Direkt ins Zimmer: Wohnen ohne Flur

13.07.2014 |  Von  |  Wohnzimmer
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Direkt ins Zimmer: Wohnen ohne Flur
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In Amerika ist es gang und gäbe: Wer ein Haus oder eine Wohnung betritt, steht sofort im Wohnzimmer oder in der Wohnküche. Mittlerweile ist diese Baugestaltung auch in Mitteleuropa angekommen und erfreut sich einiger Beliebtheit. Doch wie lässt sich ein solcher Bereich sinnvoll gestalten?

Zweckmässige Möbel sind das A und O



Sehr wichtig bei einem „direkten Einstieg“ in die Wohnlandschaft ist der Einsatz geeigneter und zweckmässiger Möbel, die dezent die Aufgaben von Schuhschrank und Garderobe übernehmen, ohne das Ambiente des Raumes zu sehr zu beeinflussen. Denkbar wäre hier beispielsweise eine hübsche Holzkommode, unten mit zwei Türen, hinter denen die Schuhe verschwinden, oben mit einer Schublade für Handschuhe, Sonnenbrillen und ähnliche Out-Door-Dinge. Ein kleines, neben der Tür angebrachtes Brett mit Haken nimmt die Wohnungs- und Autoschlüssel auf und ein stilvoller Schirmständer wird zum Heimathafen für die Schlechtwetterhelfer.

Ein Platz für Jacken & Co.

Obwohl von einer offenen Unterbringung der Jacken und Mäntel eher abzuraten ist, sollte man beim Einsatz von Kleiderschränken für diese Zwecke ebenfalls zurückhaltend sein. Grosse, klobige Modelle sprengen schnell den luftigen Gesamteindruck des Zimmers und wirken in aller Regel deplatziert. Eine mögliche Alternative sind hier schmale Schränke mit verspiegelter Front oder in einer zum Bild des Wohnraumes passenden Optik, beispielsweise in hellem Holz mit dezenten Applikationen.

Wer in diesem Bereich absolut keinen Schrank aufstellen mag, kann mit einer von der Wand in den Raum ragenden, schmalen Garderobe, wie sie beispielsweise in Arztpraxen oder Anwaltskanzleien zu finden ist, gute Effekte erzielen. Hier gilt es auf jeden Fall, die individuellen Besonderheiten der jeweiligen Wohnung zu berücksichtigen und sich gegebenenfalls von einem kompetenten Innenarchitekten beraten zu lassen.



Dezent getrennt

Ein fehlender Flur hat auch Auswirkungen auf den Rest des Wohnraumes. Damit der Mix aus Entree und Wohnzimmer nicht irgendwann den Eindruck aufkommen lässt, in einem Durchgangsbahnhof zu wohnen, sollte insbesondere die Sitzecke geschickt in den Raum integriert werden. Zweckmässig ist hier der Einsatz hübscher Standregale oder eines schönen Paravent, um die einzelnen Raumbereiche zu teilen, ohne zu trennen. Auch können durch eine intelligente Platzierung von Grünpflanzen wirkungsvolle Effekte erzielt werden, die einerseits nichts von der Grosszügigkeit des Raumes wegnehmen, andererseits aber einen gewissen Sichtschutz und eine optische Separation erzeugen.

Den Boden schonen

Neben allen Überlegungen hinsichtlich passender Möbel und einer praktischen Raumaufteilung sollte auch die Frage nach dem Schutz des Bodens im Eingangsbereich nicht ausser Acht gelassen werden. Da viele Wohnzimmer mit Laminat oder hochwertigen Bodenbelägen ausgestattet sind, ist der Einsatz einer Schmutzfangmatte direkt an der Wohnungstür insbesondere in den Wintermonaten obligat. Hier gibt es im Handel sehr stilvolle Exemplare in allen denkbaren Farben, von kräftig bis dezent. Sie geben Besuchern wie Bewohnern gleichermassen schon beim ersten Schritt in die Wohnung das Gefühl, willkommen zu sein.



 

Oberstes Bild: © Artazum and Iriana Shiyan – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.

Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.



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