Die Infrarot-Heimsauna – Hot Spot mit Wohlfühlfaktor

18.04.2015 |  Von  |  Bad
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Die Infrarot-Heimsauna – Hot Spot mit Wohlfühlfaktor
5 (100%)
2 Bewertung(en)

Eine eigene Sauna: Davon träumen viele. Wer nicht das Glück hat, beim Einzug in der Wohnung oder im Haus bereits eine vorzufinden, kann eine kaufen oder auch selbst bauen. Allerdings gibt es dabei einiges zu beachten, damit die Aufwertung des Wohnraums sich nicht als Energiefresser erweist. 

Regelmässige Saunagänge sind gesund und stärkend. Doch nicht jeder hat eine öffentliche Sauna in der Nähe oder teilt gern die Schwitzkabine mit Fremden. Die Heimsauna erlebt seit Jahren ein Comeback, das sie unter anderem der modernen Infrarottechnik verdankt. Denn damit lassen sich überbordende Stromkosten beim Saunieren daheim vermeiden.

Die Infrarotsauna als Alternative zur finnischen Sauna

Seit einigen Jahren gibt es sie bereits, und ihr Preis wird immer erschwinglicher: Die Infrarotsauna oder Infrarotkabine. Darin wird der Körper über Infrarotstrahlung erwärmt. Das ist eine natürliche Wärme- bzw. Energieform, die auch im Sonnenlicht zu finden ist: Der wärmende Anteil der Sonnenstrahlen erzielt seine Wirkung über Infrarot.

Das wohlig warme Gefühl in einer Infrarotsauna ist vergleichbar mit dem in der traditionellen finnischen Sauna, doch die Funktion ist anders – denn in einer Infrarotkabine bzw. -sauna wird die Luft im Raum nicht erwärmt. Infrarot wirkt nur dort, wo es auf Oberflächen trifft, zum Beispiel auf die nackte Haut. Es erwärmt und wirkt also ganz direkt und dringt dabei auch wohltuend in tiefer liegende Gewebeschichten und Muskeln ein.

Infrarottechnik ist eine viel wirtschaftlichere Methode, auch grosse Räume, etwa Industriehallen, zu beheizen, da keine Wärme an die Luft verschwendet wird. Da diese Technik für das eigene Heim und den Privatgebrauch ebenfalls immer beliebter wird, ist sie auch für Menschen mit normalem Geldbeutel bezahlbar geworden. Ausserdem sind der Betrieb und der Unterhalt recht sparsam. Denn eine Infrarot-Heimsauna benötigt keinen Starkstromanschluss wie eine klassische finnische Sauna, sondern lässt sich an jede Steckdose anschliessen und mit der haushaltsüblichen Netzspannung betreiben.

Viele Saunahersteller haben sich dem Trend angepasst und bieten inzwischen neben herkömmlichen Saunen auch die Infrarotvarianten an. Dazu kommen Unternehmen, die direkt in den boomenden Markt mit der Infrarottechnik eingestiegen sind und sich auf Infrarotstrahler, Infrarotsaunen und Infrarotheizungen für Privathaushalte spezialisiert haben. Jeder Neugierige kann sich am Telefon oder direkt vor Ort darüber beraten lassen, welche Infrarotkabine am besten zu seinen Ansprüchen, seinem Geldbeutel und dem zur Verfügung stehenden Raum passt.

Die neu bestellte Heimsauna selbst aufzubauen ist in der Regel auch für den Laien kein Problem. Da alle Teile bereits vorkonfektioniert sind und passgenau geliefert werden, reichen zum Aufbau die Standardwerkzeuge aus dem Werkzeugkasten. Wer hier lieber auf Nummer sicher gehen will oder keine Ambitionen verspürt, schon vor dem ersten Saunagang bei der Montage zu schwitzen, kann sich die Arbeit natürlich auch abnehmen und die Infrarotkabine vom Profi installieren lassen.

Wie funktioniert die Infrarotsauna?

Die Wärmeenergie in der Kabine wird von speziellen Infrarotstrahlern erzeugt. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass es drei verschiedene Formen der Infrarotstrahlung gibt: Infrarot A, Infrarot B und Infrarot C. Sie unterscheiden sich in der Wellenlänge des Lichts und in dessen Eindringtiefe in den Körper. Infrarot A dringt bis zu 6 Millimeter tief ins Gewebe ein, Infrarot B bis zu 2 Millimeter und Infrarot C bis zu 1 Millimeter.


Die Wärmeenergie in der Kabine wird von speziellen Infrarotstrahlern erzeugt. (Bild: © Peter Dedeurwaerder - shutterstock.com)

Die Wärmeenergie in der Kabine wird von speziellen Infrarotstrahlern erzeugt. (Bild: © Peter Dedeurwaerder – shutterstock.com)


Moderne Infrarotsaunen arbeiten nur mit Infrarot B und Infrarot C. Denn bis heute weiss man nicht genau, ob die Infrarot A-Strahlen durch ihre grosse Eindringtiefe Risiken für die Gesundheit mitbringen. Um jede Gesundheitsgefährdung auszuschliessen, werden die Strahler der Heimsauna so konzipiert, dass sie die umstrittenen Strahlen gar nicht erst erzeugen und sich auf die nützlichen und wohltuenden beschränken.

Treffen die Infrarot B- und C-Strahlen auf die Haut, werden sie erst dort in Wärme umgewandelt. Diese gelangt dann auf direktem Weg viel schneller ans Ziel und kann ihre heilsame Wirkung auch wesentlich rascher entfalten. Die Temperatur in der Kabine selbst steigt dabei längst nicht so stark an wie in der finnischen Sauna, die mit Kabinentemperaturen zwischen 90 °C und 100 °C oder mehr für viele Menschen ohnehin zu heiss und gesundheitlich bedenklich ist.

Immer bereit für einen schnellen Saunagang

Ein weiterer wichtiger Vorteil der Infrarotsauna ist deren rasche Betriebsbereitschaft. Anders als eine herkömmliche finnische Sauna oder Dampfsauna muss sie nicht lange vorgeheizt werden, sondern steht jederzeit für eine spontane Nutzung zur Verfügung. Schon nach wenigen Minuten ist die volle Wirksamkeit der Strahler erreicht. In Studien konnte bestätigt werden, dass Saunagänge in der Infrarotkabine bei Gelenk- und Muskelschmerzen, Hautproblemen und Erkältungsbeschwerden helfen. Indem sie den Organismus durchwärmen, die Durchblutung fördern und das Immunsystem stärken, setzt ihre Wirkung sowohl an den Symptomen als auch an den Ursachen an.

Die ideale Temperatur in der Saunakabine liegt zwischen 35 °C und 50 °C. Das hört sich für eingefleischte Saunagänger erst einmal fast kühl an, ist aber heiss genug. Schon bei einer Kabinentemperatur von 30 °C dringen die Infrarotstrahlen in die Haut ein und erzeugen dort die erwünschte Tiefenwärme, während die Lufttemperatur verträglich und angenehm bleibt. Exzessives Schwitzen wie in der traditionellen Sauna kann auf diesem Weg vermieden werden – muss es aber nicht, denn die Temperatur der Infrarotsauna lässt sich ganz nach den persönlichen Wünschen einstellen.

Richtiges Schwitzen will gelernt sein

Wer an herkömmliche Saunen gewöhnt ist und zum ersten Mal eine Infrarotsauna nutzt, wird bemerken, dass die Schweissbildung geringer ist. Viele Anwender zweifeln daraufhin erst einmal am Effekt. Doch das Schwitzen in der Infrarotkabine will lediglich geübt werden: Je häufiger die neue Saunaform genutzt wird, desto nachhaltiger und effizienter wirkt die Infrarotwärme, und schon bald wird wieder geschwitzt wie sonst in der Finnensauna – oder sogar noch mehr.

Die Tiefenwärme und das höhere Schweissvolumen bewirken, dass beim Infrarotsaunieren schon ein Saunagang ausreicht – ein weiterer Unterschied zur traditionellen Sauna, bei der mehrere Gänge nach bestimmten Regeln empfohlen werden. Die ideale Dauer einer Sitzung beträgt eine halbe Stunde, dies kann jedoch nach Verträglichkeit und Belieben variiert werden. Empfehlenswert ist das Nutzen der Infrarotsauna 2- bis 3mal in der Woche. Dazwischen sollte jeweils ein Tag Pause eingelegt werden.



Fazit: Infrarotkabinen sind eine gesunde und verträgliche Alternative zur herkömmlichen Sauna. Daheim installiert, verbrauchen sie ausserdem weit weniger Energie, da sie keinen Starkstrom benötigen und mit Netzspannung betrieben werden können.

 

Oberstes Bild: © Voyagerix – shutterstock.com

Über Christine Praetorius

Christine Praetorius, Jahrgang 1971, spricht und schreibt über Neues, Altes, Schönes und Kurioses. Ich liebe Sprache und Musik als die grössten von Menschen für Menschen gemachten Freuden – und bleibe gerne länger wach, um ihnen noch etwas hinzuzufügen. Seit 2012 arbeite ich mit meinem Mann Christian als freie Texterin, Autorin und Lektorin.



Ihr Kommentar zu:

Die Infrarot-Heimsauna – Hot Spot mit Wohlfühlfaktor

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.