Zum Umgang mit feuchten Wänden

06.10.2014 |  Von  |  Allgemein
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Zum Umgang mit feuchten Wänden
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Kurz vor Ihrem Umzug haben Sie bemerkt, dass in Ihrem neuen Wohnhaus das Mauerwerk an einigen Stellen feucht ist? Die Wände lediglich trocken zu legen oder abzudichten ist hier oft nicht genug. Zunächst müssen Sie sich anders betätigen.

Als erstes müssen Sie der Ursache der Feuchtigkeit auf den Grund gehen. Ob neues oder altes Haus ist hier egal, unter Umständen kann es sein, dass die Feuchtigkeit aus der Erde aufsteigt und so die Ursache für das Problem darstellt. Vielleicht ist der Auslöser allerdings auch wesentlich harmloser und liegt in Kondens- oder Spritzwasser, das Wasseransammlungen im Mauerwerk verursacht. Sogar das Wetter – zum Beispiel bei Frost, Regen etc. – kann sich Wasser mit der Zeit durch Kondensation als Feuchtigkeit im Mauerwerk niederlassen und sich einen Weg nach oben suchen.

Der Fachmann sollte die Suche nach der Ursache übernehmen

Den Schaden sollte in einem ersten Schritt ein erfahrener Experte analysiert werden. Ermittelt werden sollten dabei die sogenannte Sättigungsfeuchte und auch der Grad der hygroskopischen Gleichgewichtsfeuchte. Der Fachmann ist im Besitz des entsprechenden Werkzeugs und kann Ihnen die erforderlichen Informationen bereitstellen. Erst nach einer solchen professionellen Analyse können die nächsten Schritte geplant werden.




Liegt das Problem in der aufsteigenden Feuchtigkeit, kann man das Problem mit einem speziellen Abdichtungsverfahren beheben. Hier geht es nicht lediglich um Schönheitsreparaturen. Sie haben jetzt unterschiedliche Optionen, wobei die mechanische Sperre die gängigste Methode ist. Im Zuge dieser Reparatur wird eine wassersperrende Kunststoff- oder Bitumenbahn in das Mauerwerk eingelassen, das dazu im ersten Schritt aufgesägt wird. Dadurch wird der nötige Raum für die Abdichtung geschaffen, was ein hohes Risiko statischer Schäden oder das Bilden von Rissen bedingen kann. Deshalb sollten Sie auch diesen Arbeitsschritt vom Profi erledigen lassen.

Die Schadensbehebung bei feuchten Wänden ist nicht immer einfach und sollte vom Experten unterstützt werden. (Bild: Yellowj / Shutterstock.com)

Die Schadensbehebung bei feuchten Wänden ist nicht immer einfach und sollte vom Experten unterstützt werden. (Bild: Yellowj / Shutterstock.com)

Die Qualität der Baustoffe ist entscheidend

Handelt es sich nicht um aufsteigende Feuchtigkeit, sondern nur um falsches Lüftungsverhalten oder Spritzwasser, können Sie selbst Hand anlegen. Schon ein herkömmlicher Luftentfeuchter kann hier Abhilfe schaffen und ein trockeneres Raumklima schaffen. Nach dieser Massnahme ist es empfehlenswert mit Luftkalkmörtel zu arbeiten, um die Feuchtigkeit loszuwerden. Es kann sein, dass man nach einigen Wochen oder Monaten den alten Putz herunternehmen und neuen auftragen muss. Das ist zwar eine arbeitsreiche Methode, aber gleichzeitig schonend und nachhaltig effizient.




Abdichtungsmassnahmen kann man in jedem Fall ergreifen, um sich seiner Sache sicher zu sein.

 

Oberstes Bild: © Diepre – Shutterstock.com

Über Sandra Katemann

Sandra Katemann ist ausgebildete Bürofachwirtin im Personal- und Rechnungswesen, Werbetexterin und Coach und seit 2006 freiberuflich tätig. Sie verfügt über umfassendes Know-how in Sachen Marketing, Personalwesen, Redaktion, Konzeption, Presse- und Textarbeit.


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