Sitzen oder nicht sitzen – das ist hier die Frage

15.08.2014 |  Von  |  Allgemein
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Sitzen oder nicht sitzen – das ist hier die Frage
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Wippen, federn, schaukeln, wackeln, swingen – wenn Sie einen Bürostuhl besitzen, der DAS nicht kann, dann sollten Sie schleunigst darüber nachdenken, sich einen neuen Schreibtischstuhl anzuschaffen, bevor stundenlanges Sitzen zur Strafe wird. Doch wie ist es denn nun eigentlich mit dem Sitzen, evolutionsbedingt sozusagen? Seit wann sitzt der Mensch und wie lange muss er noch? Und wenn er schon rumsitzt, tut er das auch gesund?

Besitzen Sie Sitzfleisch oder kneift der Stuhl?




Im Alter von etwa einem halben Jahr lernt jeder Mensch sitzen. Kaum kann das der kleine Matz, ohne umzufallen, fängt er auch schon an mit Krabbeln und später mit Laufen. Damit das Kind nun aber nicht davonläuft, kommt es in einen Hochstuhl, Krabbelstuhl oder Kindersitz. Spätestens in der Schule ist mit dem Herumlaufen aber Schluss, denn dann heisst es: stillsitzen. Wer nicht aufpasst, muss nachsitzen, und ganz faule Schüler bleiben sitzen. Es gibt eine ganze Menge Regeln rund um das Sitzen, die spätestens im Berufsleben an Bedeutung gewinnen: Der Chef bittet zum Gespräch und bietet seinem Angestellten einen Sitzplatz an. Der Mann rückt der Frau den Stuhl zurecht. Im Kino setzen sich nur Anfänger in die erste Reihe. Wenn der Richter in den Gerichtssaal kommt, darf niemand auf den Bänken sitzen bleiben. Hat der Angeklagte sehr viel Mist gebaut, dann sitzt er für ein paar Jahre ein. Eheprobleme werden auch in der Schweiz gern ausgesessen. Und beim Schweizer Psalm wird nicht gesessen, sondern gestanden. Und so weiter.




Sitzen Sie noch richtig oder liegen Sie schon flach?

Wer im Büro arbeitet, sitzt bis zu zehn Stunden am Tag, manchmal sogar noch länger, wenn man das anschliessende Sitzen auf dem Sofa mitzählt. Die Karriereleiter lässt sich auch im Sitzen erklimmen. Vorwiegend Männer ergattern einen Sitz in einem Aufsichtsrat, aber die Frauen holen auf. Schweizer Betriebe verlegen ihren Unternehmenssitz gern in lukrative Gegenden und weibliche Chefs sitzen nur selten, sondern passen auf, dass ihnen der Stuhl nicht wieder abgesägt wird. Das kann der aktuellen Bundeskanzlerin nicht passieren, denn sie wurde vom Schweizer Volk gewählt und sitzt fest im Sattel. Von Vorteil, nicht nur für die Karriere, sondern vor allem für die Gesundheit, ist der richtige Bürostuhl. Ein sogenannter Chefsessel – ausladend, breit und mindestens aus Hirschleder – ist nicht so bequem, wie er aussieht. Manchmal reicht zum Sitzen auch ein Gymnastikball. Zahnärzte sitzen auf einem Hocker, während der Patient im Zahnarztstuhl mehr oder weniger liegt und nicht sitzt.

Aber zurück ins Büro: Der richtige Bürostuhl schont den Rücken und kann noch viel mehr. Wenn er wippt, swoppt und sich auch den kleinsten Körperbewegungen anpasst, dann wird durch die ständigen Mikrobewegungen die Rückenmuskulatur gelockert, die Sauerstoffversorgung angekurbelt und die Gedächtnisleistung verbessert. Ein erstklassiger Schreibtischsstuhl hält demnach nicht nur den Rücken in Form, sondern macht obendrein klug. Probieren Sie es aus!

 

Oberstes Bild: © Ollyy – Shutterstock.com

Über Claudia Göpel

Als gelernte Zahntechnikerin schreibe ich exzellent recherchierte Texte rund um die Themen Zahnmedizin, Allgemeinmedizin, Geriatrie und Gesundheit.
Sie profitieren mit mir als Auftragstexterin zudem von einem reichen Erfahrungsschatz in den Berufsbereichen Gastronomie, Kultur und Recht. Blog- und Fachartikel über Kinder, Tiere (Hunde, Katzen, Vögel, Fische, Reptilien, Kleinsäuger, Vogelspinnen), Pflanzen, Mode, Möbel und Denkmalschutz schreibe ich ebenfalls mit Begeisterung und reichlich Hintergrundwissen.
Zum Ausgleich verfasse ich in meiner Freizeit Kriminalstorys sowie erotische Kurzgeschichten, die unter dem Pseudonym Anastasia in zahlreichen Büchern und Erotik-Magazinen veröffentlicht sind. Ausserdem bin ich seit vielen Jahren ehrenamtlich als Klinikclown für kranke Kinder in deutschen Krankenhäusern und Hospizen aktiv.


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