Kleine Leuchtenkunde Teil 1: Welche Leuchte wofür?

28.07.2014 |  Von  |  Allgemein
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Kleine Leuchtenkunde Teil 1: Welche Leuchte wofür?
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Lampen und Leuchten für die eigene Wohnung oder das Haus werden in erster Linie nach dem persönlichen Geschmack ausgewählt. Doch die Beleuchtung hat nicht nur Auswirkungen auf das Wohlgefühl, sondern hilft, Möbel und Einrichtungsgegenstände ins rechte Licht zu setzen. Daher sollten vor der Kaufentscheidung einige grundsätzliche Dinge beachtet werden.

Beleuchtung hat Wirkung

Die Beleuchtungssituation im Wohn- und Arbeitsbereich hat grosse Auswirkungen auf die physische und psychische Befindlichkeit von Menschen. Um hier einen weitgehend idealen Zustand zu erreichen, sollte eine möglichst gleichmässige Verteilung des Lichts wie auch der Beleuchtungsstärke gewährleistet sein. Alle Gegenstände im Blickfeld müssen mühelos erkennbar sein. Auch darf das Licht nicht blenden.




Beim Kauf sollte ferner grosses Augenmerk auf eine passende Lichtfarbe gelegt werden, die sich durch einen einfachen Blick auf die Verpackung des jeweiligen Leuchtmittels feststellen lässt. Für Wohn- und Kinderzimmer sind warme Lichtfarben vorzuziehen, für Küchen, Bäder, Keller und Werkstatt hingegen eignen sich kalte Lichtfarben besser. Eine Ausnahme stellen Wohnküchen dar. Hier sollte eine gemischte Beleuchtung zum Einsatz kommen – im Arbeitsbereich eher mit kalten Lichtfarben, am Esstisch besser mit Warmtönen. So gelingt sowohl das Zubereiten des Essens unter vernünftigen Lichtverhältnissen, als auch das gemütliche Zusammensein beim späteren Verzehr. All diese Dinge gilt es vor dem Kauf einer passenden Leuchte zu bedenken.




Welche Leuchte wofür?

Wer auf der Suche nach geeigneten Leuchten für Haus oder Wohnung ist, sollte also zunächst die verschiedenen Verwendungszwecke im Kopf haben: Ein Wohnzimmer muss gemütlich und trotzdem möglichst hell ausgeleuchtet werden, Kinder wünschen sich für ihr Reich zumeist lustige Motivleuchten und in der Küche zählt vor allem Zweckmässigkeit und das gezielte Anstrahlen der wichtigsten Arbeitsbereiche. Vor dem Kauf gibt es in Sachen Beleuchtung zunächst zwei grundsätzliche Fragen zu beantworten: Welche Leuchtmittel sollen zum Einsatz kommen und wie können diese stilvoll in das Ambiente des Wohnbereiches integriert werden? Hierzu ist es hilfreich, sich ein paar Grundkenntnisse über das Sortiment an Leuchten anzueignen.




Steh- und Tischleuchten

Steh- und Tischleuchten vermögen im Wohnbereich auf angenehme Weise Lichtinseln zu schaffen. Vor allem zur Beleuchtung einer Sitzecke, des Schreibtisches oder eines Lesesessels leisten diese Beleuchtungskörper hervorragende Dienste. Zudem grenzen sie einen bestimmten Bereich im Zimmer vom Rest des Raumes ab und schaffen so eine gemütliche Atmosphäre. Auch, wenn ansonsten eine sehr gute Allgemeinbeleuchtung vorhanden ist, sollte auf diese Beleuchtungsart in keiner Wohnung verzichtet werden. So würde ein Wohnzimmer, in dem ausschliesslich eine Deckenbeleuchtung zum Einsatz kommt, ungemütlich und unfreundlich wirken.

Auch neben dem Fernsehapparat ist eine kleine Tisch- oder auch eine Stehleuchte sehr vorteilhaft, damit der Kontrast zwischen dem hellen Bildschirm und dem übrigen Zimmer für die Augen nicht zu stark ist. Um entsprechende Leuchten stilvoll zu platzieren, kann beispielsweise ein kleines Wandregal zum Einsatz kommen oder ein Sideboard, auf dem zugleich der Fernsehapparat seinen Standort findet.






Deckenleuchten. (Bild: Digital Storm / Shutterstock.com)

Deckenleuchten. (Bild: Digital Storm / Shutterstock.com)

Deckenleuchten

Praktisch unverzichtbar in jedem Raum ist eine Deckenleuchte. Zumeist in der Mitte des Zimmers angebracht, verbreitet sie das Licht gleichmässig in alle Bereiche des Raumes. Die hierzu nötige Beleuchtungsstärke hängt vor allem von der Grösse des jeweiligen Zimmers ab und wird durch eine ausreichend grosse Zahl an Leuchtmitteln (bei Glüh- und Energiesparlampen) beziehungsweise durch einen entsprechende Leuchtstärke (vor allem bei Halogenstrahlern) erzeugt.

Deckenleuchten unterteilen sich in flache Modelle, die direkt an der Zimmerdecke angebracht werden und Pendelleuchten, die an einer Kette, einem Seil oder auch direkt an der Zuleitung in einem bestimmten Abstand von der Decke hängen. Damit Pendelleuchten in der Lage sind, das gesamte Zimmer zu erhellen, sollten sie ausreichend hoch aufgehängt werden und vorzugsweise mit einem transparenten Schirm oder einer Glaskugel ausgestattet sein. Pendelleuchten mit lichtundurchlässigen Lampenschirmen eignen sich eher als zusätzliche Beleuchtungskörper für Sitz- oder Essecken. Damit hier jedoch eine Blendwirkung vermieden wird, sollten über Tischen angebrachte Pendelleuchten nur knapp oberhalb der Augenhöhe der sitzenden Personen aufgehängt sein.

Wandleuchten




Wandleuchten dienen vor allem dazu, bestimmte Teile eines Raumes oder auch besondere Gegenstände im Zimmer zu erhellen. So eignen sich diese Leuchten insbesondere für eine stilvolle Ausleuchtung von Sitzbereichen oder auch neben Spiegeln, Bildern oder anderen Kunstgegenständen, die besonders in Szene gesetzt werden sollen. Hinsichtlich der Wahl geeigneter Modelle sollte beachtet werden, dass Wandleuchten viel stärker im Blickfeld liegen als Deckenleuchten. Insofern ist er hier besonders wichtig, auf passende Formen zu achten, die sich dem Gesamtambiente des Raumes anpassen.

Spots und Stabsysteme

Durch Spots oder auch Stabsysteme wird ein begrenzter Raum gezielt mit konzentriertem Licht erhellt. Mit flexiblen Modellen, die sich in der Abstrahlungsrichtung verändern lassen, gelingt es leicht, besondere Möbelstücke, wie den edlen Sekretär oder einen besonderen Sessel, anzustrahlen, ein Gemälde oder auch die Ahnengalerie im Flur. Auch für den Büroarbeitsplatz im häuslichen Bereich können Spots und Lichtstäbe eine gute Möglichkeit bieten, ebenso ansehnliche wie ergonomische Lichtverhältnisse zu erzeugen.

Mit den richtigen Leuchten Eindruck machen

Mit den jeweils richtigen Leuchten für alle Anforderungen und Bereiche kann Eindruck gemacht werden: Der gesamte Wohnbereich profitiert von einem intelligenten und stilvollen Beleuchtungskonzept. Das kommt Bewohnern und Gästen gleichermassen zu Gute und lässt Möbel, Einrichtungsgegenstände und Accessoires erst richtig zur Geltung kommen.

 

Oberstes Bild: © Patryk Kosmider – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


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