Mit Teppichen Räume gestalten

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Mit Teppichen Räume gestalten
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Räume wirken am gemütlichsten, wenn sie in ineinander übergehende, aber dennoch optisch für sich stehende Inseln eingeteilt sind. Das gilt umso mehr für kleinere Wohnungen oder Appartements, in denen ein oder zwei Zimmer verschiedenste Funktionen erfüllen sollen. Teppiche verhelfen nicht nur jeder Umgebung zu mehr Gemütlichkeit und strahlen Wärme aus, sie schaffen auch Wohninseln, die das Auge als in sich geschlossen wahrnimmt.

Darüber hinaus können sie als Trittschall dienen, wenn Böden besonders lärmdurchlässig oder Nachbarn lärmempfindlich sind. Die Platzierung von einzelnen Teppichen an sensiblen Punkten kann häufig die Verlegung von fest installiertem Teppichboden im ganzen Raum vermeiden.



Teppiche entfalten überall dort ihre Wirkung, wo Ruhe und Entspannung einkehren sollen, wo Gäste empfangen und konzentrierte Gespräche geführt werden – zum Beispiel im Wohn- oder Esszimmer. Die Weichheit von Teppichen strahlt die hierfür nötige Harmonie aus, während die klaren, geometrischen Grenzen der Kanten den Raum definieren, innerhalb dessen die stimmungsvolle Atmosphäre geschaffen werden soll.

Eine durchdachte Raumgestaltung betont im Esszimmer oder Wohnzimmer optisch die Mitte, die aber durch ein durchgängiges Farbkonzept und eine integrative Lichtsetzung immer noch dem Rest des Zimmers verbunden bleibt. Die Farbgebung des Teppichs kann die anderen Möbel oder Textilien im Raum – aber auch die Wandfarbe – aufgreifen, während sie zum umgebenden Boden einen leichten Kontrast bilden sollte. Dieser kann alternativ auch durch das Material erzielt werden: Wenn der Teppich etwa sehr hochflorig ist, kann er auch auf farblich ähnlichem Boden liegen und dennoch seine abgrenzende Wirkung erfüllen. Besonders einheitlich wirkt es, wenn die Mitte des Teppichs exakt unter der Deckenlampe (falls vorhanden) zu liegen kommt.

Die Farbwahl des Teppichs ist entscheidend für die Wirkung, die er in der gesamten Raumkonzeption entfaltet. Gedeckte Farben wie helle Grautöne, Eierschalenweiss oder Beige strahlen Ruhe aus und erden optisch. Sie werden am besten dort eingesetzt, wo man zu Ruhe kommen und sich entspannen können soll. Bunte Farben eignen sich gut für Räume, in denen Kreativität und eine spielerische Energie vorherrschen, zum Beispiel für das Kinderzimmer, aber auch – und das ist für viele Menschen überraschend – für Büros und Meetingräume.

Gleichzeitig sind Teppiche perfekt, um in farblich allzu homogenen Räume kontrastierende Akzente zu setzen. Für das Auge sind solche Brechungen wichtig – zu grosse Einheitlichkeit wird eher als monoton und steril wahrgenommen. Gleichzeitig bewirkt die Bodennähe des Teppichs, dass auch kräftigere, mutige Farben wie Honiggelb oder Fuchsia nicht als zu markant wahrgenommen werden. In Kinderzimmer passen gut Teppiche mit bunten, grafischen Mustern; meist sind sie Bodenbelägen mit gegenständlichen Bildern vorzuziehen.



Nach der Lehre der Farbpsychologie wirken Teppichfarben und Muster auf Menschen unbewusst, aber nachhaltig – sowohl was die Stimmung als auch die Raumwahrnehmung anbelangt. Helle, aber gedämpfte Farben heben den Boden optisch an – perfekt für Räume mit eher niedrigen Decken. Sie wirken ausserdem entspannend und stimmungsaufhellend. Dunkle, warme Schattierungen wie gesättigte Brauntöne vermitteln Sicherheit und „Ankommen“ und sind deshalb besonders für das Schlafzimmer und den Flur prädestiniert. Allerdings sollte die Farbe Rot nicht in Schlafzimmern verwendet werden, da sie unterbewusst Beunruhigung oder ein Gefühl von Gefahr auslösen kann. 





Tapetenbahnen-Luis-Carlos-Torres-Shutterstock.com

Wer auf jeden Fall die richtige Entscheidung treffen will, kann die Wirkung vorher mit entsprechenden Tapetenbahnen austesten. (Bild: Luis Carlos Torres / Shutterstock.com)




Ist ein Raum klein, sollte die Verwendung von dunklen Farben generell gut überlegt sein, da diese das Zimmer optisch verkleinern. Hier eignen sich Pastellfarben sehr gut. Wer auf jeden Fall die richtige Entscheidung treffen will, kann die Wirkung vorher mit entsprechenden Tapetenbahnen austesten. Längsgestreifte Teppiche lassen ein Zimmer länger wirken; Querstreifen nähern die gegenüberliegende Wand und alle dort platzierten Möbel optisch an. Grossflächige, wilde Muster verkleinern Räume scheinbar. Mit kleinen Teppichen lassen sich besonders schöne Möbel und Wohnobjekte plastisch hervorheben, was andere, weniger geliebte Zimmerecken aus dem Auge des Betrachters rückt.

Natürlich sind Teppiche etwas pflege-empfindlicher als Parkett oder Laminat. Meist reicht jedoch ein kräftiges Ausklopfen an der frischen Luft aus. Dunkle Teppiche zeigen Flusen und Haare deutlicher als beige oder hellgraue. Wer Hunde oder Katzen hat, sollte eher zu helleren, kurzflorigen Teppichen greifen. Für Räume mit hoher Nutzung oder Kinderzimmer eignen sich gemusterte und bunte Teppiche am besten, auf denen nicht jeder Fleck gleich zu sehen ist. Gegen viele Verunreinigungen wie Kaffee, Rotwein, Schokolade oder Fett helfen Hausmittel, wenn sie sofort angewendet werden, so dass der Teppich nicht gleich in die Reinigung gegeben werden muss.

Vor der Verlegung von Teppichen gibt es noch den Sicherheitsaspekt zu bedenken. Gerade wenn Kinder oder ältere Menschen im Haushalt leben und der Untergrund glatt ist (besonders bei Laminat, poliertem Parkett oder PVC), sollten keine Teppiche mit Fransen gewählt werden und beschichtete Teppichmatten oder Stopper zum Einsatz kommen, um Stürze zu verhindern. Diese können meist selbst in der benötigten Grösse zurechtgeschnitten und einfach unter den Teppich gelegt werden. Waschbare, formstabile Unterlagen können lange zum Einsatz kommen. Besonders wichtig bei Fussbodenheizungen ist die Auswahl einer entsprechenden Unterlage.



 

Oberstes Bild: © Bombaert Patrick – Shutterstock.com



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