Kleine Kinderzimmer – Spiel und Spass trotz wenig Platz

17.07.2014 |  Von  |  Allgemein, Kinderzimmer
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Kleine Kinderzimmer – Spiel und Spass trotz wenig Platz
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Nicht alle Paare sind mit einer geräumigen Wohnung oder gar einem eigenen Haus gesegnet. Kündigt sich Nachwuchs an, bleibt daher für die Einrichtung eines Kinderzimmers oft nur eine Kompromisslösung auf wenig Fläche. Doch auch kleine Räume haben ihren Charme und können für Sohn oder Tochter ein toller Ort zum Aufwachsen sein. Mit ein paar Tipps und den richtigen Möbeln ist die Gestaltung nicht schwer.

Das Kinderzimmer als multifunktionaler Ort

Kinderzimmer sollen ein Ort sein, in dem Grosswerden Spass macht. Hier sollen die lieben Kleinen spielen, malen, toben und lernen können. Und nicht zuletzt ist dieser Raum auch ein Rückzugsbereich zum Träumen und Schlafen. All diesen Anforderungen auf wenigen Quadratmetern gerecht zu werden, ist nicht ganz einfach, sondern erfordert gestalterisches Geschick und passende Möbel.




So stellt sich zunächst oft die Frage nach einem Schlafplatz, der gemütlich und ausreichend gross ist, der aber nicht das ganze Zimmer einnimmt. Ist hier die Aufstellung eines normalen Bettes ungünstig, kann mit einem Wandklappbett eine gute Alternative gefunden werden. Im hochgeklappten Zustand lässt es sich tagsüber beispielsweise durch eine an der Unterseite angebrachte Kreidetafel praktisch nutzen.

Wichtig ist, neben einer guten Schlafstätte, auch ein ausreichend grosser Spielbereich und Stauflächen für all die Dinge, die der Nachwuchs so braucht. Weniger geeignet sind dabei offene Regale. Kinder lassen sich schnell ablenken und entdecken immer wieder neue Spielsachen oder Bücher, die sie unbedingt „sofort“ haben müssen. Dabei landen immer mehr Gegenstände auf dem Boden und das Chaos im Kinderzimmer ist vorprogrammiert. Besser zur Aufbewahrung des Spielzeugs eignen sich daher geschlossene Schränke oder Kommoden. In offenen Regalen sollten nur wenige ausgewählte Spielsachen beheimatet sein, den Rest gibt es auf Anfrage von Mama oder Papa. Auf diese Weise kann die Ordnung im kleinen Reich besser im Griff behalten werden.

Ordnung ist das halbe Leben

Ordnung ist überhaupt ein wichtiges Stichwort: Ist gerade in kleinen Kinderzimmern der Platz für all die Autos, Bausteine, Puppen, Kuscheltiere, Malbücher und Holzeisenbahnen begrenzt, bedarf es eines sinnvollen Auslagerungskonzeptes. So können Spielsachen, die nicht ständig benutzt werden oder die ohnehin nur saisonal verwendet werden (wie Schlittschuhe, Federballspiel oder Drachen), auch im Keller oder auf dem Dachboden aufbewahrt und bei Bedarf von dort zurückgeholt werden. Dieses Vorgehen hat auch den angenehmen Nebeneffekt, dass sich Sohn oder Tochter immer wieder neu über die Dinge freuen, die nicht jeden Tag vor Augen und manchmal sogar schon fast vergessen sind.

Wichtig bei der Auslagerung: Ein schneller und unkomplizierter Zugriff sollte jederzeit möglich sein. Hierfür eignen sich beispielsweise Umzugskartons oder Archivboxen, die in grossflächigen Regalen im Keller aufbewahrt werden. Praktisch unverzichtbar ist hierbei eine gute Beschriftung – so wird alles schnell wiedergefunden.

Bei beengten Platzverhältnissen im Kinderzimmer ist eine anderweitige Unterbringung auch bei weiteren Dingen sinnvoll. (Bild: Bildagentur Zoonar GmbH / Shutterstock.com)

Bei beengten Platzverhältnissen im Kinderzimmer ist eine anderweitige Unterbringung auch bei weiteren Dingen sinnvoll. (Bild: Bildagentur Zoonar GmbH / Shutterstock.com)





Luftige Raumgestaltung mit schwebenden Möbeln




Bei beengten Platzverhältnissen im Kinderzimmer ist eine anderweitige Unterbringung auch bei weiteren Dingen sinnvoll. So kann die Kleidung des Sprösslings in einem eigens dazu angeschafften Schränkchen in Flur oder Elternschlafzimmer untergebracht werden. Und Kinderbücher können durchaus in die Familienbibliothek im Wohnzimmer mit aufgenommen werden, da ein gemeinsames Lesen oder Anschauen oftmals ohnehin auf dem Sofa stattfindet.




Für die im Kinderzimmer verbleibenden Spielsachen, Malstifte und Kuscheltiere heisst es dann, zweckmässige und funktionale Möbel zu finden. Hierbei ist es wichtig, keine klobigen Schränke zu verwenden, sondern trotz des geringen Platzes eine möglichst luftige Situation zu schaffen. Eine tolle Lösung sind sogenannte „schwebende Möbel“: Schränke oder Kommoden, die an der Wand befestigt werden und somit nicht auf dem Fussboden stehen. Auf diese Weise wird ein angenehmes Raumgefühl erzeugt und dem Kind mehr Fläche zum Spielen gegeben.

Ebenfalls sinnvoll sind Regale oder Hängeschränke über der Tür und – soweit möglich – auch über dem Fenster. Hier sollten schmale Modelle in hellen Farben bevorzugt werden, die nicht aufdringlich wirken und das ohnehin schon kleine Zimmer optisch weiter einengen.




Die richtige Farbe macht’s

Ganz wichtig bei kleinen Räumen ist eine wirkungsvolle Farbgestaltung. Dies gilt für die Möbel ebenso wie für Wände und Vorhänge. Für Wand und Einrichtungsgegenstände eignen sich am besten helle, freundliche Farben, Cremetöne oder auch das gute alte Weiss. Mit ein paar hübschen Applikationen oder Bildern an den Wänden tragen sie nicht nur zum fröhlichen Erscheinungsbild des Zimmers bei, sondern sorgen auch für eine optische Vergrösserung. Als Farbtupfer können dann die Vorhänge durchaus mit kräftigen Farben wie Rot oder Blau einen stilvollen Kontrast bieten.

Ähnliches gilt für das Licht: Gerade in engen Zimmern ist es oft nicht besonders hell. Hier helfen gute Wand- und Deckenleuchten sowie Lichtspots weiter und erzeugen eine freundliche Atmosphäre im Spielbereich und gedämpfte Beleuchtung am Bett.

Mit diesen Tipps und den passenden Möbeln wird auch ein kleines Zimmer schnell zum Spiel- und Wohlfühlort für den Nachwuchs.

 

Oberstes Bild: © Africa Studio – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


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