Lange Freude an den Möbeln: Pflegetipps für alle Oberflächen

11.06.2014 |  Von  |  Allgemein
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Lange Freude an den Möbeln: Pflegetipps für alle Oberflächen
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Die Kommode im Flur, die Couch im Kinderzimmer und der Ledersessel vor dem Fernseher: Möbel bestehen aus den verschiedensten Materialien und Oberflächen. Und so unterschiedlich Holz, Textil und Leder sind, so unterschiedlich ist auch die richtige Pflege. Wer sich hier auskennt, kann seine Möbel lange schön erhalten.

Textile Oberflächen

Textilprodukte benötigen normalerweise nur sehr wenig Pflege. In aller Regel genügt ein Absaugen mit der Textildüse des Staubsaugers. Gegebenenfalls kann bei bestimmten Polstermöbeln eine spezielle Schutzcreme zum Einsatz kommen.

Bei der Entfernung möglicher Flecken hängt das Vorgehen von der Art des Materials und dessen Eigenschaften ab. Manche Bezugsstoffe reagieren empfindlich auf bestimmte Reinigungsprodukte. Daher sollte – sofern vorhanden – ein Blick in die mitgelieferten Spezifikationen des Möbelstücks oder ein an der Rück- oder Unterseite angebrachtes Etikett mit entsprechenden Angaben geworfen werden. Ebenso wichtig ist in jedem Fall der Test an einer unauffälligen Stelle, bevor mit der eigentlichen Reinigung im sichtbaren Bereich begonnen wird.

Die meisten Flecken auf textilen Oberflächen lassen sich mit gewöhnlichem – am besten warmem – Wasser entfernen. Hierbei sollte stets vorsichtig von aussen zur Mitte hin gerieben beziehungsweise getupft werden. Gegebenenfalls kann auch ein Textil-Cleaner zum Einsatz kommen, allerdings gilt es auch hier, die Anweisungen auf dem Produkt genau zu beachten. Grundsätzlich gilt: Je eher ein Fleck entfernt wird, desto leichter ist dies möglich.




Möbel aus Holz

Bei Holzmöbeln hängt die richtige Pflege in erster Linie von der Art des verwendeten Holzes sowie der jeweiligen Oberfläche ab. Bei unbehandelten hellen Holzarten wie Eiche, Kirsche, Birke und Tanne kann die Pflege mit einem speziellen Öl erfolgen. So wird eine schmutzabweisende Oberfläche erzeugt, die vor einem Eindringen von Staub und Feuchtigkeit in das Holz schützt. Zudem kommen durch das Öl die Struktur und Maserung des Holzes besser zur Geltung.




Bei geölten Möbeln genügt im Normalfall das Reinigen mit einem Staubtuch; eine weitere Pflege ist nicht nötig. Nur bei sehr aggressiver Verschmutzung kann über die Verwendung einer speziellen Pflegepolitur nachgedacht werden.

Wichtig bei Möbeln mit einer geölten Oberfläche: Nie chemische Reinigungsmittel verwenden! Diese hinterlassen unangenehme Spuren. Ebenfalls sollte beachtet werden, dass auf geölten Möbeln keine heissen Gegenstände abgestellt werden, da auch diese zu Beschädigungen führen können. Grundsätzlich gilt für alle Holzmöbel: Wasserflecken sofort beseitigen und nicht in das Holz einziehen lassen.




Leder

Lederoberflächen sollten stets vorsichtig und sehr schonend gereinigt werden. Auf keinen Fall dürfen aggressive Mittel wie Schuhcreme, Fleckenentferner oder Terpentin zur Anwendung kommen.

Flecken auf Leder werden vorzugsweise mit einem weichen, nur leicht feuchten Tuch weggewischt. Anschliessend sollte die betroffene Stelle unter Einsatz eines Wolltuches getrocknet werden. Auf jeden Fall wichtig bei Lederoberflächen ist die regelmässige Entfernung von Schmutz und Staub mithilfe eines Staubsaugers mit geeigneter Düse.




Bei Rauleder können verschüttete Flüssigkeiten wie Wasser, Bier oder Wein mit einem saugenden Haushaltstuch aufgenommen werden. Notfalls kann hier auch eine neutrale Waschmittellösung zur Abwendung kommen, die grossflächig aufgetragen wird und anschliessend gut trocknen muss.

In jedem Fall sollten Möbelstücke mit Lederoberfläche nicht über längere Zeit einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Dadurch könnte das Leder nachdunkeln oder auch ausbleichen.

Kunststoff- und Lackoberflächen

Möbel aus Kunststoffen oder mit Lackbeschichtung sind gewöhnlich sehr leicht zu pflegen, da diese Stoffe in aller Regel auch stärkeren Belastungen standhalten. Zumeist genügt für eine Reinigung das Abwischen mit einem feuchten Tuch. Gegebenenfalls kann ein Schuss verdünntes Waschmittel ins Putzwasser gegeben werden, um die Reinigung zu erleichtern.

Wichtig auch bei Kunststoff- und Lackoberflächen: Immer die Pflegehinweise des Herstellers beachten! Scharfe Reinigungsmittel und Polituren sollten nur dann Verwendung finden, wenn dies explizit vom Möbelhersteller zugelassen ist. Tipp: Kleinere Kratzer lassen sich vielfach mithilfe von etwas Zahnpasta beseitigen.

Garten- und Balkonmöbel. (Bild: Destinyweddingstudio / Shutterstock.com)

Garten- und Balkonmöbel. (Bild: Destinyweddingstudio / Shutterstock.com)

Garten- und Balkonmöbel

Die beliebtesten Holzarten für Garten- und Balkonmöbel sind Mahagoni und Teak – zumeist unlackiert und dafür geölt. Möbel für den Aussenbereich sind vielfältigen Witterungsbedingungen ausgesetzt und werden von Feuchtigkeit, Wärme und auch Kälte angegriffen. Insbesondere zum Saisonbeginn und -ende sollte daher eine gründliche Reinigung und Pflege vorgenommen werden. Zunächst empfiehlt sich das Entfernen von Verschmutzungen mithilfe einer Reinigungsbürste. Im Falle starker Verwitterungen sollte das Material bis auf die direkte Holzschicht abgeschliffen werden.

Schmutz und Ablagerungen können auch mit einem speziellen Teakholz- oder Magagoni-Entgrauer beseitigt werden. Anschliessend kann frisches Schutzöl – passend für das jeweilige Holz – aufgetragen werden. So erstrahlen auch ältere Garten- oder Balkonmöbel wieder in neuem Glanz. Ein Tipp: Vogelkot am besten sofort entfernen, bevor er durch seine ätzende Wirkung der Oberfläche schaden kann.

Glasoberflächen

Die Pflege von Spiegeln, Vitrinenscheiben oder anderen Glasoberflächen ist ohne grossen Aufwand zu bewerkstelligen. Zumeist genügt das Aufsprühen von Fensterreiniger, der auf dem Material verteilt und anschliessend trocken gerieben wird. Eine umweltschonende Möglichkeit ist die Verwendung von einigen Spritzern Spiritus oder Essig im Wischwasser.




Wichtig ist bei der Behandlung aller Oberflächen aus Glas das unbedingte Vermeiden von Kratzern, beispielsweise durch Sandkörner. Daher sollten nur sehr saubere Poliertücher zum Einsatz kommen. Am besten eignet sich hierfür ein feuchtes Microfasertuch. Sollten sich dennoch kleine Kratzer gebildet haben, lassen sich diese in vielen Fällen mit herkömmlicher Autopolitur behandeln.

 

Oberstes Bild: © Iakov Filimonov – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.



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