Unerwünschte exotische Pflanzen im Garten

Gebietsfremde invasive Pflanzen haben den Weg in die hiesigen Gärten längst gefunden. Sie verbreiten sich rasant und verdrängen einheimische Arten. Seit über zehn Jahren geht der Kanton Appenzell Ausserrhoden gegen invasive Neophyten vor. Dabei ist er auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen.

Sie heissen Kirschlorbeer, Sommerflieder, Drüsiges Springkraut, Henry Geissblatt, Jungfernrebe, Schneebeere, Topinambur, Einjähriges Berufkraut oder Greiskraut und wachsen in der freien Natur, an Strassenrändern und in heimischen Gärten. Sie wirken harmlos und sind oftmals schön anzuschauen. Doch sie alle gehören zu den insgesamt 58 invasiven Neophyten, von denen knapp 20 im Appenzellerland vorkommen. Invasive Neophyten sind gebietsfremde Pflanzen, die bei uns eingeführt wurden, sich rasant ausbreiten und dadurch Probleme mit sich bringen. So verdrängen sie beispielsweise einheimische Arten, verursachen Schäden an der Infrastruktur und können sogar die Gesundheit beeinträchtigen.

In Appenzell Ausserrhoden wird der Ausbreitung von invasiven Neophyten seit mehreren Jahren erfolgreich entgegengewirkt. Ein Bekämpfungsteam befreit Jahr für Jahr öffentliche Flächen von gebietsfremden Problempflanzen. Aber auch die Bekämpfung durch Privatpersonen und Gartenbesitzenden ist nötig, damit invasive Neophyten verschwinden. Dabei muss beachtet werden, dass sich die Methoden zur erfolgreichen Bekämpfung von Pflanze zu Pflanze unterscheiden. Grundsätzlich gilt aber, die Pflanzen samt Wurzeln auszujäten und im Kehricht zu entsorgen.

Mitarbeitende der Fachstelle Pflanzenschutz des Amtes für Landwirtschaft Appenzell Ausserrhoden sind auf Nachfrage gerne bereit, Gärten auf invasive Neophyten abzusuchen und Alternativen zu empfehlen (Kontakt: 071 353 67 64 / landwirtschaft@ar.ch). Die Fachstelle dankt für die Mithilfe bei der Bekämpfung von invasiven Neophyten im Wohngebiet. Weitere Informationen sind auf www.ar.ch/neophyten abrufbar.

 

Quelle: Kanton Appenzell Ausserrhoden
Titelbild: RukiMedia – shutterstock.com

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