Aktuelle Küchentrends – wie sieht die moderne Küche aus?

04.07.2014 |  Von  |  Allgemein, Esszimmer
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Moderne Küchen werden – wie auch die Inneneinrichtung generell – stark von aktuellen Trends beeinflusst. Was ist derzeit angesagt? Ein Überblick über aktuelle Tendenzen in Sachen zeitgemässer Kücheneinrichtung.

Bei modernen Küchen sind derzeit vor allem Naturmaterialien, hier vor allem edles Holz, ferner innovative und ergonomische Oberflächen sowie Systeme mit flexiblen Grundrissen gefragt – damit nicht nur das Essen, sondern auch das Kochen Spass macht. Dabei spiegelt die Entwicklung der Küchen den generellen Einrichtungstrend wider: der Wunsch nach Nachhaltigkeit sowie der Verwendung natürlicher Materialien. Im gleichen Ausmass, wie sich Massivholzmöbel in Schweizer Haushalten ungebrochener Beliebtheit erfreuen, sind auch Küchenfronten und Arbeitsplatten aus edlem Massivholz aktuell. Auch Arbeitsplatten aus Naturstein sind gern gesehen, neben dem natürlichen Ursprung und der edlen Formgebung gibt hier wohl die Pflegeleichtigkeit des Materials den Ausschlag.

Kalte Metallflächen hingegen treten in Schweizer Küchen zunehmend den Rückzug an. Bei der Farbgebung setzen sich eher Blasstöne durch, kräftige Farben sind bei Küchen zumindest im Moment nicht en vogue.

Ein wichtiges Element einer modernen Küche stellt die Arbeitsinsel dar, entweder mit oder ohne Verbindung zur Küchenzeile. Derartige Inselelemente beginnen sich in Schweizer Küchen allerdings nur langsam durchzusetzen, sie können hierzulande bei Weitem nicht auf jene Tradition zurückblicken, welche sie etwa in US-amerikanischen Küchen aufweisen. Ungeachtet dessen stehen sie mit ihren angenehm hohen Arbeitsplatten, die ermüdungsfreie Schneid-, Schäl- und Kochtätigkeiten ermöglichen, wie kein anderes Element für Modernität und Flexibilität im Küchenbereich.




Komfort beginnt mit Platz – auch in der Küche




Die Gestaltung moderner Küchen zeigt deutlich, worauf es ankommt: ein grosses Platzangebot, welches allerdings optimal genutzt werden will. Schliesslich sind in einer zeitgemässen Küche einige Dinge unterzubringen. Küchengeräte sind meist zahlreich vorhanden, die steigende Zahl an Funktionalitäten bewirkt überdies eine Zunahme des Geräteumfangs. Auch der Platzbedarf zur Verrichtung von Koch- und Vorbereitungsarbeiten ist gestiegen. Wurde in Grossmutters Küche der Schnittlauch einfach auf einem über dem Abwaschbecken platzierten Schneidbrett geschnitten, so kommen derartige Arbeitstechniken für einen modernen Kochprofi keinesfalls infrage.

In der fortschrittlichen Küche finden sich daher grossflächige Arbeitsplatten, ideal auch zum Ausbreiten aller benötigten Zutaten. Da heute kein Mensch mehr über eine Speisekammer verfügt, in der man Lebensmittel und so manches andere aufbewahren könnte, entsteht auch ein zunehmender Bedarf an Stauraum. Dieser wird in der modernen Küche optimal genutzt. Der Zugriff auf verstaute Geräte und Lebensmittel soll überdies bequem und schnell möglich sein. Omas Hängeschrank mit Türen, wo die hinten verstauten Dinge so schwer erreicht werden konnten, ist jedenfalls längst passé. Heute rollt in einer Küche, die etwas auf sich hält, der Schrankinhalt lautlos und wie von selbst heraus.




Auch die Lichtverhältnisse spielen in einem zeitgemässen Kochstudio eine wichtige Rolle. Ausreichendes natürliches Licht ist optimal, wobei direkte Sonneneinstrahlung aufgrund der Blendwirkung vermieden werden sollte, auch ist Sonnenwärme vielen Lebensmitteln nicht zuträglich. Dringend zu empfehlen sind Lichtquellen, welche den Kochplatz (Herd) sowie den Schneid- bzw. Anrichteplatz direkt beleuchten. Sie sollten nicht blenden und frontal angebracht sein, um zu verhindern, dass der Lichtstrahl durch Hände oder Geräte abgeschirmt wird. Zusätzlich können mit kleinen, versteckt in Fussleisten oder unter Hängeschränken angebrachten Lichtquellen optische Akzente gesetzt werden.

Die Wohnküche – Ort der Begegnung. (Bild: Det-anan / Shutterstock.com)

Die Wohnküche – Ort der Begegnung. (Bild: Det-anan / Shutterstock.com)





Die Wohnküche – Ort der Begegnung

Der Trend zur Wohnküche ist seit längerer Zeit nicht nur in der Schweiz unübersehbar. Kein Wunder, denn sie bietet einige Vorteile, fördert sie doch Kommunikation und Geselligkeit. Gespräche mit Familienmitgliedern können geführt werden, ohne die Kochtätigkeit unterbrechen zu müssen. Dies ist besonders angenehm, wenn wir Gäste haben; so können wir mit ihnen plaudern, während wir den nächsten Gang vorbereiten. Auch die Beaufsichtigung im Wohnbereich spielender Kinder ist von der offenen Küche aus leicht möglich. Darüber hinaus vergrössert eine offene Wohnküche durch den Wegfall der Trennwände den Wohnbereich. Die Tradition, Räume einer bestimmten Tätigkeit zu widmen, beginnt sich aufzulösen, der Übergang zwischen Kochen, Essen, Lesen und Fernsehen wird fliessend.

Bei der Planung einer Küche, welche in offener Verbindung zu einem Wohnraum steht, ist, wie bei einer geschlossenen Küche auch, zunächst einmal die vorhandene räumliche Situation ausschlaggebend. Wenn Sie also ein Haus bauen, denken Sie daran, die Küchengestaltung von Beginn an in die Planung mit einzubeziehen. So werden die Anschlüsse für Strom, Gas und Wasser gleich an den richtigen Stellen installiert. Bei der Gestaltung einer Wohnküche im Zuge des Umbaus einer bestehenden Küche ist zunächst eine offene Raumsituation herzustellen, ehe die Detailplanung erfolgen kann. Meist lassen sich vorhandene Wände ohne viel Aufwand entfernen oder zumindest teilweise öffnen, ein Architekt kann hier mit Sicherheit wertvolle Ratschläge geben.




Quo vadis, moderne Küche?

Moderne Küchen werden sich in Zukunft immer mehr von kleinteiligen und einengenden Grundrissen sowie starren Formvorgaben verabschieden. Erlaubt ist, was gefällt und zweckmässig ist. Denn das Kochen vollzieht allmählich die Wandlung von einer zweckgebundenen Notwendigkeit zum inszenierten Vergnügen. Es macht einfach Spass, gemeinsam mit der Familie oder mit Freunden zu kochen!

 

Oberstes Bild: © AnnaIA – Shutterstock.com


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