Die 360-Grad-Renovierung: So packen Sie’s – Teil 2: Von der Funktionalität bis zu den Handwerkern

17.06.2014 |  Von  |  Allgemein, Umzugsplanung
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Die 360-Grad-Renovierung: So packen Sie’s – Teil 2: Von der Funktionalität bis zu den Handwerkern
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Im zweiten und letzten Teil unserer Miniserie zur 360-Grad- Renovierung geht es um Details und Umsetzung. Unsere fünf Tipps helfen Ihnen dabei, die funktionalen Einzelheiten mit Ihrer Vision in Einklang zu bringen und anschliessend die Realisierung einschliesslich aller Mithelfer effektiv zu stemmen.

6. Die Funktionalität

Damit Sie sich in Ihren neu gestalteten vier Wänden ultimativ wohlfühlen, müssen auch die ganz praktischen Aspekte stimmen: Jedem Element (reine Dekoration natürlich ausgenommen) sollte eine genau definierte Funktion zugewiesen werden – und bereits vorhandene funktionale Details müssen berücksichtigt werden.


Dies ist ein zweiteiliger Bericht zum Thema „Die 360-Grad-Renovierung: So packen Sie’s“

Teil 1: Vom Grundriss bis zur Farbgestaltung
Teil 2: Von der Funktionalität bis zu den Handwerkern


Dabei handelt es sich hauptsächlich um die Bereiche Licht und Beheizung, Stauraum und Ordnungshaltung, Sanitäranlagen und Räume, Witterungsbeständigkeit (gegen Sonne, Regen, Schnee und Wind), Abtrennungen für Rückzugsbereiche und Pflegebedarf beziehungsweise Pflegeleichtigkeit von Böden, Wänden, Möbeln und Objekten.




Überlegen Sie zunächst, mit welchen unabänderlichen funktionalen Gegebenheiten Sie rechnen müssen – weil das Haus oder die Wohnung sie mitbringen, weil das Klima sie vorgibt, weil die Bauvorschriften sie vorschreiben etc. Stellen Sie diesen Ihre eigenen Anforderungen gegenüber: Vielleicht muss Ihr neues Zuhause niedrigschwellig oder behindertengerecht werden? Vielleicht wollen Sie kommunale genau wie private Räume? Ist Ihnen der Zugang zu erneuerbaren Energien wichtig? Wollen Sie schnell für Ordnung sorgen können oder müssen Sie bestimmte Räume für verschiedene Nutzungsarten auslegen? Welche Zimmer werden von Kindern genutzt?

7. Die Einrichtung

Nun, wo Sie sich sowohl über die Atmosphäre, den Stil und die Farbwelt als auch die Funktionalitäten im Klaren sind, kann es an die Auswahl von Möbeln, Accessoires und Stoffen gehen. Beginnen Sie mit den grössten, meistgenutzten Stücken, ob Sie sie nun neu anschaffen oder bereits besitzen. Berücksichtigen Sie dann die Objekte als Nächstes, die nur in einer limitierten Farbwahl zu haben sind, so dass Sie Accessoires und kleinere Stücke anpassen können.




Achtung: Der Besuch von Möbelhäusern macht Spass, nimmt aber auch enorm Zeit in Anspruch. Die meisten haben inzwischen einen extensiven Internetauftritt, oft mit Online-Shopping-Möglichkeit. Entscheiden Sie dort vorab, was Sie erwerben möchten, und bestellen Sie es wenn möglich direkt. Dies gilt natürlich nicht für Sitzgelegenheiten und Betten. Diese sollten Sie in der nun eingesparten Zeit unbedingt selbst vor Ort probesitzen. Gehen Sie bei der Auswahl nicht bis ganz an Ihre Budgetgrenze – so haben Sie noch etwas Spielraum für Spontankäufe, die sich nicht planen lassen.




8. Die Hersteller

Nun geht es an die Umsetzung der Raumverschönerungen. Wenn Sie sich nicht selber an die Renovierung wagen, werden Sie Handwerker in Anspruch nehmen. Es liegt auf der Hand, dass von deren Können und Zuverlässigkeit auch die Qualität des Endergebnisses abhängt. Viel hängt aber auch von den Materialien ab, mit denen sie arbeiten. Wenn Sie das Material stellen, dann recherchieren Sie zuvor verschiedene Hersteller gründlich und lassen Sie sich mindestens in zwei verschiedenen Baumärkten oder im Bauzubehör-Fachhandel beraten.

Wenn Sie ungeklärte Fragen zu einem Produkt haben, rufen Sie beim Hersteller an – es ist ein Zeichen hochwertiger Produzenten, wenn diese sich die Zeit nehmen, auch Laien verständlich ihre Produkte zu erklären. Schlagen Sie Ihren Handwerkern die Produkte vor und lassen Sie sich dort nochmals Ratschläge geben. Viele Handwerker arbeiten mit Firmen zusammen, die sie dann natürlich alternativ empfehlen werden – das kann durchaus von Vorteil sein, weil sie dann mit deren Produkteigenschaften vertraut sind, sollte aber auch ehrlich transparent gemacht werden. Machen Sie in jedem Fall nicht zu viele Kompromisse, die sich nicht richtig anfühlen: Sie müssen mit Fliesen, Parkett, Laminat, Wandfarben etc. leben, nicht Ihr Handwerker!

Handwerker. (Bild: kurhan / Shutterstock.com)

Handwerker. (Bild: kurhan / Shutterstock.com)





9. Die Handwerker

Fragen Sie bei Bekannten und Geschäftspartnern herum, ob diese Handwerker empfehlen können. Recherchieren Sie im Internet nach Bewertungen und Beurteilungen in entsprechenden Foren und Rezensionsportalen. Gewinnen Sie am Telefon einen ersten Eindruck: Stellt der Dienstleister viele und interessierte Fragen zu Ihrem Objekt? Möchte er es sich anschauen, bevor er einen Kostenvoranschlag schickt? Das sind gute Zeichen.

10. Kommunikation

Das Wichtigste ist, dass sowohl Sie als auch alle an der Renovierung Beteiligten sich wirklich klar darüber sind, wie Ihre Vision aussieht und wer welche Aufgaben zu deren Verwirklichung übernimmt. Dies kann nur über einen kontinuierlichen Dialog geschehen. Vergewissern Sie sich, dass jedem Beteiligten alle Pläne und Informationen zur Verfügung stehen und dass diese auch intern weitervermittelt werden.




Stellen Sie auch sicher, dass Sie häufig genug Rückmeldungen über den Verlauf der Arbeiten bekommen, um eingreifen zu können, falls etwas nicht nach Wunsch verläuft. Führen Sie auch für sich selbst eine lückenlose Dokumentation. Sie sollten für jeden Gegenstand und jede Dienstleistung vorab die folgenden Daten zur Verfügung stehen haben, um sie später mit dem Ergebnis abgleichen zu können: den Preis, die Menge beziehungsweise die Masse, die (Kontakt-)Daten des Herstellers und alle technischen Zusatzinformationen und Bedienungshinweise.

 

Oberstes Bild: © Palette7 – Shutterstock.com



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