aufhängen usw.

Sollte ich für meine Bar einen Innendekorateur engagieren oder selbst Hand anlegen?

Diese Frage ist schwer zu beantworten, denn wenn man handwerklich begabt ist und neben der Planung der Bar auch noch genug Zeit hat, sich selbst zu verwirklichen, kann man viele der anfallenden Arbeiten natürlich selbst durchführen. Wichtig ist, dass man sich nicht übernimmt, denn ansonsten leidet die Qualität der Einrichtung unter der Überforderung. Ein Innendekorateur kann in diesem Fall durchaus sinnvoll sein. Wir hoffen, Ihnen einige anregende Tipps gegeben zu haben, und wünschen Ihnen viel Spass und Erfolg mit Ihrem Projekt.



 

Oberstes Bild: © Laura Stone – Shutterstock.com


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