Der Kinderhochstuhl bringt Ihr Kind auf Augenhöhe

14.10.2014 |  Von  |  Allgemein
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Der Kinderhochstuhl bringt Ihr Kind auf Augenhöhe
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Bis zum Jahr 1972 sassen Kinder am Katzentisch. An die Erwachsenentische passten sie nicht, es sei denn, man improvisierte mit Kissen und anderen wackligen Konstruktionen. Peter Opsvik, der als Designer beim norwegischen Möbelhersteller Stokke beschäftigt war, hatte einen zweijährigen Sohn, der für sein Leben gern am Erwachsenentisch gesessen hätte. Opsvik zerbrach sich den Kopf, wie er seinem Junior ein Möbelstück bauen könnte, das ihn auf das Niveau der Erwachsenen hob. Und er erfand den Kinderhochstuhl. Den Tripp Trapp.

Alle grossen Erfindungen sind einfach. Das Ding sieht aus wie ein zur Seite gekipptes L. In verschiedene Aussparungen können zwei Bretter geklemmt werden, die dem Kind Sitz und Fussstütze sind. Auf diese einfache Weise kann der Tripp Trapp mitwachsen: Ganz im Sinne des Erfinders sitzt das Kind immer auf Augen- und Interaktionshöhe mit den Erwachsenen. Ein designerisches und pädagogisches Meisterstück. Dieser Artikel stellt die Erfolgsgeschichte des Tripp Trapp vor und wirft einen Blick auf Alternativprodukte.

Eine Erfindung setzt sich durch

Der Tripp Trapp oder ein anderes Modell in der Bauart des Kinderhochstuhls steht heute in jeder Wohnung, die von Familien mit Kindern bewohnt wird. Im Jahr seiner Erfindung aber war das Interesse der Öffentlichkeit enttäuschend gering. Erst als der damals einzige norwegische Fernsehsender den innovativen Stuhl dem Publikum vorstellte, verbreitete sich die Erkenntnis, dass da etwas Grosses geleistet worden war. In den nächsten Jahren wuchsen die Verkaufszahlen ins Gigantische und erreichten bis 1990 die Millionenmarke. Nach über 40 Jahren ist der Tripp Trapp mit über acht Millionen verkauften Exemplaren zu einem echten Weltbürger geworden.

Von Skandinavien bis nach New York

Der Tripp Trapp steht für einen pädagogischen, entwicklungspsychologischen Ansatz, der mit diesem wachsenden Kindermöbel beispielhaft umgesetzt worden ist. Während die Einrichtungskonzepte für das Kinderzimmer ganz auf die kindliche Spiel- und Entwicklungswelt abgestellt sind, sollen Kindermöbel, die im Erwachsenenbereich zum Einsatz kommen, nach Möglichkeit zur Interaktion und Teilnahme am Gemeinschaftsleben auffordern. Das hat der Tripp Trapp mit seinem wachsenden Stufenkonzept so überzeugend umgesetzt, dass Sie ihn im New Yorker MoMa als Design-Ikone bewundern können.

Tripp Trapp und Zubehör

Der Tripp Trapp ist so bekannt, dass er zum Gattungsnamen für alle Kinderhochstühle geworden ist. Tatsächlich werden Kinderhochstühle mittlerweile von vielen Firmen hergestellt. Dennoch gilt das norwegische Original immer noch als das Mass aller Dinge. Seine robuste Bauweise und einfache Handhabung verschaffen ihm in Vergleichstests regelmässig Bestnoten. Der Tripp Trapp wird zerlegt geliefert. Aber keine Sorge: Hierbei handelt es sich um kein 1000-Teile-Puzzle – die Seitenteile sind beispielsweise schon vormontiert.

Montage-Hilfsmittel

Praktisch wäre es, wenn bei der Montage des Hochstuhls ein Kind vorhanden wäre und eine Hilfsperson. Das Kind brauchen Sie zum Massnehmen, die Hilfsperson zum Halten, wenn Sie Sitz- und Fussbrett einsetzen und verschrauben. Wenn beide nicht vorhanden sind, kann es Ihnen passieren, dass Sie Ihren Tripp Trapp mehrmals montieren müssen, bis Sie die für Ihr Kind passende Einstellung gefunden haben.




Adaptionen




Es ist unser Bestreben, das Kind so früh wie möglich in die Gemeinschaft der Familie zu integrieren. Im Auto gelingt uns das dank Babyschale und sicherem Kindersitz; in der Küche leisten uns die Kleinsten durch den Kinderhochstuhl bald Gesellschaft. Sobald das Baby sitzen kann, darf es seine Nase mit den Geschwistern und Erwachsenen am Tisch zusammenstecken. Damit es vor Unfällen gesichert ist, wird zum Tripp Trapp ein Babyeinsatz angeboten. Eine Rückenlehne bietet Stabilität, und ein Bügel verhindert das Nach-vorn-Fallen des kleinen Tischgenossen. Das Baby-Set ist mit wenigen einfachen Handgriffen am Babyhochstuhl montiert.






Babyhochstuhl. (Bild: Air Images / Shutterstock.com)

Babyhochstuhl. (Bild: Air Images / Shutterstock.com)

Beurteilung




Der Tripp Trapp bietet genau die Standsicherheit, gute Verarbeitung und Funktionalität, für die er bekannt ist. Das Baby-Set stellt eine gelungene Ergänzung dar. Wer seinen Tripp Trapp komfortabler gestalten möchte, kann mit Klettverschlüssen zu befestigende Sitzbezüge erwerben. Einziger Kritikpunkt: Der Tripp Trapp ist eine grössere Investition, und mancher hätte sich das Zubehör inklusive gewünscht. Dafür wächst der Tripp Trapp aber verlässlich bis zum zwölften Lebensjahr mit.

Konkurrenz

Wer etwas Gutes erfindet, bleibt nicht lange allein. Das gilt für den Gymnastikball (Pezziball), das Latexband (Thera-Band), das Papier-Taschentuch (Tempo) und eben auch für den Kinderhochstuhl, den Tripp Trapp. Dennoch kann sich der norwegische Hersteller des Originals immer noch beruhigt zurücklehnen, denn sein Produkt geht regelmässig als Sieger aus Vergleichstests hervor, und die Konkurrenz bekleckert sich nicht eben mit Ruhm.




Weichmacher sind im Lack und in den Sitzbezügen mehrerer Konkurrenz-Produkte gefunden worden – Stoffe, die verantwortungsvolle Eltern garantiert aus dem Umkreis ihrer Kleinen verbannen wollen. Einige Modelle machten durch fragwürdige Standsicherheit unrühmlich auf sich aufmerksam. Bei mehreren wurden der Sitzkomfort und die mangelnde ergonomische Adaptionsfähigkeit kritisiert. Auch wurde auf die Gefahr des Durchrutschens aufmerksam gemacht.

Billig bedeutet schnell defekt

Natürlich freuen Sie sich, wenn sich Ihr Portemonnaie nach dem Besuch des Babyfachgeschäfts noch ziemlich dick anfühlt. Es wird sich aber schnell leeren, falls Sie an Ihrem billigen Kinderhochstuhl nach kurzer Zeit gerissene Holzstreben oder verzogene Leisten feststellen. Bei einigen getesteten Hochstuhl-Modellen traten die Mängel schneller auf, als das Kind wachsen konnte. Der Begriff der Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Praktizieren Sie diese Philosophie, indem Sie in entsprechende Produkte investieren. Vor allem, wenn es um Ihre Kinder geht.

 

Oberstes Bild: © CroMary – Shutterstock.com


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