Kai Gauger

Klassisch, modern, genial: das Digitalpiano

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das Klavier war im 19. Jahrhundert der kulturelle Mittelpunkt der bürgerlichen Welt. Es gab eine unvorstellbar umfangreiche Klavierliteratur (denken Sie nur an Schubert). Dem Spaziergänger durch abendliche Gassen muss aus jeder guten Stube ein abwechslungsreiches Konzert entgegengeschallt sein. Im 20. Jahrhundert ging der Besitz von Klavieren mit steigender Produktion von Grammofonen und deren Nachfolgern zurück. Und im 21. Jahrhundert? Ist das Klavier ausgestorben? – Beileibe nicht. Vielmehr tritt es einen neuen Siegeszug in die Wohn- und Musikzimmer an. Und zwar in der Form des Digitalpianos. Für den Musiker ist das Klavier Zufluchtsort und Enzyklopädie: Kein anderes Instrument hält mehr Möglichkeiten bereit. Für den Ästhetiker, den Liebhaber schöner Interieurs ist es ein erlesenes Wohnaccessoire. Und für den Besitzer ist es ein finanzielles Sorgenkind. Wenn auf die heissen Spätsommertage der feuchte, kalte Herbst folgte und plötzlich die Saiten hohl zu schollern begannen, zog meine Mutter ihr Klavierstimmer-Gesicht. Da wusste ich: Jetzt wird es wieder teuer.

Weiterlesen

Wandbegrünung: Mit Pflanzen malen

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wer ein neues Haus einrichtet, steht irgendwann vor den frisch tapezierten oder lasierten Wänden und gesteht sich ein, dass hier irgendetwas fehlt. Die Tapete ist schön, die Lasur gut gelungen – aber die Wände wirken unpersönlich und kahl. Im Normalfall werden wir nun Fotos, Gemälde & Co. stilvoll präsentieren: Wir wählen unsere Lieblingsbilder und -fotos und setzen sie ins richtige Licht. Oder – der aussergewöhnlichere Weg – wir holen uns ein Stück Garten ins Wohnzimmer. Wie das? – Ganz einfach: mit einer Wandbegrünung. Wandbegrünungen haben etwas Surrealistisches: Inmitten der Wand erstreckt sich ein sattgrüner Teppich von Moosen, Farnen, Kräutern, akzentuiert von rotblühenden Flamingoblumen, ohne dass zu ergründen wäre, woher dieses lebendige Bild sein Substrat und sein Wasser bekäme. Ein ausgeklügeltes Installationssystem macht das grüne Wunder möglich. Dieser Artikel befasst sich mit seinen Grundlagen und zählt die Vorteile auf.

Weiterlesen

Das Baumhaus: Luftschloss für Kinder und Erwachsene

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Kinder lieben Rückzugsorte. Im Kinderzimmer bauen sie Buden und Verstecke, im Garten schaffen sie Höhlen und Flechtwerke aus Ästen und Weiden. Kinder brauchen ihre eigene Welt – und am schönsten ist diese Welt, wenn sie sich über die der Erwachsenen erhebt. Darum gibt es für Kinder im Garten kaum einen schöneren Aufenthaltsort als das Baumhaus. Wenn Sie nicht gern handwerkeln, können Sie Ihren Kindern Bretter, Hammer, Nägel und ein Kletterseil in die Hand drücken. Aber auch falls Ihre Jungs die geborenen Tüftler sein sollten, werden Sie Ihr schlechtes Gewissen nicht so schnell loswerden. Das Ding, das dort oben im Baum heranwächst, sieht aus wie einem Abenteuerroman des 19. Jahrhunderts entnommen. Und Sie fürchten den Tag, an dem Ihre Kinder es ausprobieren wollen. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Sie können ein Baumhaus kaufen. Oder Sie versuchen, selbst eins zu bauen.

Weiterlesen

Der Flipper – Spassmaschine und Geschicklichkeitsspiel

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Im meiner Jugend (die mittlerweile ein paar Jahre her ist) zerfiel die spielende Menschheit in zwei Parteien. Damals wurde in Kneipen gespielt und nicht an der häuslichen Playstation. Es gab Leute, die sich mit den ersten Videospielen vergnügten. Münze um Münze warfen sie in einen klobigen Automaten, um mit Hebeln Raketen durch den Weltraum zu steuern oder Monster zu jagen. Die zweite Partei galt schon damals als altmodisch: jene Menschen, die eine Stahlkugel auf einer schiefen Ebene herumschossen. Heute sind die Spielgeräte aus den Kneipen verschwunden. Aber den Flipper gibt es noch. Er ist alles andere als tot. Flipper sind eine aussterbende Art, denn es gibt so gut wie keinen Nachwuchs mehr. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute: Auf der ganzen Welt existiert eine treue Fangemeinde, die dafür sorgt, dass Millionen der mechanisch-elektronischen Meisterwerke bei bester Gesundheit bleiben. Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, einen häuslichen Spiel- und Barbereich aufzubauen, wird der Flipper ein bewundertes Glanzstück. Aber Vorsicht beim Kauf: Hier gibt es ein paar Regeln zu beachten!

Weiterlesen

Der Kinderhochstuhl bringt Ihr Kind auf Augenhöhe

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Bis zum Jahr 1972 sassen Kinder am Katzentisch. An die Erwachsenentische passten sie nicht, es sei denn, man improvisierte mit Kissen und anderen wackligen Konstruktionen. Peter Opsvik, der als Designer beim norwegischen Möbelhersteller Stokke beschäftigt war, hatte einen zweijährigen Sohn, der für sein Leben gern am Erwachsenentisch gesessen hätte. Opsvik zerbrach sich den Kopf, wie er seinem Junior ein Möbelstück bauen könnte, das ihn auf das Niveau der Erwachsenen hob. Und er erfand den Kinderhochstuhl. Den Tripp Trapp. Alle grossen Erfindungen sind einfach. Das Ding sieht aus wie ein zur Seite gekipptes L. In verschiedene Aussparungen können zwei Bretter geklemmt werden, die dem Kind Sitz und Fussstütze sind. Auf diese einfache Weise kann der Tripp Trapp mitwachsen: Ganz im Sinne des Erfinders sitzt das Kind immer auf Augen- und Interaktionshöhe mit den Erwachsenen. Ein designerisches und pädagogisches Meisterstück. Dieser Artikel stellt die Erfolgsgeschichte des Tripp Trapp vor und wirft einen Blick auf Alternativprodukte.

Weiterlesen

Kleine Schleifgerät-Kunde

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Waldorfschulen sind mittlerweile bekannt als Orte, wo sich ohne Stress so lernen lässt, dass man dabei seine Kreativität ausleben kann. Das Tripple-B-Trio Basteln, Backen und Blechen wird in der schulfreien Zeit durch ein viertes B, die Baustunden, ergänzt. Während die Schüler staatlicher Schulen sich an der türkischen Riviera in der Sonne räkeln, wird in der Waldorfschule das Schulgebäude restauriert – und zwar von den Eltern. Im letzten Sommer hatte ich dabei die Aufgabe, im Schulhort die Tische zu schleifen. Voller Tatendrang kam ich in die alte Schule, die von Efeu umgeben ist, und machte mich auf den Weg zur Werkzeugkammer. Dort fand ich Schleifklötze aller Art, die dazugehörige Rolle Schleifpapier und eine Flasche Leinöl. Also machte ich mich ans Werk! Gegen Mittag wurde mir klar, dass in der Zeit vor dem Aufkommen elektrischer Hilfsmittel, der Werkzeuge im Besonderen, die Welt von einer anderen Art Menschen bevölkert worden war. Ich machte mich auf den Weg zurück nach Hause, um meinen Bandschleifer zu holen.

Weiterlesen

Ästhetisches Accessoire und Luftverbesserer: Der Zimmerbrunnen

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Jeder hat seine Lieblingsorte. Arbeitswütige lieben den Schreibtisch, Couch Potatoes den Platz vorm Fernseher, Hobbygärtner bevorzugen ihre Kräuterbeete. Und dann gibt es ein paar Orte, die gefallen jedem, die verbreiten Wohlbehagen wie ein Platz, auf den die warme Frühlingssonne scheint. Zu diesen Universal-Lieblingsorten gehören Gewässer. Nichts entspannt, nichts harmonisiert mehr als ein Blick auf den Meereshorizont. An rieselnden Bächen finden wir zur Ruhe – stundenlang sehen wir den quirlenden Wassern zu. Natürlich hat der erfindungsreiche Mensch diese sprudelnde Quelle seines Wohlbefindens zu domestizieren versucht. Garten- und Schwimmteiche, Wasserläufe im Freien lassen Grünanlagen wie gewachsene Naturlandschaften wirken.

Weiterlesen

Das Modulregal: Der wandernde Stauraum für alle Wohngelegenheiten

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Seit einigen Jahren geht in der Welt der Verlage und Buchliebhaber die Angst vorm Untergang um. Was soll aus uns werden, fragen sich die Bibliophilen, wenn die technikaffine Menschheit den Lesevorgang eines Tages vollends digitalisiert hat? Wird es dann heissen: "Opa, hol mal das Buch hervor", so wie heute ältere Musikliebhaber im Kreis der Familie ihre Schallplattensammlung bestaunen lassen? Robustere Seelen unter den literarischen Papierfreunden sind da weniger pessimistisch: Nichts, sagen sie, geht über die grafische Schönheit, die Handlichkeit und Lesequalität eines Buchs hinaus. Und natürlich haben sie recht. Buchläden gehören unter den Einkaufsorten einer Stadt immer zu den bestbesuchten. Ein Buch ist Lesestück, Erinnerungsstütze und Wohnaccessoire. So etwas stirbt nicht aus.

Weiterlesen

Bewohnbare Bücher

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Wir sind Jäger. Wir sind Sammler. Die Erbschaft unserer nomadisierenden, die Wildnis durchstreifenden Vorfahren schlägt sich in unserem alljährlich wiederkehrenden Trieb nieder, Wohnung, Haus, Wohnort zu wechseln oder unseren "Stammsitz" umzubauen. Und das Vermächtnis des beerensammelnden, sesshaften Teils unserer Urzeit-Ahnen schlägt jetzt ebenfalls durch. Warum besitzen wir so viel? Und wohin sollen wir damit? Zum Beispiel Bücher. Es gibt wunderbar zeitgemässe Möglichkeiten, Bücher zu präsentieren. Zum Beispiel das Modulregal. Leider passt da irgendwann auch nichts mehr rein. Und jetzt? – Jetzt schauen Sie sich die leinen-, leder- und papiergebundenen Exemplare an, die Sie in Ihrem Bildungsehrgeiz erstanden hatten. Lesen werden Sie die wohl nicht mehr. Wegschmeissen bräche Ihnen das Herz. Was tun? Bauen Sie Möbel aus Ihren Büchern!

Weiterlesen

Fotos gehören an die Wand – aber professionell

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Haben Sie eine Digitalkamera? – Seltsame Frage. Ebenso gut könnte man Ihnen die Frage stellen, ob Sie Schuhe besitzen. Sie sind Eigentümer, wie wir alle, von einer Flut von Fotos. Manche davon sind gar nicht schlecht. Die Kameras werden immer besser, und Ihre Kunst, sie zu benutzen, auch. Haben Sie mal darüber nachgedacht, die Van Goghs und Kandinskys, die seit 15 Jahren an Ihrer Wand hängen, durch selbst geschaffene Kunstwerke zu ersetzen? Fotoinszenierungen in der eigenen Wohnung liegen im Trend. Und Online-Fotolabore machen erschwingliche professionelle Präsentationen möglich. Hier ein Überblick.

Weiterlesen

Kleine Bilderhängungs-Kunde

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Der deutsche Komiker Loriot betritt in einem seiner berühmten Sketche ein Wohnzimmer. Er hat Wartezeit, sieht sich um. Sein Blick fällt auf ein Gemälde. Es hängt schief. Nicht viel, aber schief hängt es. Also schiebt er es gerade. Nun hinkt es auf der anderen Seite. Erneutes Geraderücken. Erneutes Schiefhängen. Loriot gerät in Rage. So ein Schinken in Öl muss doch zu nivellieren sein! Er stösst in seinem Eifer die Stehlampe um. Beim Versuch, sie aufzustellen, gerät ein Accessoire ins Trudeln. Das Bild an der Wand feixt. Und die Einrichtungsgegenstände stürzen. Das Ende vom Lied: Der verspätete Gastgeber empfängt den Saubermann Loriot in einem vollkommenen Chaos.

Weiterlesen

Gartendeko aus Beton: Einfach beeindruckend

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Ja, es gibt furchtbare Gartendeko. Mit Gesichtern bemalte Zaunlatten. Oder in Serviettentechnik gestaltete Dachziegel. Oder der Plastikmaulwurf, wahlweise mit Bergbaulore oder – das soll wohl Ironie sein – auf einem Chopper-Motorrad. Buddhastatuen sind inflationär geworden. Ein unvoreingenommener ausländischer Besucher könnte sich fragen, ob ein grösserer Teil der Bewohner dieses Landes zu der fernöstlichen Religion konvertiert ist. Hardliner vertreten die Auffassung, dass ein ästhetisch angelegter Garten Dekoration genug sei. Angesichts solcher schrecklichen Details wie bepflanzter Schubkarren ist man geneigt, diesen Puristen recht zu geben. Andererseits – ja, andererseits: Jeder ist ein Künstler, sagte der deutsche Berufsprovokateur Josef Beuys. Und recht hat er! In uns wohnt der Trieb, zu gestalten, zu formen und mit eigenen Werken Einfluss auf unsere Umgebung zu nehmen.

Weiterlesen

Bilderrahmen rücken Ihre Kunst in Szene

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Sie haben Kinder? Sie fahren oft in die Ferien? Sie sind ambitionierter Hobby-Fotograf? Womöglich sammeln Sie Kunst, interessante Drucke und Poster? Sie zeichnen sogar selbst ein bisschen?! Wer Bilder besitzt (gehen wir einmal von 90 % der hausbewohnenden Menschheit aus), möchte diese an die Wand bringen. Eine bilderlose Wohnung versprüht den Charme von Laborräumen. Klug präsentierte Bilder sind ästhetische und assoziative Ruhepunkte für die Augen und die Seele.

Weiterlesen

Mit LEDs und Designlampen zum Lichtregisseur werden

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Es gibt Leute, die der Glühlampe hinterhertrauern wie einer ausgestorbenen Tierart. Das waren Zeiten, als der glimmende Wolframfaden die Wohnungen in ein warmes Licht tauchte! Hand aufs Herz: Welche Möglichkeiten standen jener nostalgisch verehrten Glühlampenzeit zur Verfügung und wie wurden sie genutzt? In allen Epochen der Einrichtungsgeschichte gab es Menschen, die mit besonderem Geschick für ästhetisches Ambiente sorgten. Aber die Trickkiste, aus der sie in der Glühlampenzeit schöpften, war bedeutend schmaler, als sie es heute ist. Klobige Lampenschirme, unter denen das Licht hervorblendet, Spotlights, die einem in die Augen stechen, kaltblaue Lichtqualitäten, schattenlos ausgeleuchtete Räume mit Wartesaalmentalität – mit einer miserablen Lichtkomposition lassen sich perfekte Einrichtungen ruinieren. Machen Sie den Test: Leuchten Sie ein unachtsam möbliertes Zimmer perfekt aus – es wird Ihnen besser gefallen als ein formvollendet möblierter Raum, dessen Lichtregie die Hausaufgaben nicht gemacht hat. Welche Hausaufgaben, darum geht es in diesem Artikel. Ausserdem stellt er moderne Leuchten vor, mit denen die Lichtkunst besonders gut präsentiert werden kann.

Weiterlesen

Lounge- und Teakholzmöbel entspannt pflegen

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Gartenmöbel liegen im Trend. Dieser Satz enthält 2014 endlich die volle Wahrheit, denn was wir uns heutzutage auf die Terrasse, den Balkon oder in den Garten stellen, hat den Namen Möbel wirklich verdient. Aus unserem "Grünen Wohnzimmer" sind jene schwachbrüstigen Plastikstühle verbannt, die unter gewichtigen Blicken zerbrechen. Auch jene ohne Quetschverletzungen nicht zusammenfaltbaren Kunststoffliegen sind aus unserer Oase verschwunden. Wir haben Geld in die Bewohnbarmachung der schönen Jahreszeit investiert. Sommerzeit ist Draussenzeit: Hier umgeben uns die Klassiker der Gartenmöbel und ein paar Neuerrungenschaften. Die Sitzgruppe aus Teak grüsst mit ihren warmen Tönen herüber. Die breiten Loungesessel laden mit ihrer Rattanoptik zum zeitgemässen Entspannen ein. Zeit, sich damit zu beschäftigen, wie man die wertvollen Schätze pflegt.

Weiterlesen

Das schönste Wohnzimmer der Saison

[vc_row][vc_column width="1/1"][vc_column_text]Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Singles. Diese bevölkerungsstatistische Feststellung gilt vielleicht nicht für die ganze Welt – aber für Westeuropa bestimmt. Die Zahl der Einzelhaushalte wächst. Die Zahl der bewohnten Quadratmeter schrumpft. Gleichzeitig mit der Bevölkerungsstruktur ändert sich unsere Auffassung vom einzeln lebenden Menschen. Früher war ein allein lebender Mann, je nach Blickwinkel, ein Solitär, ein Eigenbrötler, unverbesserlicher Junggeselle, ein Steppenwolf. Die allein lebende Frau, noch schlimmer dran, hatte keinen abgekriegt, war ein ewiger Backfisch, eine Fromme Helene, eine alte Jungfer.

Weiterlesen