Bienvenu à la maison! – Mit französischem Wohnstil leben

18.08.2014 |  Von  |  Allgemein
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Bienvenu à la maison! – Mit französischem Wohnstil leben
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„Bienvenu à la maison – Herzlich willkommen zu Hause!“ Wer Frankreich und die französische Lebensart mag, möchte nicht selten seine Wohnung oder sein Haus entsprechend gestalten und das attraktive Flair des Nachbarlandes in seine eigenen vier Wände holen. Mit ein paar Tipps und Tricks ist das nicht schwer.

Von allem ein bisschen

Eines vorweg: Der französische Wohnstil ist ausserordentlich vielseitig. Er reicht vom mediterranen Charme des Südens bis zum maritim-rauen Stil der Bretagne im Westen des Landes, vom üppigen Interieur der Schlösser und Landsitze bis zur urbanen Leichtigkeit vieler Pariser Stadtwohnungen.

Wird über die Einrichtung einer Wohnung oder eines Hauses im französischen Stil nachgedacht, findet sich letztlich zumeist ein Mix: Von allem ein bisschen. Und warum auch nicht? So macht beispielsweise eine Wand- und/oder Bodengestaltung im dezenten Lila Eindruck und schafft sofort eine behagliche Stimmung. Vorbild sind hier die riesigen Lavendelfelder der Provence, die dort weite Landesteile überziehen und ihren unvergleichlichen Duft verströmen. Passend zu entsprechenden Tapeten oder Wandfarben können auch Sofakissen, Vorhänge oder Vasen interessante Akzente in derartig gestalteten Zimmern setzen. Und mit einer Lavendel-Duftkerze als besonderem Accessoire fühlt man sich schon fast wie in Südfrankreich.

Passende Möbel für französischen Charme

Neben der Wandgestaltung und vor der Auswahl stimmiger Accessoires stellt sich natürlich die Frage nach geeigneten Möbeln, die diesem besonderen Einrichtungsstil am besten gerecht werden und französischen Charme widerspiegeln.

In erster Linie gilt: Weniger grosse Kombimöbel als vielmehr edle Einzelstücke. So passt beispielsweise eine Wohnwand in aller Regel nicht zu einer solchen Einrichtung, dafür aber Kommoden im Antik-Look, ein dunkler Holzschrank oder ein entsprechendes Sideboard mit filigranen Verzierungen.




Ebenso wenig wie klobige Möbelstücke finden sich in französischen Wohnungen ausgedehnte Sofalandschaften. Auch hier wird vor allem auf Einzelmöbel gesetzt: Hübsche, nicht allzu wuchtige Sessel, Hocker und ein kuscheliger Chaiselongue. Als Bezug für die Sitzmöbel kommt Leder, vor allem aber auch ein zur Raumfarbe passender Samtstoff in Frage. Und schliesslich lässt sich auch mit passenden Bistrostühlen ein Hauch von Paris in die eigenen vier Wände holen.

Im Landhausstil der französischen Atlantikküste

Neben dem eher städtischen und mitunter für manche Geschmäcker ein wenig biederem Pariser Chic ist auch eine Gestaltung denkbar, die sich am klassischen Landhausstil orientiert und vor allem die Einrichtung von Häusern an der französischen Atlantikküste zum Vorbild nimmt. Hier sind zumeist Möbel aus robusten, bodenständigen Materialen zu finden. Gerade dunkles, erdiges Holz spielt in dieser Region beim Interieur eine bedeutende Rolle.

Übrigens: Die Wandgestaltung in dieser Region ist eher schlicht und einfarbig hell. So findet man oft weiss gekalkte Wände ohne Tapeten oder Holzverkleidung. Für Vorhänge kommen besonders Pastelltöne in Frage, die einem so eingerichteten Zimmer die gewünschte authentische Atmosphäre verleihen.




Mit Kreativität zum Erfolg

Ob Pariser Stil oder Lebensart der Bretagne bleibt letztlich vor allem eine Geschmacksfrage. Wichtig ist, dass alle Einrichtungsgegenstände zueinander passen und auch mit den Wand- und Bodenfarben harmonieren. Vor allem sollten keine hypermodernen Möbel in derartige Wohnensembles eingebracht werden, da sie einen klaren Stilbruch erzeugen würden, der optisch nicht ohne Schaden für den Gesamteindruck bleibt. Insofern gilt es, möglichst auch technische Geräte wie den Fernseher, die HiFi-Anlage, Video- und DVD-Player geschickt ins Möbel- und Einrichtungskonzept zu integrieren und so dezent wie möglich unterzubringen.

Oft ist hier ein bisschen Kreativität und Experimentieren gefragt, bis eine Ideallösung gefunden wird. So könnte ein TV-Gerät beispielsweise in einer Kommode verschwinden, die nur zu den Fernsehstunden ihre Türen öffnet. Und wer ohnehin eine Neuausstattung plant, kann statt einer Stereoanlage nach herkömmlichem Muster auch auf ein Modell im Retro-Stil zurückgreifen.






Eifelturm. (Bild: meunierd / Shutterstock.com)

Eifelturm. (Bild: meunierd / Shutterstock.com)

Ein Blick zum Eifelturm

Noch einmal zurück zu den Accessoires. Erst mit passenden Deko-Elementen wird die Gestaltung einer Wohnung oder eines Hauses im Charme des „Savoir-vivre“, des typisch französischen Lebensgefühls, perfekt.

Wir wäre es beispielsweise mit einem grossflächigen Wandbild vom Eifelturm? Geschickt angestrahlt und in Szene gesetzt, kann es fast wie ein Fenster wirken und den Eindruck verstärken, sich mitten in der Seine-Metropole zu befinden.

Neben attraktiven Wandbildern gehören auch grosse Spiegel, buntes Porzellan und nicht zuletzt passende Weinregale zu den unverzichtbaren Accessoires einer Wohnung im französischen Stil.




Insbesondere mit den Spiegeln lassen sich interessante Effekte erzielen. Wird zum Beispiel ein breites und aufwändig verziertes Exemplar über dem Chaiselongue angebracht, wirkt dies nicht nur edel, es entsteht auch das Gefühl einer besonderen Raumtiefe.




Vive la France auch auf Terrasse oder Balkon

Wer den französischen Wohnstil auch auf den Aussenbereich seines Hauses ausdehnen möchte, kann auf Terrasse oder Balkon beispielsweise einen Bistrotisch mit passenden Stühlen aufstellen. Werden die Wände dann noch in Flieder oder Rosé gestrichen und pfiffige Dekorationen wie eine Bistro-Wanduhr oder ein Windlichthalter angebracht, wird auch die Zeit im Freien zu einem Traum vom Urlaub in Frankreich.

 

Oberstes Bild: © Artazum and Iriana Shiyan – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


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