Das Kombizimmer: Schlafen und Arbeiten in einem Raum

09.06.2014 |  Von  |  Büro, Schlafzimmer
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Das Kombizimmer: Schlafen und Arbeiten in einem Raum
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Besonders in Grossstädten wird Platz immer mehr zur Mangelware. Die Immobilienpreise ziehen entsprechend an. Gerade für junge Selbstständige wird da ein eigenes Büro zum Luxus, der ein herbes Loch in die Betriebskostenkasse schlägt. Aber auch wenn es inzwischen kreative Lösungen wie geteilte Office-Spaces gibt: Manchmal braucht man eben doch einen ruhigen Raum, in dem sich alleine und konzentriert arbeiten lässt. Das Gleiche gilt für Sie, wenn Sie des Öfteren Arbeit mit nach Hause bringen, statt den Abend im Bürogebäude verbringen zu müssen.

Doch wohin mit dem Home-Office? Wenn Wohnzimmer und Küche nicht infrage kommen, weil es erklärte Familienräume sind, bleibt meist nur noch das Schlafzimmer. Auf den ersten Blick ein etwas seltsamer Gedanke – aber mit unseren cleveren Einrichtungstipps haben Sie auch mit knappem Budget im Handumdrehen aus Ihrem Schlafgemach einen dezenten Multifunktionsraum gemacht, ohne ihm seinen entspannenden Charakter zu nehmen. Stattdessen nutzen Sie Gewinn bringend Platz, der ansonsten etwa 14 Stunden am Tag leer steht.



1. Die Arbeit sollte niemals den Raumcharakter dominieren

Welchen der nachfolgenden Vorschläge Sie auch umsetzen, immer sollte Ihr Schlafzimmer für Sie und Ihren Partner ein Raum der Entspannung bleiben. Die Accessoires der Arbeit dürfen optisch nicht überhandnehmen; und Sie selbst sollten nach dem Tagesgeschäft immer noch in der Lage sein, gerne im Schlafgemach zu relaxen und gut zu nächtigen. Geht das nicht, dann lagern Sie eher Ihren Arbeitsbereich wieder aus, als sich oder Ihre Lieben um den Schönheitsschlaf zu bringen.

2. Geeignete Ordnungshelfer sind das A und O

Machen Sie es sich in jedem Fall zur Regel, alle Utensilien nach getaner Arbeit spurlos verschwinden zu lassen; vor allem auf dem Boden sollten Recherchematerial, Zeitungen etc. nicht mehr herumliegen. Hierfür ist ein geschlossener Schrank naturgemäss besser als ein offenes Regal, das Romantik beim Anblick sichtbarer Aktenordner gar nicht erst aufkommen lässt. Ideal ist ein halbhohes Sideboard etwa mit Schiebetüren, das dezent an die Wand geschoben oder parallel zum Fussende aufgestellt wird.

3. Setzen Sie auf Verwandlungskünstler



Das Stichwort heisst: multifunktionale Möbel. Allen voran steht das Sofabett. Es kann vor allem dann eine Lösung sein, wenn Sie auch Besuch in Ihrem Home-Office empfangen möchten und es deshalb nicht nur funktional, sondern auch optisch präsentabel sein muss. Es gibt inzwischen erstaunlich komfortable Sofabetten, die allen orthopädischen Anforderungen entsprechen. Allerdings kommen Sie hier um eine einmalige höhere Investition nicht herum – Ichr Rücken wird es Ihnen aber danken.

Alternativ dazu kann ein Paravent Wunder wirken, mit dem Sie den Büro- vom Schlafbereich optisch völlig abtrennen können, falls sich Geschäftsbesuch ankündigt. Er ist schnell aufgestellt und nimmt zusammengeklappt zu gut wie keinen Platz ein. Wählen Sie eine neutrale Bespannung oder Bemalung der Oberfläche und achten Sie darauf, dass er so stabil steht, dass eine leicht Berührung ihn nicht gleich zum Umfallen bringt.

Einbauschränke sind ebenfalls Platzwunder – und können einen herausklappbaren Schreibtisch integrieren, der im geschlossenen Zustand nicht mehr zu sehen ist. Diese Lösung eignet sich besonders für geteilte Schlafzimmer, in denen der Partner nicht ständig mit dem Arbeitsplatz konfrontiert werden möchte. Es erspart Ihnen auch das konstante Weg- und wieder Hinräumen von Utensilien und Unterlagen, da diese stets griffbereit in den Schrankfächern liegen. Sie müssen nur noch die Schreibtischplatte aufklappen und arretieren, um loslegen zu können.



Ansonsten kann ein Tisch im neutralen Design, am besten im rechten Winkel zum Fenster aufgestellt, als Schreibtisch dienen. Verzichten Sie nicht um der Ästhetik willen auf einen hochwertigen Schreibtischstuhl! Ein Überwurf verwandelt ihn in Sekunden in eine dekorative Sitzgelegenheit, wenn die Arbeitszeit vorbei ist.

4. Nur was aktuell ist, bleibt

Oft sind Büros auch gleichzeitig Archiv- und Lagerräume für Dokumente und Fachbücher, die häufig Jahre alt sind und etwa für die Steuer oder seltene Recherchen genutzt werden. Im Schlafzimmer haben solche prähistorischen Relikte aber nichts zu suchen. Lagern Sie sie in den Keller oder die Garage aus. Es gibt hervorragende Klimaschränke, in denen auch Papier vor Feuchtigkeit geschützt ist.

Die Grundregel ist einfach: Bewahren Sie im Schlafzimmer nur das auf, was Sie innerhalb des nächsten Monats brauchen werden und was sich ausserhalb der Sichtweite bringen lässt, wenn Sie Ihr Büro abends wieder in eine Entspannungszone verwandeln.

Nehmen Sie sich Auszeiten. (Bild: docstockmedia / Shutterstock.com)

Nehmen Sie sich Auszeiten. (Bild: docstockmedia / Shutterstock.com)

5. Nehmen Sie sich Auszeiten

Sie sind Freiberufler und möchten Ihr Home-Office konstant im Schlafzimmer einrichten? Dann ist die Versuchung gross, es quasi tagelang nicht zu verlassen, vor allem wenn dringende aktuelle Projekte mit einer unverrückbaren Deadline anstehen. Geben Sie dieser Versuchung nicht nach – essen Sie beispielsweise bewusst an Ihrem Essplatz und nehmen Sie sich Auszeiten, die Sie im Wohnzimmer oder ausserhalb der Wohnung verbringen. Andernfalls werden Sie Ihr Schlafzimmer bald nicht mehr als solches wahrnehmen, sondern es nur noch mit Arbeit assoziieren.



 

Oberstes Bild: © EPSTOCK – Shutterstock.com


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