Die Wirkung von Farben im Wohnbereich

16.10.2014 |  Von  |  Allgemein
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Die Wirkung von Farben im Wohnbereich
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Farben erzeugen Stimmungen. Diese Tatsache ist keine neuzeitliche Erkenntnis, sondern war den Menschen schon vor mehr als 3000 Jahren bekannt. Schon damals wurden bestimmte Farbtöne bewusst zur Gestaltung des Lebensumfeldes genutzt. So hat vor allem die gezielte Ausnutzung beruhigender oder auch belebender Wirkungen bestimmter Farben eine lange Tradition. Und das aus gutem Grund.

Mit Farben im Wohnbereich Effekte zu erzielen, ist beliebt wie eh und je. Ganz egal ob Möbel, Wände, Bodenbeläge oder Accessoires – mit der richtigen Farbauswahl kann eine behagliche Atmosphäre geschaffen werden. Wem das Wissen um die Wirkung von Farben nicht fremd ist, der kann bei Neueinrichtung oder Renovierung nachhaltige Erfolge erzielen und in seinen eigenen vier Wänden ein geschmackvolles Ambiente schaffen, das Bewohnern und Besuchern gleichermassen gefällt.

Farben machen Stimmung

Anregend, fröhlich, frech oder auch beruhigend: Jede Farbe besitzt eine ganz eigene und spezielle Wirkung auf den Betrachter – und das nicht nur rein optisch. Vielmehr sind Farben – insbesondere im Wohnbereich – dazu in der Lage, die Stimmung der hier lebenden Menschen zu beeinflussen.




So wirkt ein in Gelb gestrichener oder tapezierter Raum freundlich und hell. Hier werden Optimismus und Lebensfreude, Freundlichkeit und Wärme erzeugt. Insbesondere für Esszimmer, Küche und Kinderzimmer ist Gelb sehr zu empfehlen, denn es fördert nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Konzentration und die Kreativität.

Ebenso wie Gelb ist Rot in allen Varianten und Abstufungen im Wohnbereich sehr beliebt. In einem vernünftigen Mass angewendet und in Kontrast zu Weiss oder auch Schwarz gebracht, vermag Rot ebenso gemütliche wie anregende Wirkungen zu erzeugen. Doch Vorsicht: Zu viel Rot – insbesondere in dunkleren Tönen – kann auch eine düstere Atmosphäre schaffen. Insofern macht hier in jedem Falle die Dosis den Erfolg.

Mit Blau und Grün Weite und Frische schaffen

Blau ist im Vergleich zu Gelb und Rot eine eher kalte Farbe. Mit blauen Wänden oder auch Bodenbelägen lässt sich der Eindruck von Weite und Tiefe schaffen. Oft wird diese Farbe für die Gestaltung von Bädern oder auch Schlafzimmern verwendet. Wichtig bei einer blauen Einrichtung ist es, eher helle Farbtöne zu wählen, damit der Eindruck von Schwere und Druck vermieden wird. In Zimmern mit pastellblauen Wänden machen sich helle Naturholzmöbel oder auch Einrichtungsgegenstände in Weiss sehr gut. Mit einer solchen Kombination erscheint der Raum luftig und hell.




Ebenfalls zu den „kühleren Farben“ zählt Grün. Ein gut in dieser Farbe einzurichtender Bereich ist beispielsweise der Flur. Da meist fensterlos, wird dort mit einem hellen Grün Frische geschaffen. Auch hier passen helle Holzmöbel wie eine Garderobe in Weissbuche oder Fichte perfekt.






Durch eine passende Farbgestaltung bei Möbeln, Wänden oder Accessoires lassen sich im Wohnbereich wirkungsvolle Effekte erzielen. (Bild: Bildagentur Zoonar GmbH / Shutterstock.com)

Durch eine passende Farbgestaltung bei Möbeln, Wänden oder Accessoires lassen sich im Wohnbereich wirkungsvolle Effekte erzielen. (Bild: Bildagentur Zoonar GmbH / Shutterstock.com)

Auch Weiss ist eine Farbe

Manche Menschen sind der Ansicht, Weiss sei gar keine Farbe. Doch damit liegen sie nicht nur physikalisch daneben, sondern unterschätzen auch die Wirkung von Weiss. Nicht ohne Grund ist dieser Ton seit langen Zeiten der Klassiker in Sachen Wandfarben. Zwar sind die Zeiten vorbei, als weisse Raufasertapete in praktisch jedem Haushalt anzutreffen war, dennoch hat Weiss noch immer einen hohen Stellenwert in vielen Wohnungen und Häusern. Es wirkt aufhellend, klar und rein, ist mit allen anderen Farben gut kombinierbar und eröffnet daher vielfältige Möglichkeiten für individuelle Wohnraumgestaltungen. Insofern sollte auch diese Farbe bei einer Einrichtungsplanung nicht ausser Acht gelassen werden.

Falsche Farben vermeiden




Für einige Wohnbereiche gibt es Farben, die ungünstig wirken. So sollte beispielsweise ein Esszimmer oder auch eine Essecke niemals in Grau oder Blau eingerichtet werden. Eine graue Gestaltung führt dazu, dass sich diese Farbe im Unterbewusstsein wie auch in der tatsächlichen Wahrnehmung auf die Speisen überträgt und dazu in der Lage ist, den Appetit zu verderben. Und Blau kann durch die fehlende Wärme zur Kommunikationsbremse werden – keine gute Voraussetzung, um mit Verwandten oder Freunden beim Essen ins Gespräch zu kommen.

In Schlafzimmern sollten aufregende oder allzu warme Farben wie kräftiges Rot, Orange oder Sonnengelb vermieden werden, da sie sich unter Umständen negativ auf das Schlafgefühl auswirken könnten. Rot sollte im Übrigen auch in einem Kinderzimmer tabu sein, da es nach Aussage von Wohnpsychologen die Aggression bei Kindern und Jugendlichen fördert. Hier sind eher zarte Tönungen angesagt – gern auch in hellen, freundlichen Farben.

Mit farblich passenden Accessoires Akzente setzen

Neben der farblichen Gestaltung von Wand und Boden sollten auch die Accessoires wie Kissen, Vorhänge und Bezüge in das Gesamtensemble eines Zimmers einbezogen werden. Mit einer geschickten Auswahl und passenden Kombinationen lassen sich viele tolle Wirkungen erzeugen. So passen beispielsweise rote, braune oder auch orange Sitzauflagen hervorragend zu einem gelb gestrichenen Esszimmer.




Ein Tipp für eine trendige Einrichtung ist auch die Bestückung eines Wandregals oder eines Raumteilers mit Deko-Elementen in einer kräftigen Farbe, die zur Gestaltung des Zimmers passt. So kann beispielsweise in einem Wohnzimmer mit weissen Wänden und einem hellgrauen Bodenbelag die Aufstellung von Vasen oder Krügen in kräftigem Blau sehr betonend wirken und stilvolle Akzente setzen. Auf alle Fälle lohnt es sich, hier ein wenig zu experimentieren und sich überraschen zu lassen, welche Wirkungen durch den Einsatz von Farben im Wohnbereich machbar sind.

 

Oberstes Bild: © wongwk – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


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