Bodengestaltung im neuen Heim – die Vielfalt liegt Ihnen zu Füssen

19.06.2014 |  Von  |  Umzugsplanung
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Bodengestaltung im neuen Heim – die Vielfalt liegt Ihnen zu Füssen
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Die Chance, auch die Fussböden hochwertig zu gestalten, ist vor allem beim Neubezug einer Wohnung oder eines Hauses gegeben. Bei Mietwohnungen muss oft der ursprüngliche Zustand bei Auszug wiederhergestellt werden. Einen einmal verlegten Bodenbelag tauscht man aus Bequemlichkeit auch bei Wohneigentum meist so schnell nicht wieder aus. Dies gilt umso mehr, wenn ein hochwertiger und langlebiger Bodenbelag auch eine Investition in die Zukunft darstellt. Daher wollen diese gestalterischen Entscheidungen gut überlegt sein.

Früher war man da schlichter: Viele Räume erhielten eine Teppichauslegeware, manchmal vielleicht auch ein im Fischgrätenmuster verlegtes Stäbchenparkett und einen hochwertigen Teppich, und der Rest bekam PVC. Dies ist heute aus verschiedenen Gründen nicht mehr so: Bislang ungenutzte und interessante Materialien sind hinzugekommen. Neue Fertigungstechnologien ermöglichen auch das Selbstverlegen sehr hochwertiger Böden. Das eine oder andere Material ist auch in Verruf gekommen, und fast vergessene Materialien sind wieder aus der Versenkung aufgetaucht.



Natürlich hängt die Wahl des Bodenbelags ab von der Art und Nutzung des jeweiligen Raumes, dessen Grösse, von Ihrem Geschmack und dem Budget. Grundsätzlich sollten Sie interessante Böden in Geschäften, Show-Rooms oder auch in der Wohnung von Freunden in der gesamten Raumwirkung mit allen Sinnen erfahren und prüfen. Materialproben reichen für eine wirklich umfassend getroffene Entscheidung nicht aus. Nachfolgend geben wir zu gängigen Bodenbelägen einige sachdienliche Hinweise.

Holz

Holz ist immer noch der Klassiker für Bodenbeläge. Man kann sich in einem solchen Raum mit Holzmöbeln einrichten, aber auch Chrom, Leder oder Kunststoffe harmonieren. Dies gilt besonders für hochwertige und edle Vollholzfussböden. Hier kann auch auf die Verwendung von Leim verzichtet werden, was ökologisch eine saubere Lösung ist. Holz ist ausserdem ein nachwachsender Rohstoff und wird als fusswarm empfunden. Die Wahl der Holzart richtet sich auch nach der Belastung. Vollholzböden lassen sich problemlos mehrfach abschleifen und sind danach wie neu.

Kork



Dieses natürliche, elastische Material ist sowohl wärme- als auch schalldämmend. Es gibt Kork als Parkett in verschiedenen Qualitäten, Stärken und Farbtönungen. Trotz der Elastizität ist Kork erstaunlich langlebig. Es wird sehr gerne für Kinder- und Schlafzimmer verwendet, passt aber auch gut in ein Wohnzimmer.

Qualität und zu erwartende Belastung müssen auch hier in Relation gesetzt werden: Kork kann, wenn einschichtig und homogen, wie Holz abgeschliffen und nachgepflegt werden. Kork ist resistent gegen Fäulnis und eignet sich so bei problematischem Untergrund. Die Oberfläche kann mit speziellen Wachsen und Ölen geschützt werden.





Naturstein. (Bild: Color Symphony / Shutterstock.com)

Naturstein. (Bild: Color Symphony / Shutterstock.com)




Naturstein

Vor allem für Räume mit Fussbodenheizung sind Natursteinböden, die keine hohe Wärmespeicherqualität haben, eine sehr reizvolle Alternative. Ob Marmor, Quarzit, Schiefer oder auch Granit, eine optisch vielfältige und sehr strapazierfähige Oberfläche kann so in jedem Fall geschaffen werden. Zu bedenken bleibt, dass Steinböden keine Trittelastizität bieten. In Räumen mit erhöhter Luftfeuchtigkeit, etwa Bad und Küche, muss die Oberfläche von Natursteinböden versiegelt werden. Böden aus Naturstein halten ewig, Abnutzungsspuren und Schäden lassen sich durch eine besondere Oberflächenbehandlung und erneute Versiegelung beheben.

Laminat

Dieser sehr weitverbreitete Bodenbelag bezieht seine Attraktivität durch seinen günstigen Preis und die Möglichkeit, das Verlegen selbst auszuführen. Durch Klicktechnik sind hierfür kein Leimen und besonderes Werkzeug mehr nötig. Dies ist ökologisch weniger belastend und macht späteres Entfernen von Laminat leichter möglich. Dennoch wirken die recht billigen Ausführungen nicht besonders exklusiv. Daher zu empfehlendes Echtholz- oder Furnierlaminat ist optisch von einem Vollholzparkett nicht zu unterscheiden. Es lässt sich wegen der zu geringen Dicke der Echtholzschicht allerdings nicht abschleifen und renovieren.

Linoleum

Dieser schon 1860 entwickelte Bodenbelag besteht zum Grossteil aus Korkmehl, Jutegewebe und Leim. Es war ein sehr beliebter Werkstoff, der dann allerdings vom PVC verdrängt wurde. Zu Beginn der 1990er wurde Linoleum durch gewachsenes ökologisches Bewusstsein wieder eine gefragte Alternative zu Kunststoffböden. Es gibt Linoleum als Komplettböden und Fliesen. Das Verlegen ist dennoch eher Sache für Profis. Möchte man für eine Raumgestaltung eine Alternative zu den bisherigen Materialien haben, kann man auf hochwertiges Linoleum zurückgreifen.

PVC

Aus gesundheitlichen und umweltökologischen Gründen sollte auf die Verwendung von PVC im Wohnbereich generell verzichtet werden. Als Alternative wurde daher das Linoleum erwähnt.

Textile Bodenbeläge

Zwischenzeitlich sehr gefragt waren und sind textile Bodenbeläge. Hier kommen, auch aus Gründen der Schadstofffreiheit, vor allem Wolle, Sisal, Jute und Kokosfasern infrage. Je nach Material, Farbe und Webart lassen sich sehr unterschiedliche Oberflächenwirkungen erzielen. Zu bedenken sind der Grad der Belastbarkeit dieser Böden und die Nutzung eines mit Textilboden ausgelegten Raumes.



 

Oberstes Bild: © Lukiyanova Natalia / frenta – Shutterstock.com


1 Kommentar


  1. Es ist nicht leicht sich heute für einen Bodenbelag zu entscheiden. So grosse Auswahl, und jeder hat seine Vor- und Nachteile. Wie soll man da eine Entscheidung treffen? Ich hab mich auf die Empfehlung von Bekannten verlassen und einen Parkettboden gewählt. Klar der Parkett war höherpreisiger als zb Laminat oder PVC, aber eine Freundin meinte, bei Parkett hat man wirklich ein Lebenlang was davon, wenn man ihn richtig pflegt. Na ich lass mich mal überraschen, was mein Parkett von rudda.at in ein paar Jahren macht. 🙂

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