Willkommen in Fernost: So richten Sie Ihre Wohnung im Asia-Stil ein

09.06.2014 |  Von  |  Accessoires, Allgemein
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Willkommen in Fernost: So richten Sie Ihre Wohnung im Asia-Stil ein
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Den einen Asia-Stil gibt es nicht – dazu ist der grösste Kontinent der Erde kulturell zu vielschichtig. Dennoch wird unter Asia-Stil meist entweder eine minimalistisch-japanisches, buddhistisch inspiriertes oder in opulenten Farben schwelgendes, indisch beeinflusstes Interieur verstanden. Entsprechend stammen auch die meisten Möbel und Dekorationsgegenstände für den Asia-Stil aus Japan, China, Indien, Nepal und den südostasiatischen Ländern.

Wenn auch Sie die fernöstliche Atmosphäre lieben, finden Sie hier einige Tipps, wie Sie schnell und ohne grosse Kosten asiatisches Flair in Ihre Räume zaubern. Grundsätzlich gilt dabei für alle oben erwähnten Stilrichtungen: Setzen Sie den Raum mit wenigen, ausgewählten Möbelstücken Ihres Geschmacks in Szene und schaffen Sie danach mit Accessoires Ihre individuelle Atmosphäre. So haben Sie selbst die Wahl zwischen einem eher minimalistischen Ansatz oder einem hinreissenden Spiel aus Farben und Formen.

In Japan dominieren einerseits zarte Farben, vom natürlichen Hellbraun des Bambus über das schimmernde Off-White des Papyrus bis hin zu den lichten Pastelltönen von Porzellan und Stoffen; andererseits werden dort mit Lackrot, Tiefschwarz und Weiss klare, puristische Kontraste geschaffen. Der indische Subkontinent wiederum beeindruckt mit seinen leuchtenden Farbenspielen, die sich an Gewürztönen orientieren. China favorisiert die Farbe Gelb, da sie für Ausgeglichenheit sorgen soll. Wenn Sie allerdings eher zu Zen-buddhistisch inspirierten Wohnräumen tendieren, wartet ein Farbspektrum zwischen Anthrazit, Weiss und Wenge auf Sie.

Asiatische Möbel, gleich welchen Stils, zeichnen sich immer durch Ihre Natürlichkeit und hochwertige, handwerkliche Verarbeitung aus. Tun Sie sich den Gefallen, ein oder zwei wirklich schöne, nachhaltig hergestellte und importierte Stücke aus Holz zu erwerben statt preiswerterer Funierimitate aus Europa. Die typischen Hölzer wie recyceltes Teak, Sandel- oder Mangoholz können in ihrer Wärme und Maserung einfach nicht kopiert werden.

Viele Händler haben sich inzwischen auf den Import etwa der typischen chinesischen Hochzeitsschränke mit Messingbeschlägen spezialisiert. Sie sind noch dazu absolute Raumwunder, da sie im Verhältnis zu europäischen Schränken über eine beeindruckende Tiefe verfügen. Wenn Sie ein derartiges Prunkstück besitzen, stellt sich der Asia-Flair von selber ein – Sie brauchen dann nur noch ein paar stimmige Accessoires im Raum zu verteilen. Eine preiswerte Alternative sind schön gearbeitete Rattan- und Bambusmöbel. Sie geben Ihrem Wohn- und Schlafraum eine leichte, grüne Note und hellen gerade kleinere, eher dunklere Räume auf.




Das Bambusthema können Sie dann in Matten statt Teppichen aufgreifen. Auch grosse Lampions, die sich vom Fachmann elektrifizieren lassen oder mit einem Glaseinsatz und Kerzen als atmosphärische Bodenleuchten verteilt werden können, sind mit dekorativem Bambusgitter erhältlich. Als Raumtrenner eignen sich Paravents aus demselben Material, die mit asiatischen Seidenstoffen bezogen oder aber dem typischen Shoji-Papier bespannt werden können.

Die Natur spielt gerade in der japanischen Einrichtungskultur ebenfalls eine grosse Rolle. Sie können mit Orchideen und einzelnen Zweigen, etwa von der Kirsche, Akzente setzen. Aber auch üppige Bambuspflanzen in grossen Töpfen fühlen sich in Innenräumen wohl und können in Multifunktionszimmern als Raumtrenner dienen.






Ein besonders preiswertes Dekorationselement sind Steine verschiedener Grössen. (Bild: Mark III Photonics / Shutterstock.com)

Ein besonders preiswertes Dekorationselement sind Steine verschiedener Grössen. (Bild: Mark III Photonics / Shutterstock.com)





Ein besonders preiswertes Dekorationselement sind Steine verschiedener Grössen. Selbst gesammelt und mit grossen, runden Kerzen zu dekorativen Stillleben gestaltet, machen sie sich besonders schön in Meditationsecken. Dazu passen Bonsai-Bäume wunderbar. Sie sind zwar eine Wissenschaft für sich, aber auch ein wunderbares neues Hobby und fügen sich exzellent in Zen-inspirierte Umgebungen ein.




In vielen asiatischen Kulturen findet das Familienleben in Bodennähe statt. Sie können diesen Trend mit Tatami-Matten und Opiumtischen aufgreifen. Sogar an das Essen im Sitzen können Sie sich überraschend schnell gewöhnen, solange ein paar feste Kissen als Unterlage vorhanden sind.

Natürlich gehören auch Buddhastatuen inzwischen zu den viel genutzten Dekorationselementen. Sie müssen kein Buddhist sein, um an der Glückseligkeit dieses Symbols Freude zu finden. Übertreiben Sie es allerdings nicht mit den Figuren – tauchen sie inflationär auf, verlieren sie ihre beruhigende, erleuchtende Wirkung. Es müssen ausserdem nicht immer Statuen sein; auch mit tibetischen Fahnen, auf denen die verschiedenen buddhistischen Heiligkeiten zu sehen sind, einem selbstgemalten Wandbild oder einem gross gezogenen Tempelfoto holen Sie sich den Zen-Geist nach Hause.




Im Schlafzimmer sorgen Überwurf und Kissen aus chinesischer bestickter Seide in leuchtenden Farben für ein entspanntes Einschlummern. Natürlich können Sie auch alte Saris zweckentfremden, die sich inzwischen im Internet problemlos bestellen lassen. Sie eignen sich als Sesselüberwürfe und können mit ein wenig Fingerfertigkeit schnell zu Vorhängen umgearbeitet werden.

Ersetzen Sie Nachttischlampen doch mal durch Lampions und die Nachttische selbst durch bodennahe, lackierte Beistelltische mit charakteristisch gekrümmten Beinen. Wie wäre es hier mit dem asiatischen Glücksdrachen als wiederauftauchendem Motiv? Einem eher puristischen Stil kommen Sie mit grossen japanischen Schriftzeichen als Wandpaneelen entgegen. Die kalligrafischen Meisterwerke gibt es als Poster; Sie können aber auch selbst einfach mal einen Workshop besuchen und sich Ihr eigenes Symbol direkt auf die Wand pinseln.

Kleinere, zusätzliche Accessoires finden Sie in jedem Asia-Markt. Bitten Sie auch Freunde und Verwandte, Ihnen entsprechende Kleinode von Reisen mitzubringen.

 

Oberstes Bild: © romakoma – Shutterstock.com



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