5 Fehler, die Sie beim Einrichten Ihres Arbeitszimmers umgehen sollten

04.06.2014 |  Von  |  Büro
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5 Fehler, die Sie beim Einrichten Ihres Arbeitszimmers umgehen sollten
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Egal, ob Sie als Freiberufler nur noch online vom Home Office aus arbeiten oder sich ein Büro ausserhalb der eigenen vier Wände eingerichtet haben: Sie verbringen auf jeden Fall einen substanziellen Teil Ihrer Lebenszeit dort. Da können sich minderwertiges Mobiliar, falsche Kombinationen der einzelnen Möbel oder einfach eine Fehleinschätzung der eigenen Arbeitsweise schnell in fehlhaltungsbedingten Schmerzen ausdrücken. Wir haben Ihnen fünf Fehler zusammengestellt, die im eigenen Arbeitszimmer tabu sein sollten – und dabei einfach vermeidbar sind.

1. Sie unterschätzen die Arbeitszeit am häuslichen Schreibtisch

Dies gilt vor allem, wenn Sie eigentlich ausser Haus arbeiten und den häuslichen Schreibtisch „nur“ für eventuell anfallende Restarbeiten vorgesehen haben. Dann scheint ein teures Modell nicht wirklich nötig zu sein – eigentlich reicht doch der alte PC-Tisch vollkommen aus, der sich aufgrund einer verkanteten Schraube allerdings auch nicht mehr auf Ihre Höhe (statt der Ihres heranwachsenden Sohnes) einstellen lässt.




Wundern Sie sich in diesem Fall nicht über anhaltende Nacken- oder Kreuzschmerzen. Vor allem Selbstständige nämlich unterschätzen die Anzahl ihrer zu Hause verbrachten Arbeitsstunden meist enorm. Führen Sie einfach mal Buch. Wenn Sie pro Woche mehr als fünf Stunden mit „Heimarbeit“ verbringen, haben Sie faktisch ein Home Office und es ist Zeit für eine anständige Büroausstattung.

2. Sie lassen sich schnell blenden

Blendendes Licht während der Arbeit ist ein echtes Tabu – egal aus welcher Quelle es stammt. Ob Sonnenlicht durch Fensterscheiben oder künstliche Lichtbestrahlung: Die Lichtquellen sollten immer hinter Ihnen liegen und den Arbeitsplatz aus Ihrem Rücken beleuchten. Auch Ihr PC sollte Ihnen Ihre Arbeit zeigen und nicht Ihr Spiegelbild. Nicht nur, dass blendendes Licht den Augen schadet und Sie aus der Konzentration reisst. Ihr Körper versucht der Störung auch permanent unbewusst auszuweichen. Das kann zu Nacken- und Schulterverspannungen und sogar Kopfweh führen.

Achten Sie auf eine ausreichend helle Beleuchtung von einer leicht streuenden Schreibtischlampe; zu punktuelle Aufhellungen mit scharfem Hell-dunkel-Kontrast sind ebenfalls ungünstig. Stellen Sie Ihren Schreibtisch im rechten Winkel zum Fenster, falls möglich. Schaffen Sie Schattierungsmöglichkeiten, die dennoch Tageslicht durchlassen, wie einstellbare Jalousien oder leichte Vorhänge.

3. Sie sitzen falsch

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Ein hochwertiger Stuhl ist das A und O einer ergonomischen Büroausstattung. Machen Sie keinesfalls den Fehler, hier zu sparen. Die dabei entstehenden orthopädischen Probleme können gravierend und irreversibel sein – und Sie dauerhaft sehr viel teurer zu stehen kommen als die Anschaffungskosten. Lassen Sie sich Zeit mit der Recherche; probieren Sie verschiedene Varianten aus. Passen Sie bestenfalls Stuhl und Schreibtisch einander an.




In jedem Fall sollten sowohl die Sitzhöhe als auch die Armlehnen bequem verstellbar und die Rückenlehne beweglich genug sein, um ein dynamisches Sitzen mit vielen Positionsveränderungen zu unterstützen. Achten Sie bei der Einstellung darauf, dass Unter- und Oberschenkel einen rechten Winkel bilden, wenn Sie sich niederlassen.

4. Ihr Schreibtisch ist unbeweglich und farblich ungünstig




Bei der Auswahl der Büromöbel wird oft davon ausgegangen, dass zwar der Bürostuhl flexibel sein müsse, der Schreibtisch aber notwendigerweise starr sei. Das Gegenteil ist richtig: Gute Schreibtische lassen sich in unterschiedlicher Weise auf ihre Nutzer einstellen, sowohl in der Höhe als auch in der Neigung der Tischplatte. Nehmen Sie diese Einstellungen allerdings erst vor, wenn Sie den Bürostuhl für sich optimal justiert haben. Die Faustregel lautet: Wenn Sie Ihren Unterarm mit der Handfläche nach unten auf den Tisch legen, sollte der Oberarm sich im rechten Winkel dazu befinden.

Ebenfalls oft ignoriert: die Wahl der geeigneten Schreibtischoberfläche. Wählen Sie möglichst kein Glas. Auch hier findet oft eine unbewusste Vermeidungsreaktion des Armes statt, mit dem kalten Material in Berührung zu kommen. In der Folge spannen Sie konstant Ihre Muskeln leicht an, was Verspannungen nach sich zieht. Zu helle und reflektierende Oberflächen wiederum werfen das Licht zurück und blenden (siehe Punkt 2), selbst wenn die Lichtquelle selbst hinter Ihnen liegt. Wählen Sie stattdessen warme, neutrale Farben oder Holz als Oberflächenmaterial.

Zu Hause mit dem Laptop arbeiten. (Bild: vasabii / Shutterstock.com)

Zu Hause mit dem Laptop arbeiten. (Bild: vasabii / Shutterstock.com)

5. Sie arbeiten zu Hause mit dem Laptop weiter




Dies ist ein absolutes No-go, das aber von 90 % aller Freiberufler geflissentlich ignoriert wird. Optimal ist Ihr Verhältnis zum Bildschirm nämlich, wenn das Display etwa 50 Zentimeter von Ihrem Gesicht entfernt auf Augenhöhe platziert wird. Dafür bedarf es eines ausreichend grossen Monitors, den vor allem Tablets und Netbooks einfach nicht bieten.




Hinzu kommt noch die falsche Armhaltung beim Arbeiten am tragbaren Gerät: Die Arme „hängen“ in der Luft, statt abgelegt zu sein und per Maus den Cursor zu steuern. Die Konsequenz: Eine konstante Reizung der Gelenke bis hin zur Sehnenscheidenentzündung – der berühmte Tennisarm ist eigentlich längst zum Laptop-Arm geworden, wie Orthopäden bestätigen.

Natürlich ist die Versuchung dennoch gross, schliesslich müssen sonst täglich Daten von einem zum anderen Gerät transferiert werden. Aber lieber investieren Sie in eine Cloud-Lösung und einen Home-PC, als langfristig Augenschäden und Kopfschmerzen zu riskieren. Alternativ schliessen Sie zu Hause Monitor, Tastatur und Maus an Ihren tragbaren Begleiter an.

 

Oberstes Bild: © wavebreakmedia – Shutterstock.com


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