Der Paravent – teilen, ohne zu trennen

12.06.2014 |  Von  |  Allgemein
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Der Paravent – teilen, ohne zu trennen
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Er schien schon fast in Vergessenheit geraten zu sein und wird doch zunehmend wiederentdeckt: der Paravent. Nicht nur hübsch anzusehen, vermag er jedem Raum auch etwas Geheimnisvolles zu verleihen, stellt sich dem Besucher doch schon beim Betreten des Zimmers oft die spannende Frage: Was steckt dahinter?

Paravents – auch bekannt als „spanische Wand“ oder „Wandschirm“ – bestehen aus einzelnen Paneelen, die mit Scharnieren verbunden sind. Dadurch wird ein flexibles Aufstellen der Trennwand ermöglicht, um einzelne Zimmerbereiche, Balkone oder sogar Gärten geschmackvoll und unaufdringlich abzuteilen.



Erste Paravents gab es schon vor knapp 2000 Jahren. Dienten sie in China zunächst als Windschutz, fanden Paravents schnell auch in Europa Liebhaber – zunächst in Frankreich und wenig später auch in spanischen Königshäusern. Hier diente er als Sichtschutz beim Ankleiden oder zum Verrichten der Notdurft. An reichen Verzierungen wurde dabei nicht gespart.

Doch auch moderne Paravents brauchen sich nicht zu verstecken. Für jeden Einrichtungsstil gibt es das passende Modell, welches den Charakter des Raumes betont. Ob schlicht, antik, mediterran, im Landhausstil oder edel – alles ist möglich. Dabei finden die verschiedensten Materialien Verwendung. So kommen Paravents mit Massivholzrahmen daher, bespannt mit halbtransparentem Seidenpapier, Kunstleder oder Baumwollstoffen. Aber auch Bambus, Korbgeflecht, Kunststoffe und Glas werden gerne bei der Herstellung von Paravents verwendet. Und natürlich Holz in allen nur denkbaren Arten und Formen.

Und was steckt dahinter?

Doch ganz egal, aus welchem Material und in welchem Design – bei allen Paravents stellt sich die Frage: Was versteckt sich eigentlich dahinter? Denn die Anwendungsmöglichkeiten sind ebenso vielfältig wie interessant: Manche verbergen einen kleinen Büroarbeitsplatz oder auch eine Hobbyecke mit Nähmaschine. Wer ein gemütliches Plätzchen als Separee bevorzugt, stellt sich vielleicht ein Bücherregal und einen Liege- oder Schaukelstuhl dahinter. Junge Mütter sind für eine Stillecke dankbar. Oder man nutzt den Paravent, um im Wohnzimmer beispielsweise Ess- und Fernsehbereich abzuteilen.

Natürlich kann man dahinter auch Dinge platzieren, die zwar täglich gebraucht werden, aber nicht unbedingt immer zu sehen sein sollen. So findet hier der Wäscheständer seinen Platz, der sonst überall in der Wohnung nur im Wege ist und den man gerne optisch verschwinden lassen möchte. Auch der Staubsauger und das aufgestellte Bügelbrett, das zum täglichen Aufbügeln der Garderobe benutzt wird, lassen sich hinter einem Paravent geschickt verbergen.

Dank all dieser vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sind Paravents noch immer gerne gesehen, ganz gleich, was sich dahinter verbirgt. Passend zur Einrichtung ausgesucht, leisten sie gute Dienste, um flexibel und charmant Raumteile abzugrenzen oder Dinge und Bereiche zu verbergen. So bietet sich Bewohnern und Besuchern ein freundlicher Anblick.



 

Oberstes Bild: © diez artwork – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


1 Kommentar


  1. Ich finde den Paravent als Raumteiler sehr schön. Es gibt diese Trennwand auch in so vielen verschiedenen Designs, dass es nie langweilig wird. Ausserdem ist das System sehr flexibel und kann schnell und leicht verstaut werden ohne viel Platz in Anspruch zu nehmen, falls man es mal nicht mehr braucht.

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