Holzkunde: Eigenschaften und Verwendung von Laubhölzern

09.06.2014 |  Von  |  Allgemein
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Holzkunde: Eigenschaften und Verwendung von Laubhölzern
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Laubhölzer eignen sich aus unterschiedlichsten Gründen für den Möbelbau. Sie sind meist hart und witterungsbeständig, zudem ist die Färbung oftmals sehr dekorativ. Nicht alle Laubhölzer – insbesondere der exotischen Art – sind günstig, allerdings handelt es sich hier auch um Qualitätshölzer, an denen Sie lange Freude haben werden.

In diesem Artikel soll ein Überblick über die populärsten Laubhölzer gegeben werden, welche beim Möbelbau eine Rolle spielen. Lernen Sie die Vorzüge der unterschiedlichen Hölzer kennen und erhalten Sie eine Entscheidungshilfe, falls Sie den Kauf neuer Möbel planen oder sogar selbst Möbel herstellen möchten.

Afrikanisches und amerikanisches Mahagoni-Holz




Afrikanisches Mahagoni-Holz trägt die Bezeichnung Khaya ivorensis, Khaya anthoteca oder Khaya grandifoliola, amerikanisches Mahagoni-Holz wird als Swietenia macrophylla bezeichnet. Beide Hölzer haben trotz unterschiedlicher Herkunft eine vergleichbare Optik und ähnliche Eigenschaften. Mahagoni-Hölzer zählen zu den edelsten Hölzern beim Möbelbau. Die Färbung ist dunkelbraun, charakteristisch ist ein Rotschimmer. Mahagoni-Hölzer sind sehr harte, robuste Hölzer.




Afrikanisches Mahagoni wird meist zum Bau von Möbeln oder als hochwertiges Bauholz sowie bei der Herstellung von Musikinstrumenten verwendet. Amerikanisches Mahagoni ist noch dauerhafter als afrikanisches, weshalb es darüber hinaus beim Bootsbau Verwendung findet. Achten Sie beim Kauf von Mahagoni darauf, dass es zu fairen Arbeits- und Umweltbedingungen abgeholzt wurde.

Ahorn – enorme Artenvielfalt, insbesondere für Möbel im Innenbereich geeignet

Ahornhölzer sind beliebt beim Möbelbau, aber auch Musikinstrumente werden aus diesem Holz angefertigt. Zwar ist Ahornholz hart, dennoch weist es keine Dauerhaftigkeit auf. Deshalb eignet sich Ahornholz nur für Möbel, die im Innenbereich platziert werden. Holz aus Ahorn (Acer pseudoplatanus) hat eine hellgelbe bis weissliche Färbung, die aufgrund der enormen Artenvielfalt variiert. Insgesamt sind etwa 110 bis 200 Ahorn-Arten in Eurasien, Nordafrika, Zentral- und Nordamerika bekannt, die Angabe schwankt je nach Autor stark.

Birke. (Bild: VladislavGudovskiy / Shutterstock.com)

Birke. (Bild: VladislavGudovskiy / Shutterstock.com)

Birke und Buche – klassische, harte Hölzer mit geringer Dauerhaftigkeit

Birke (Betula pendula) und Buche (Fagus sylvatica) zählen zu den beliebtesten Laubhölzern beim Möbelbau. Beide Holzarten sind hart und wenig dauerhaft, weshalb sie unbehandelt nur bei Möbeln verwendet werden sollten, die im Innenraum platziert werden. Die Buche bietet gegenüber der Birke einige Vorteile: Buchenholz ist deutlich besser tränkbar und kann deshalb weitaus wirksamer gegen Witterungseinflüsse und Schädlinge geschützt werden. Auch ist die Farbgestaltung von Buchenholz variabel: Unbehandeltes Buchenholz ist gelblich, durch Dämpfen erhält es eine rötliche Optik.




Europäische Eiche – hartes, dauerhaftes Holz für den Innen- und Aussenbereich




Das Holz der europäischen Eiche (Quercus petraea, Quercus robur) ist sehr hart und dauerhaft. Diese Eigenschaften erlauben in Kombination mit der durch die gelbbraune, leicht grünliche Färbung ansprechenden Optik vielseitige Verwendungsmöglichkeiten im Innen- und Aussenbereich. Möbel aus Eiche sind ebenso verbreitet und populär wie Parkettböden. Auch im Wasserbau wird Eiche verwendet, da es bei entsprechender Behandlung sehr beständig ist.

Erlenholz – günstiges, dunkles Holz für den Möbelbau

Das Holz der Erle (Alnus glutionsa) ist günstig im Einkauf und eignet sich hervorragend für den Möbelbau. Durch die Weichheit in Kombination mit einer interessanten Optik durch eine braun-rötliche Farbgebung wird es sehr gerne als günstigere Alternative zu teureren dunklen Hölzern beim Möbelbau verwendet.

Europäische Esche – zäh, widerstandsfähig und elastisch

Das Holz der europäischen Esche (Fraxinus excelsior) kombiniert gleich mehrere vorteilhafte Eigenschaften. Es handelt sich hierbei zwar um ein hartes, zähes und widerstandsfähiges Holz, dennoch ist es elastisch. In seiner Beschaffenheit ähnelt Eschenholz dem Ebenholz. Es eignet sich vor allem für Möbelstücke in extravaganter Bauweise. Auch Sportbögen und Werkzeugstiele werden aus diesem Holz hergestellt.

Kirsche. (Bild: Alfgar / Shutterstock.com)

Kirsche. (Bild: Alfgar / Shutterstock.com)

Europäische Kirsche – hartes Holz mit schöner Optik

Kirschholz ist nicht nur für die charakteristische rotbräunliche Färbung bekannt, sondern auch für die überdurchschnittliche Holzhärte. Gerne wird es beim Möbelbau oder bei Furnieren verwendet.

Linde und Pappel – weiche Hölzer für Schnitzereien und Verpackungen

Neben klassischen Möbeln sind auch Schnitzereien aus Holz ausgesprochen dekorativ. Das Holz der Linde (Tilia spp.) gilt als sehr weich und dimensionsstabil, weshalb es sich hier besonders gut eignet. Auch das Holz der Pappel ist weich und weniger dauerhaft, gerne wird es bei Verpackungen verwendet.

Teakholz – ideal geeignet für Gartenmöbel

Teakholz (Tectona grandis) ist eine rötlich-braune Holzart, die besonders für Gartenmöbel geeignet ist. Denn diese Holzart weist eine sehr hohe Dauerhaftigkeit und Härte auf. Deshalb ist sie weniger empfindlich gegenüber Witterungseinflüssen und muss weniger aufmerksam gepflegt werden. Beachten Sie also bei der Anschaffung von Gartenmöbeln, dass diese aus Teakholz oder einem ähnlich robusten Holz hergestellt sein sollten.




Walnuss – dekoratives Holz für Innenausbau und Furniere

Walnussholz (Juglans regia) ist ein ausgesprochen dekoratives Holz, das eine hellgolden-gelbe bis dunkelbraune Färbung aufweist. Aus Walnussholz lassen sich sehr ansprechende Möbelstücke fertigen. Das Holz ist recht robust und hart, allerdings gibt es dauerhaftere Hölzer. Durch die typische Maserung eignet sich Walnussholz für die Herstellung von Tischplatten, Furnieren und Möbelstücken für den Innenbereich.

 

Oberstes Bild: © Piotr Krzeslak – Shutterstock.com


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