So lässt sich Bürolärm reduzieren

03.08.2019 |  Von  |  Büro
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So lässt sich Bürolärm reduzieren
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Lärm im Büro tritt vor allem in Grossraumbüros auf. Der nächste Mitarbeiter sitzt nur wenige Schritte entfernt und führt dieser ein Telefongespräch, bekommt der Nachbar jedes Detail mit. Telefonieren mehrere Mitarbeiter gleichzeitig oder führen Kunden- oder Privatgespräche, entsteht schnell ein Lärmpegel, bei dem konzentriertes Arbeiten kaum mehr möglich ist.

Es liegt im Interesse des Firmeninhabers, diesen Lärm zu reduzieren. Er kann schon bei der Planung des Büros geeigneten bauliche Massnahmen einleiten, um den Bürolärm zu reduzieren. Das genügt aber meist nicht. Durch Verhaltensregeln, an die sich jeder Mitarbeiter halten sollte, kann der Lärmpegel weiter gesenkt werden.

Lärm im Büro verringert die Produktivität

Manche Firmeninhaber machen es sich einfach: Wenn der Lärm zu gross wird, sollen die Mitarbeiter doch einen Gehörschutz tragen. Auf den ersten Blick scheint das eine praktikable Lösung zu sein, doch es verhindert auch die Kommunikation mit den Kunden und mit den Kollegen untereinander. So werden manche Anrufe einfach nicht entgegengenommen, weil der Mitarbeiter das Telefon nicht hört. Für eine gute Zusammenarbeit ist Kommunikation unerlässlich, welche durch einen Gehörschutz erschwert wird.

Durch Lärm im Büro sinkt die Konzentration, die Mitarbeiter machen häufiger Fehler, was sich letztendlich in der Arbeitsleistung widerspiegelt. Hinzu kommt, dass ein hoher Lärmpegel die Mitarbeiter aggressiv macht. Dadurch verschlechtert sich das Betriebsklima, was ebenfalls einen direkten Einfluss auf die Produktivität der Mitarbeiter hat.

Mit einfachen Massnahmen den Lärm reduzieren

Lärm im Büro ist oft die Summe aus vielen kleinen Lärmquellen, die für sich allein niemanden stören würde Diese kleinen Lärmquellen lässt sich durch ein paar einfache Massnahmen reduzieren.

Es beginnt schon mit der Büroeinrichtung. Teppichböden schlucken viel Lärm und erzeugen sofort ein leiseres Büro. Gute Büromöbel kaufen, die nicht bei der Bewegung einen quietschenden Laut von sich geben. Drucker und Computer erzeugen oft einen hohen Geräuschpegel. Auch hier lohnt es sich, bessere und leisere Geräte zu kaufen.



Die Tische sollten nicht so eng zusammenstehen. Dadurch hören die Kollegen die Gespräche vom Nachbartisch nicht mehr. Noch besser ist es, eine Trennwand zwischen den Büros aufzustellen.

Ein kleiner Trick, der die Geräuschentwicklung stark reduziert, sind Pflanzen im Büro. Diese schlucken den Lärm und es wird sofort ein wenig ruhiger.

Verhaltensregeln zur Lärmreduzierung

Auch die Mitarbeiter können viel dazu beitragen, damit es im Büro ruhiger wird. Gespräche zwischen Mitarbeitern sind wichtig, sofern es sich um Firmenangelegenheiten handelt. Diese müssen aber nicht immer im Büro stattfinden. Besser ist es, sich in einen Konferenzraum zurückzuziehen.

Ein paar einfache Verhaltensregeln haben oft grosse Wirkung. Wenn alle Mitarbeiter ihre Mobiltelefone auf „Vibration“ stellen, dann läutet es nicht ständig. Hinzu kommt, dass viele Mitarbeiter den gleichen Klingelton haben und beim Läuten sofort zehn Mitarbeiter ihr Handy ansehen.


Lärm im Büro reduziert nicht nur die Produktivität, sondern kann auch den Stresspegel enorm erhöhen. (Bild: alphaspirit – shutterstock.com)


Wenn Mitarbeiter häufig telefonieren müssen, ist es sinnvoll, ein Headset zu benutzen. Dadurch reduziert sich die Gesprächslautstärke. Mitarbeiter, die eng zusammenarbeiten, sitzen im Grossraumbüro am besten direkt nebeneinander. Dadurch ist ein schneller und geräuscharmer Informationsaustausch möglich.

Die Firmenleitung auf die Lärmbelästigung aufmerksam machen

Häufig sitzt der Chef in einem separaten Büro und bekommt von der Lärmbelästigung nichts mit. Es liegt in der Verantwortung der Mitarbeiter, die Firmenleitung darauf hinzuweisen. Dies sollte natürlich nicht aus dem Bauch heraus geschehen. “Besser ist es, den durchschnittlichen Lärmpegel im Büro zu messen. Dazu gibt es im Handel Lärmpegelmessgeräte”, empfiehlt das Büromagazin Officelux. Gute Geräte kosten um die hundert Euro. Wer das Geld nicht ausgeben möchte, kann den Lärmpegel auch mit dem Handy messen.

Damit besitzen die Mitarbeiter eine Gesprächsgrundlage. Ein Schallpegel bis 55 Dezibel ist für ein Büro noch akzeptabel. Besser ist es, wenn er den Wert von 45 dB nicht überschreitet. Beträgt der Lärmpegel dauerhaft mehr als 60 dB, sollten sich die Mitarbeiter zusammen mit dem Chef geeignete Massnahmen überlegen. Besser ist es, diese gemeinsam in einer Konferenz zu beschliessen. So sind alle Mitarbeiter daran beteiligt und es fällt leichter, die abgesprochenen Massnahmen einzuhalten.

Fazit: Lärm im Büro reduzieren und produktiver arbeiten

Den Lärmpegel im Büro so gering wie möglich zu halten ist die Aufgabe der Firmenleitung und der Mitarbeiter. Nur wenn alle zusammenwirken, entsteht ein angenehmes Geräuschklima, in dem alle gut arbeiten können. Es ist Aufgabe des Chefs, schon bei der Planung des Büros an den Lärm zu denken und geeignete bauliche Massnahme zu treffen.

Dies allein genügt aber nicht. Jeder Mitarbeiter muss seinen Beitrag dazu leisten. Längere Gespräche sollten vor dem Büro möglichst in speziellen Konferenzräumen stattfinden. Auch ein Handy muss nicht laut klingeln. Mit ein paar Handbewegungen ist es auf Vibration gestellt.

Viele Telefongespräch lassen den Lärmpegel schnell ansteigen. Mit einem Headset sprechen die Mitarbeiter normalerweise leiser in das Telefon. Die Verhaltensregeln zur Lärmreduzierung sollten für jeden sichtbar im Grossraumbüro aushängen. So kann sich niemand darauf berufen, er hätte davon nichts gewusst.

 

Titelbild: Africa Studio – shutterstock.com


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